[...] Die
Arbeit orientiert sich an folgenden Leitfragen:
1. Auf welche unterschiedlichen Arten können mehrere Akteure der Wertschöpfungskette in
das Harris-Modell integriert werden?
2. Welche Bereiche eines Logistiksystems (im Sinne einer Supply Chain) waren bislang Gegenstand
von Forschungsarbeiten?
3. Wie sieht ein mögliches Klassifikationsschema aus, in welches sich die Erweiterungen des
Harris-Modells einordnen lassen?
4. Inwiefern kann das Klassifikationsschema dazu dienen, Potenziale und Grenzen der Erweiterungen
des Harris-Modells aufzuzeigen?
5. Wie können durch eine einzige Erweiterung des Harris-Modells zwei unterschiedliche
Bereiche eines Logistiksystems beschrieben werden?
6. Welche Kostendifferenzen bestehen zwischen einer sukzessiven und einer simultanen
Koordinationsart, und durch welche Parameterkonstellationen werden diese beeinflusst? Kapitel 2 widmet sich der ersten, zweiten, dritten und vierten Leitfrage. Aufbauend auf einer
Darstellung des Harris-Modells wird zunächst der Umfang der untersuchten Modelle eingeschränkt.
Anschließend werden (mehrstufige) Erweiterungen vorgestellt, wobei zwischen
Modellen mit genau zwei und Modellen mit mehr als zwei Akteuren differenziert wird. Eine
detaillierte Analyse dieser Erweiterungen steht allerdings nicht im Vordergrund. Ziel dieser
Arbeit ist vielmehr, anhand einer Darstellung der wichtigsten Wesenszüge dieser Erweiterungen
Merkmale abzuleiten, die später eine umfassende Klassifikation aller Erweiterungen erlauben.
Darüber hinaus soll der Vergleich der untersuchten Modelle mit einem fiktiven Idealmodell,
welches alle denkbaren (und noch näher zu konkretisierenden) Ansprüche an eine
umfassende Modellerweiterung erfüllt, den derzeitigen Stand der Forschung und etwaige
Grenzen mehrstufiger Losgrößenmodelle aufzeigen. In Kapitel 3 werden zwei Modelle vorgestellt,
miteinander verglichen und anhand der fünften und sechsten Leitfrage diskutiert.8 Wesentliche
Erkenntnisse der Arbeit werden in Kapitel 4 in einem Fazit zusammengefasst.
8 Es wurden hierbei die Modelle von Hofmann, C. (1994) und Toporowski, W. (1999) ausgewählt.
Inhaltsverzeichnis
- Abbildungsverzeichnis
- Tabellenverzeichnis
- Abkürzungsverzeichnis
- Symbolverzeichnis
- 1 Einleitung
- 2 Losgrößenmodelle im Kontext des Supply Chain Managements
- 2.1 Das klassische Losgrößenmodell nach Harris
- 2.2 Erweiterungen des klassischen Losgrößenmodells
- 2.2.1 Losgrößenmodelle mit mehr als einem Akteur
- 2.2.1.1 Zwei-Stufen-Modelle
- 2.2.1.2 Mehrstufige Modelle
- 3 Der Einsatz von Losgrößenmodellen zur Ableitung von Kostensenkungspotenzialen
- 3.1 Untersuchungsraum und Vorgehensweise
- 3.2 Simulation des Modells von Toporowski
- 4 Analyse der Ergebnisse
- 5 Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit dem klassischen Losgrößenmodell und seinen Erweiterungen. Ziel der Arbeit ist es, die Anwendung dieser Modelle zur Ableitung von Kostensenkungspotenzialen in Logistiksystemen zu untersuchen. Dabei werden insbesondere die Auswirkungen von mehreren Akteuren in der Supply Chain auf die Kostenentwicklung analysiert.
- Das klassische Losgrößenmodell nach Harris
- Erweiterungen des klassischen Modells für Mehr-Akteure-Systeme
- Kostensenkungspotenziale durch die Optimierung von Losgrößen
- Die Rolle der Supply Chain im Kontext von Losgrößenmodellen
- Anwendung von Simulationsmethoden zur Analyse von Kostensenkungspotenzialen
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 2 befasst sich mit dem klassischen Losgrößenmodell nach Harris und seinen Erweiterungen. Das Kapitel analysiert verschiedene Modelle mit mehreren Akteuren und zeigt die Herausforderungen bei der Koordinierung von Losgrößen in der Supply Chain auf.
Kapitel 3 beschreibt den Untersuchungsraum und die Vorgehensweise der Arbeit. Es werden verschiedene Simulationsmodelle zur Analyse von Kostensenkungspotenzialen vorgestellt.
Schlüsselwörter
Losgrößenmodell, Supply Chain Management, Kostensenkungspotenziale, Mehr-Akteure-Systeme, Simulation, Optimierung, Harris-Modell, Toporowski-Modell.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das klassische Losgrößenmodell nach Harris?
Das Harris-Modell ist ein mathematisches Modell zur Bestimmung der optimalen Bestellmenge (Losgröße), um die Summe aus Lagerhaltungs- und Bestellkosten zu minimieren.
Wie kann das Harris-Modell für mehrere Akteure erweitert werden?
Erweiterungen integrieren mehrere Stufen der Wertschöpfungskette (z.B. Lieferant und Abnehmer), um die Kosten in der gesamten Supply Chain simultan zu optimieren.
Welchen Vorteil bietet die simultane Koordination gegenüber der sukzessiven?
Die simultane Koordination betrachtet die Kosten aller Akteure gleichzeitig, was oft zu deutlich höheren Kostensenkungspotenzialen führt als die isolierte Optimierung einzelner Stufen.
Was untersucht die Simulation des Modells von Toporowski?
Die Simulation analysiert spezifische Parameterkonstellationen und deren Einfluss auf die Kostendifferenzen zwischen verschiedenen Koordinationsarten in Logistiksystemen.
Welche Rolle spielt das Supply Chain Management bei Losgrößenmodellen?
Im Supply Chain Management dienen Losgrößenmodelle dazu, die Effizienz über Unternehmensgrenzen hinweg zu steigern und logistische Gesamtkosten zu senken.
- Quote paper
- Roland Gilles (Author), 2001, Das klassische Losgrößenmodell als Ausgangspunkt zur Ableitung von Kostensenkungspotenzialen in Logistiksystemen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21113