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Das Genre "Seifenoper" / Die Serie

Titel: Das Genre "Seifenoper" / Die Serie

Seminararbeit , 2001 , 21 Seiten , Note: sehr gut

Autor:in: Johanna Quednau (Autor:in)

Germanistik - Gattungen
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll das Wesentliche des Genres „Seifenoper“ herausgearbeitet werden. Im
ersten Teil wird dabei auf die Serie und ihre Serientypen eingegangen, um die Unterschiede
zwischen Serien kenntlich zu machen. Des weiteren werden allgemeine Informationen zu
Serien und Soapproduktionen gegeben. Im zweiten Teil werden Entwicklungen der Soapopera
aufgeführt und im dritten Teil spezifische Merkmale einer Soap anhand einer Serie aufgelistet.
2. Die Serie
2.1. Definitionen der fiktiven Serie
Egon Netenjakob1 nennt zwei Grundformen und zwei Hauptmerkmale der Serie:
a) die Grundform der Serie als fortlaufende Wiederholung, der immer wieder gleichen bei der
Publikumsmehrheit beliebten Grundkonstellation. Getragen von einem Helden, der sich
weder physisch noch psychisch verändert, in stereotypen Geschichten;
b) die Grundform der Serie als Folge von Entwicklungen und Veränderungen der tragenden
Personen, ihrer Konstellationen oder des tragenden Schauplatzes. Die Personenentwicklung
ist differenziert und die Geschichte umspannt einen ausgedehnten Zeitraum;
c) eine Serie muss eine gewisse Folgenhäufigkeit (mehr als 10 Folgen) haben, die sich prägend
auf die Zuschauergewohnheiten auswirken kann.
d) die Zuschauer müssen sich mit den Hauptpersonen identifizieren können.
Des weiteren kann man verschiedene Serientypen bestimmen.
2.2. Serientypen
Oft wurden in der Forschung die Abgrenzungen zwischen Reihe, Mehrteiler und Serie und
der einzelnen Genres innerhalb dieser Programmformen nicht beachtet. Die Begriffe wurden
sogar gleichgesetzt oder verwechselt. Deshalb muss man zwischen den Grundformen des seriellen
Erzählens unterscheiden.
2.2.1. Der Mehrteiler
Der Mehrteiler steht im Übergang vom Einzelfilm zur Serie. Mindestens zwei Folgen und
höchstens 13 Folgen kennzeichnen ihn. Er besitzt eine Gesamtspieldauer zwischen 4 und 20 Stunden Die einzelnen Folgen enden meist mit einem Cliffhanger, dem Höhepunkt am Ende
einer jeden Folge (z.B. Rainer W. Faßbinders Verfilmung von Döblins „Berlin Alexanderplatz“).
Er ist eigentlich ein Einzelfilm, der aber zu lang für einen Programmplatz ist und deshalb
auf mehrere aufgeteilt wird. [...]

1 In Netenjakob, Egon . Anatomie der Fernsehserie - Fernsehmacher untersuchen ihre Produktionsbedingungen,
Mainz, 1976.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Serie

2.1. Definitionen der fiktiven Serie

2.2. Serientypen

2.2.1. Der Mehrteiler

2.2.2. Die Fortsetzungsgeschichte

2.2.3. Abgeschlossene Folgehandlung

2.2.4. Die Reihe

2.2.5. Die langlaufende Serie

2.2.5.1. Das „Day-Time-Serial“

2.2.5.2. Das “Prime-Time-Serial”

2.3. Serienproduktion

2.3.1. Serienproduktion in Deutschland

3. Das Genre „Soap“

3.1. Geschichte der „Soap“

3.2. Entwicklung von Seifenopern

3.2.1. „Die Familie Hesselbach“

3.2.2. Die „Lindenstrasse“

3.2.3. „Verbotene Liebe“

4. Untersuchung einer Seifenoper

4.1. Inhaltsangabe „Verbotene Liebe“, 08.-12. Oktober 2001

4.2. Spezifische Merkmale

4.2.1. Trailer

4.2.2. Das Erkennungszeichen

4.2.3. Mehrere Handlungsstränge

4.2.4. Inhalt und Personenkonfigurationen

4.2.5. Innenaufnahmen

4.2.6. Personeneinstellungen

4.2.7. Gestaltung

4.2.8. Kameraperspektive

4.2.9. Der Cliffhanger

5. Abschließende Betrachtung

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit widmet sich der systematischen Erarbeitung der grundlegenden Charakteristika des Genres „Seifenoper“. Ziel ist es, durch die Abgrenzung von allgemeinen Serientypen und die Untersuchung historischer Entwicklungen ein valides Merkmalsschema zu definieren, welches an der deutschen Produktion „Verbotene Liebe“ exemplifiziert wird.

  • Grundlagen des seriellen Erzählens und Serientypen.
  • Historische Evolution der Seifenoper vom Radio bis zum Fernsehen.
  • Analyse der narrativen und formalen Besonderheiten von Soaps.
  • Empirische Untersuchung der Sendung „Verbotene Liebe“ hinsichtlich spezifischer Genremerkmale.
  • Bedeutung von Personenkonfigurationen und Handlungssträngen für die Zuschauerbindung.

Auszug aus dem Buch

4.2.3. Mehrere Handlungsstränge

Eine Soap besitzt fast immer mehrere Handlungsstränge, die sich abwechselnd durch die Sendung ziehen. Ein Handlungsstrang wird oft mitten in einem Dialog von einem zweiten Strang unterbrochen. Dieser setzt sich dann später fort. Somit wird der Eindruck von Gleichzeitigkeit der Geschehnisse suggeriert, s. Punkt 2.2.5. In „Verbotene Liebe“ gibt es in jeder der untersuchten fünf Folgen jeweils drei Handlungsstränge. Sie bestehen aus den verschiedenen, in der Inhaltsangabe genannten Hergängen. Die erste Folge beginnt mit Story 1, 2 und 3. Die Handlungen setzen an der Stelle ein, an welcher sie in der letzten Folge aufgehört haben.

Story Nr.1 besteht in der ersten Folge aus sechs Teilen, Nr. 2 aus fünf und Nr. 3 aus sieben Szenen. Die Länge der einzelnen Szenen beträgt etwa zwischen 40 und einer Minute. Zusammengerechnet bedeutet das für Handlungstrang Nr. 1 ca. 6, für Handlungsstrang Nr. 2 ca. 5 und für Handlungsstrang Nr. 3 ca. 8 Minuten. Eine Folge besteht also nur aus etwa 20 Minuten Handlung. Die Stränge enden meistens nicht am Ende einer Sendung, sondern mittendrin, oder bauen wieder eine neue Story auf, wobei dann eine Handlung beendet ist und in eine neue übergeht. Im Gesamtverlauf der fünf Folgen endet Handlung Nr. 3 mit der zweiten Folge, dafür setzt Handlung Nr. 4 mit der dritten Folge neu ein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Ziel der Arbeit, das Wesen des Genres Seifenoper durch die Analyse von Serienformen, historischen Entwicklungen und spezifischen Merkmalen zu ergründen.

2. Die Serie: Dieses Kapitel definiert fiktive Serien, kategorisiert verschiedene Serientypen wie Mehrteiler oder langlaufende Serien und beleuchtet die Grundlagen der Serienproduktion in Deutschland.

3. Das Genre „Soap“: Hier werden die historische Entstehung der Seifenoper im Radio und Fernsehen sowie die spezifische Entwicklung deutscher Produktionen von der „Familie Hesselbach“ bis zu „Verbotene Liebe“ dargestellt.

4. Untersuchung einer Seifenoper: Dieses Kapitel beinhaltet eine detaillierte Inhaltsanalyse ausgewählter Folgen von „Verbotene Liebe“ und untersucht formale Merkmale wie Trailer, Handlungsstränge und Kameraperspektiven.

5. Abschließende Betrachtung: Das Fazit resümiert, dass „Verbotene Liebe“ ein allgemeingültiges Struktur- und Merkmalsschema für das Genre liefert, weist jedoch darauf hin, dass die Forschung in diesem Bereich noch am Anfang steht.

Schlüsselwörter

Seifenoper, Fernsehserie, Soap, Verbotene Liebe, Lindenstraße, Handlungsstrang, Cliffhanger, Serienproduktion, Genre, Fernsehanalyse, Fernsehgeschichte, Personenkonfiguration, Day-Time-Serial, Prime-Time-Serial

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Genre der Seifenoper, um deren Wesen und die spezifischen Merkmale dieses Formats innerhalb der Fernsehlandschaft herauszuarbeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Definition und Typisierung von Serien, die historische Entwicklung der Seifenoper sowie eine praktische Analyse von Strukturmerkmalen anhand eines konkreten Beispiels.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Erstellung eines allgemeinen Struktur- und Merkmalsschemas für Seifenopern, basierend auf der Analyse deutscher Produktionen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und eine qualitative Inhaltsanalyse ausgewählter Episoden der Serie „Verbotene Liebe“.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretische Einordnung von Serienformen, die historische Entwicklung des Genres und die detaillierte Untersuchung der formalen Besonderheiten einer Soap.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Seifenoper, Soap, Serienproduktion, Handlungsstränge, Cliffhanger und Fernsehanalyse.

Welche Rolle spielt der „Cliffhanger“ in der Soap?

Der Cliffhanger dient als dramatisches Endmoment von Szenen oder Folgen, um beim Zuschauer Neugier zu wecken und die Bindung an die fortlaufende Handlung zu stärken.

Wie unterscheidet sich die „Lindenstraße“ von früheren Serienkonzepten?

Die Lindenstraße etablierte durch ein realistisches Endloskonzept, eine neuartige Produktionsform in Kooperation mit Privaten und modernste Videotechnik einen neuen Standard für deutsche Dauerserien.

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Details

Titel
Das Genre "Seifenoper" / Die Serie
Hochschule
Technische Universität Dortmund
Note
sehr gut
Autor
Johanna Quednau (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
21
Katalognummer
V21151
ISBN (eBook)
9783638248358
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Genre Seifenoper Serie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Johanna Quednau (Autor:in), 2001, Das Genre "Seifenoper" / Die Serie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21151
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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