Grin logo
en de es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Musicology - Miscellaneous

"Gefühlte Töne": Die heilsame Kraft der Musik in der musiktherapeutischen Praxis

Überlegungen zu musiktherapeutischen Ansätzen in der Psychosomatik

Title: "Gefühlte Töne": Die heilsame Kraft der Musik in der musiktherapeutischen Praxis

Diploma Thesis , 2009 , 35 Pages

Autor:in: Magistra Renja Lüer (Author)

Musicology - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

"Ich brauche keine Millionen, ich brauche Musik, Musik, Musik." Die Weisheit des Schlagers ist in der modernen Psychotherapie eine gängige Methode. Wo gelehrige Worte nicht mehr wirken und Taten nicht mehr helfen, können Klänge und Töne noch Wunder wirken. Schon die alten Griechen priesen die reinigende Kraft der Musik für die Seele. Heute ist der therapeutische Nutzen von Musik unumstritten, sei es durch auditive Wahrnehmung oder aktive Klanggestaltung. Für die einen mag es ein genussvolles Abenteuerspiel werden, für die anderen Genesung. Um Letztere soll es in dieser Untersuchung gehen:

Menschen, die den Kontakt zu sich selbst und somit den Kontakt zur Welt verloren haben – wie es Goethe im oben angeführten Zitat poetisch umschreibt -, sind schwer erreichbar. Der Verstand funktioniert - bestenfalls - auf Routine-Ebene, Körperaktivitäten sind eingeschränkt, die Gefühle unter Verschluss. Was Worte nicht mehr können, nämlich eine Beziehung schaffen zwischen dem Ich und dem Du, wird hier zur Aufgabe für das Medium Musik. Wem das All und damit sein Ich verloren gegangen ist, muss es wiederfinden. Auf therapeutischer Ebene können Musik erzeugen sowie Musik aufnehmen wirksam werden und Gefühle im wahrsten Wortsinn wieder aufschließen. Denn Musik hat „die einzigartige Kraft, das Gehirn ((und die Emotionen des Menschen, Anm. d. Verf.)) in ganz bemerkenswerter und komplexer Weise zu verändern, und wir Menschen sind eine musikalische Spezies – nicht nur eine sprachliche“ .

In dieser Arbeit möchte ich anhand theoretischer und praktischer Beispiele sowie konkreter Fälle aus der Praxis einer psychosomatischen Klinik untersuchen, inwieweit die Musik heilende Kräfte besitzt und ihren Beitrag zum Genesungsprozess leisten kann, wie sie das schafft und wo ihre Grenzen sind. Die Untersuchung umfasst dabei sowohl theoretisch als auch praktisch orientierte Aspekte.

Im praktischen Teil werde ich drei Patienten und drei musiktherapeutische Möglichkeiten vorstellen: eine 47jährige depressive Frau, die an den Folgen sexuellen Missbrauchs leidet (=Improvisation und Musikmassage ), einen 55jährigen adipösen Mann mit starken dismorphen Störungen (= Gesang und Bewegung) und eine 36jährige „Borderline“-Frau mit posttraumatischen Belastungsstörungen wie Bulimie (= Klavier und Musik-Malen).
[...]

Excerpt


Inhalt

1.) Ouvertüre: Vom Wesen der Musik
1.1.) “Mir ist das All verloren“ – Zielsetzung der Arbeit
1.2.) „Erdenglück und Himmelsklang“ – Einleitung

2.) Präludium: „Musizieren ist ein Liebesakt“
2.1.) Wie Musik unser Innerstes berührt
2.2.) Wenn Worte nicht mehr wirken
2.3.) Musik als Träger von Gefühlen

3.) Hauptsatz: Gefühlte Töne
3.1.) Über das therapeutische Wesen der Musik
3.2.) Mögliche Definitionen von Musiktherapie
3.2.1.) Exkurs: „Musik im Kopf“ - Anmerkungen zur neurologischen Musiktherapie
3.3.) Zur Wahl des Musikstückes und des Instrumentes.
3.3.1.) Rezeptiv: Wirksame Werke für Körper und Seele.
3.3.2.) Aktiv: Das Instrument als Brückenbauer.
3.4.) Musiktherapie und Depression
3.4.1.) Wege aus dem Schneckenhaus
3.4.2.) Das irrationale Wesen der Depression
3.4.3.) Improvisiertes Gefühl
3.4.4.) Berührte Seelen.
3.5.) Musiktherapie und Adipositas
3.5.1.) Gewaltige Stimmen
3.5.2.) Exkurs: Phänomen Stimme
3.5.3.) „Chansons statt Schokolade“
3.6.) Musiktherapie und Borderline
3.6.1.) Grenzgänger in Not
3.6.2.) Klavierspiel und Malerei
3.6.2.1.) Pianospiel gegen Autoaggression
3.6.2.2.) Musik-Malen
3.6.3.) Musiktherapie in Unterrichtsform

4.) Schlusssatz: Klingende Kraft
4.1.) Zusammenfassung der Arbeit: Klingendes Selbstvertrauen
4.2.) Nachklang

5.) Literaturangaben und QuellennachweiseI

Häufig gestellte Fragen

Wie wirkt Musik in der psychotherapeutischen Praxis?

Musik kann dort wirken, wo Worte versagen. Sie dient als Träger von Gefühlen, schafft Beziehungen zwischen dem Ich und der Welt und kann Emotionen "wieder aufschließen".

Was ist der Unterschied zwischen aktiver und rezeptiver Musiktherapie?

Rezeptive Therapie nutzt das Hören wirksamer Musikstücke zur Entspannung oder Anregung, während aktive Therapie die eigene Klanggestaltung am Instrument als "Brückenbauer" nutzt.

Bei welchen Krankheitsbildern wird Musiktherapie eingesetzt?

Die Arbeit stellt Fallbeispiele zu Depressionen, Adipositas (mit Fokus auf die Stimme) und Borderline-Persönlichkeitsstörungen (Klavierspiel gegen Autoaggression) vor.

Welche Rolle spielt die Neurologie in der Musiktherapie?

Musik hat die Kraft, das Gehirn und die Emotionen in komplexer Weise physisch zu verändern, da Menschen eine tief verwurzelte "musikalische Spezies" sind.

Was ist "Musik-Malen"?

Es ist eine Kombinationstherapie, bei der musikalische Eindrücke visuell in Malerei umgesetzt werden, um traumatische Erlebnisse oder Gefühle auszudrücken.

Excerpt out of 35 pages  - scroll top

Details

Title
"Gefühlte Töne": Die heilsame Kraft der Musik in der musiktherapeutischen Praxis
Subtitle
Überlegungen zu musiktherapeutischen Ansätzen in der Psychosomatik
College
IBW Institut für Berufliche Weiterbildung GmbH
Course
Musiktherapie
Author
Magistra Renja Lüer (Author)
Publication Year
2009
Pages
35
Catalog Number
V211244
ISBN (eBook)
9783656390794
ISBN (Book)
9783656391333
Language
German
Tags
musik musiktherapie psychosomatik psychotherapie musikwissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magistra Renja Lüer (Author), 2009, "Gefühlte Töne": Die heilsame Kraft der Musik in der musiktherapeutischen Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211244
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  35  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Imprint
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint