Der für die USA sicher als traumatisch zu bezeichnende Vietnamkrieg wurde und wird auf vielfältige Art medial verarbeitet. Diese Arbeit beschäftigt sich mit der TV-Reportage "A Day in Vietnam" und den in ihr vermittelten Diskursen und Wertvorstellungen. Dabei werden auch Hintergründe zur "nuclear family" der Zeit und zum Umgang mit dem Medium Fernsehen an sich beleuchtet.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Teil I
- Die family im sozialen Raum Fernsehen
- Objektive Berichterstattung – „Sphere of Consensus“
- Teil II
- „A Day in Vietnam“ - Über den Film und seinen Inhalt
- „Don't delineate the Why but see the What“ - Vermittelte Diskurse und Filmtechnisches
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle des Fernsehens im Vietnamkrieg und untersucht, wie die Medien das Kriegsgeschehen in den amerikanischen Haushalten vermittelten. Ziel ist es, zu verstehen, wie der Krieg durch den Fernseher in die Wohnzimmer der Familien gelangte und welche Diskurse dabei vermittelt wurden.
- Das Fernsehen als „Place“ und seine Verbindung zur „family“
- Die Bedeutung der objektiven Kriegsberichterstattung
- Emotionale Involvierung und Distanzierung durch die mediale Darstellung
- Die Rolle der „homefront“ in der Medienlandschaft
- Diskurse, die durch die Filmtechnik in „A Day in Vietnam“ vermittelt werden
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung führt in die Thematik des Vietnamkriegs als Trauma des US-amerikanischen Militärs ein. Die Besonderheit des Vietnamkriegs liegt in der zensurfrei zugänglichen Presse und TV-Berichterstattung. Die Arbeit fokussiert auf die Rolle des Fernsehens im „living-room war“ und die Bedeutung der Medien für die Kriegswahrnehmung der amerikanischen Bevölkerung.
Teil I: Die family im sozialen Raum Fernsehen
Dieser Teil beleuchtet den Einfluss des Fernsehens auf die „family“ der 1960er Jahre. Der Fernseher wird als soziales Zentrum und als „Gathering Place“ beschrieben, der bewegte Bilder und Geräusche in die Wohnzimmer bringt. Der Text analysiert die Rolle des Fernsehens als Quelle für Nachrichten aus aller Welt und die Verbindung zwischen der „family“ und den medialen Darstellungen.
Teil II: „A Day in Vietnam“ - Über den Film und seinen Inhalt
Im zweiten Teil wird die Dokumentation „A Day in Vietnam“ aus dem Jahr 1967 als Beispiel für die mediale Vermittlung des Kriegs verwendet. Die Ergebnisse aus Teil I werden mit einer diskursanalytischen Untersuchung des Films in Verbindung gebracht.
Schlüsselwörter
Vietnamkrieg, Fernsehen, Medien, „family“, objektive Kriegsberichterstattung, „living-room war“, emotionale Involvierung, „A Day in Vietnam“, Diskursanalyse, Filmtechnik.
Häufig gestellte Fragen
Warum wird der Vietnamkrieg als "living-room war" bezeichnet?
Weil er der erste Krieg war, der durch tägliche Fernsehberichterstattung direkt in die Wohnzimmer der amerikanischen Familien gelangte.
Was ist das Thema der TV-Reportage "A Day in Vietnam"?
Die Reportage von 1967 vermittelt spezifische Diskurse und Wertvorstellungen über den Kriegseinsatz und nutzt dabei bestimmte Filmtechniken zur Darstellung des Geschehens.
Welche Rolle spielte die "nuclear family" für das Fernsehen?
Das Fernsehen fungierte als soziales Zentrum ("Gathering Place") der Familie, was die Wirkung der Kriegsbilder auf das kollektive Bewusstsein verstärkte.
Was bedeutet der Satz "Don't delineate the Why but see the What"?
Er beschreibt eine Berichterstattung, die sich auf das Zeigen von Ereignissen konzentriert, anstatt die tieferen politischen Hintergründe und Ursachen des Krieges zu hinterfragen.
Wie beeinflusste die Filmtechnik die Wahrnehmung des Krieges?
Durch Techniken wie emotionale Involvierung oder bewusste Distanzierung konnten die Medien steuern, wie nah sich die Zuschauer dem Geschehen fühlten.
- Quote paper
- Lena Meyer (Author), 2012, "Don't delineate the Why but see the What" - der Vietnamkrieg als amerikanisches TV-Abenteuer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212743