Die Barkiden sind zweifelsohne bis heute die berühmteste Familie Karthagos. Dies haben sie vor allem Hannibal zu verdanken, ihrem unbestritten bekanntesten Vertreter, doch nicht nur Hannibal errang große Ehre und Ruhm. Bereits sein Vater Hamilkar war als großer Feldherr im Ersten Punischen Krieg und dem Söldneraufstand von 238 v. Chr. bekannt. Vor allem Hamilkars errungenen Siege waren es erst, die der Barkidenfamilie den Weg an die Spitze der karthagischen Gesellschaft ebneten und ebenso den Auszug ins heutige Spanien möglich machten. Da jedoch vor allem Hannibal zu Berühmtheit gelangt ist, rücken die Taten und Glanzleistungen seines Vaters und vor allem dessen Feldzug auf der iberischen Halbinsel bisweilen in den Hintergrund. Obwohl es doch gerade dieses Barkidenreich in Spanien war, das – von Hannibals Vater Hamilkar aufgebaut - Karthago, der Barkidenfamilie und somit auch Hannibal die nötigen Ressourcen und Reichtümer einbrachte, um den Feldzug gegen die Römer und den Zweiten Punischen Krieg zu ermöglichen beziehungsweise auszulösen.
Selbst das von Hamilkar und seinen Nachfolgern eroberte Spanien trägt bis heute bei vielen Geschichtsschreibern nur den Namen Barkidenreich. Diese Arbeit soll sich mit der Frage beschäftigen, was die Familie des Blitzes, allen voran Hamilkar selbst, dazu veranlasste das heimische Karthago zu verlassen und einen Neuanfang auf der spanischen Halbinsel zu versuchen. Des Weiteren welche Reichtümer sie dort erwarteten und ob Hamilkar in Spanien vielleicht ganz eigene Ziele verfolgte, um seiner Familie abseits von Karthago ein eigenes Reich zu schaffen.
Inhalt
I. Einleitung
II. Spanien in vorbarkidischer Zeit:
II.2. Das spanisch-karthagische Verhältnis
III. Hamilkars Aufbruch nach Spanien
III.2. Gründe für Hamilkars Aufbruch
IV. Die Barkiden in Spanien
IV.2 Gründung Leuke Akra
IV.3. Die Verbindung in die alte Heimat
V. Die Barkiden nach Hamilkars Tod
V. 2. Hasdrubal
V. 3. Hannibal
VI. Fazit
VII. Literatur- & Quellenangabe
Literatur
Quellen
Häufig gestellte Fragen
Wer waren die Barkiden?
Die Barkiden waren die einflussreichste Familie Karthagos. Ihre bekanntesten Vertreter waren der Feldherr Hamilkar Barkas und sein Sohn Hannibal, der berühmte Gegenspieler Roms im Zweiten Punischen Krieg.
Warum verließ Hamilkar Barkas Karthago Richtung Spanien?
Nach der Niederlage im Ersten Punischen Krieg suchte Hamilkar nach neuen Ressourcen und Reichtümern, um Karthagos Macht wiederherzustellen. Spanien bot Silberminen und strategische Vorteile für einen künftigen Konflikt mit Rom.
Was versteht man unter dem „Barkidenreich“ in Spanien?
Es bezeichnet das von Hamilkar und seinen Nachfolgern (Hasdrubal und Hannibal) eroberte Gebiet auf der iberischen Halbinsel, das fast wie ein eigenständiges Reich der Familie innerhalb der karthagischen Einflusssphäre fungierte.
Welche Rolle spielten die spanischen Ressourcen für Hannibal?
Die Reichtümer aus den spanischen Minen und die dort ausgehobenen Truppen lieferten Hannibal die nötigen Mittel, um seinen legendären Feldzug gegen Rom und den Zweiten Punischen Krieg zu finanzieren.
Wie war das Verhältnis zwischen den Barkiden und der Heimatstadt Karthago?
Die Arbeit untersucht, ob Hamilkar in Spanien vielleicht ganz eigene Ziele verfolgte, um seiner Familie abseits der karthagischen Politik ein eigenes Machtzentrum zu schaffen.
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- Lisa Sonnenschein (Author), 2010, Hannibals Geschlecht der Barkiden. Motivation und Konsequenzen von Hamilkars Auswanderung auf die spanische Halbinsel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210998