Euckens Antwort auf die Frage, wie die Wirtschaftsordnung aussehen sollte, findet man in seiner Idee der Wettbewerbsordnung. Es stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, welche Rolle der Staat bei der Realisierung dieser Wettbewerbsordnung bei Eucken einnehmen sollte?
In dieser Arbeit versuche ich die Antwort mit Hilfe seines Werkes „Grundsätze der Wirtschaftspolitik“ zu finden.
Zuerst werden Faktoren betrachtet, die maßgeblich die Theoriebildung Euckens prägten, weiter wird seine Theorie der Wettbewerbsordnung dargestellt. Im Anschluss wird die Bedeutung des Staates in der Wettbewerbsordnung präsentiert. Zum Schluss werden die Ergebnisse zusammengefasst und die Rolle des Staates in der Wettbewerbstheorie von Eucken dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
- I. Einleitung
- II. Ordnungspolitische Konzeption Walter Euckens
- II.1. Das ideologische und politische Umfeld
- II.2. Die Politik der Wettbewerbsordnung
- II.2.1. Konstituierende Prinzipien
- II.2.2. Regulierende Prinzipien
- III. Der Staat als „ordnende Potenz“
- IV. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Rolle des Staates in der Wettbewerbsordnung von Walter Eucken. Ziel ist es, die ordnungspolitische Konzeption Euckens im Kontext des ideologischen und politischen Umfelds der Weimarer Republik und der NS-Diktatur zu beleuchten und die Rolle des Staates in seiner Theorie der Wettbewerbsordnung zu analysieren.
- Die ordnungspolitische Konzeption Walter Euckens
- Die Bedeutung des Staates in der Wettbewerbsordnung
- Kritik an der Wirtschaftspolitik der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus
- Die Politik des Laissez-faire und ihre Folgen
- Der Staat als „ordnende Potenz“ und seine Rolle in der Wirtschaft
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik ein und erläutert die zentrale Frage nach der Rolle des Staates in der Wettbewerbsordnung bei Eucken. Kapitel II beleuchtet die ordnungspolitische Konzeption Walter Euckens im Kontext des ideologischen und politischen Umfelds der Weimarer Republik und der NS-Diktatur. Dabei werden die Kritik an der „Politik des Laissez-faire“, die Entwicklung des Staates zum „Wirtschaftsstaat“ und die Gefahr der politischen Einflussnahme durch Interessengruppen behandelt. Kapitel III widmet sich der Bedeutung des Staates in der Wettbewerbsordnung und untersucht die Rolle des Staates als „ordnende Potenz“.
Schlüsselwörter
Wettbewerbsordnung, Ordnungspolitik, Walter Eucken, Staat, Laissez-faire, Wirtschaftsstaat, Interessenpolitik, Politik der Experimente, zentrale Leitung des Wirtschaftsprozesses, Konstituierende Prinzipien, Regulierende Prinzipien.
Häufig gestellte Fragen
Welche Rolle spielt der Staat in Walter Euckens Wettbewerbsordnung?
Der Staat agiert als "ordnende Potenz", die den Rahmen für den Wettbewerb setzt, sich aber aus dem laufenden Wirtschaftsprozess heraushält.
Was sind die konstituierenden Prinzipien der Wettbewerbsordnung?
Dazu gehören unter anderem Haftung, Währungsstabilität, offene Märkte, Privateigentum und Vertragsfreiheit.
Warum kritisierte Eucken die Politik des "Laissez-faire"?
Er argumentierte, dass ein völlig unregulierter Markt zur Bildung von Monopolen und Kartellen führt, die den Wettbewerb letztlich zerstören.
Was ist der Unterschied zwischen ordnender und steuernder Staatstätigkeit?
Ordnende Tätigkeit setzt Spielregeln (Ordnungspolitik), während steuernde Tätigkeit (Interventionismus) direkt in Preise oder Mengen eingreift, was Eucken ablehnte.
In welchem historischen Kontext entstand Euckens Theorie?
Seine Theorien wurden maßgeblich durch die negativen Erfahrungen mit der instabilen Wirtschaft der Weimarer Republik und der zentralen Lenkung in der NS-Diktatur geprägt.
- Quote paper
- Bachelor of Arts S. Fischer (Author), 2009, Die Rolle des Staates in der Wettbewerbsordnung von Walter Eucken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210207