Das Burnout ist heutzutage eine verbreitete Krankheit, die, ursprünglich tatsächlich in der Sozialarbeit festgestellt, längst nicht mehr nur klischeehaft die „Managertypen“ betreffen kann, sondern alle Menschen, die sich über Leistung definieren oder ein ausgeprägtes Helfersyndrom haben. Durch diese Haltung werden entsprechend entweder materielle oder zwischenmenschliche Werte zur Selbst-Bestätigung betroffener Menschen.
Gleichermaßen ist das Burnout offenbar auch ein Risiko-Nebeneffekt einer Gesellschaft und Kultur der größtmöglichen Freiheit und Selbstbestimmung - und greift auch genau diese massiv an.
So schreibt Prof. Dr. Franz Josef in seinem Beitrag zum Thema Burnout
in der Märzausgabe 2012 von „MUT“:
„Eigeninitiative und Selbstverwirklichung machen die Bürger zu Unternehmern ihres Lebens. Der Einzelne ist als das „Planungs- und Handlungszentrum seiner
Biographie selbst verantwortlich für seine Arbeitskraft, Existenzvorsorge,
Gesundheit, Lebensfreude und gesellschaftliche Anerkennung.“
Das „Ausgebranntsein“ gilt als ein Defekt, eine Störung in einem laufenden System und wird als Krise verstanden, die möglichst schnell beseitigt werden muss, um wieder zurück zum „normalen“ Zustand zu kommen. Dieses „normal“ ist möglicherweise aber völlig anders als vorher, und genau darin liegt die große Chance der Krise Burnout: Raus aus den alten – und offensichtlich destruktiven – Arbeits- und Verhaltensmustern und rein in das gesunde, reflektierte und achtsame Verhältnis von „Ich“ und „Umwelt“.
Inhalt
Einleitung
1 Burnout
1.1 Definition
1.2 Ursachen
1.3 Die Phasen und Stufen
2 Prävention & Therapie
2.1 Kohärenz und Resilienz
2.2 Pflege, Stärkung und Gesunderhaltung des Ätherleibes
2.3 Selbstwert und -achtung
3 Fazit
4 Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Definition von Burnout?
Burnout bezeichnet einen Zustand tiefer emotionaler, körperlicher und geistiger Erschöpfung, oft infolge dauerhafter Überlastung oder Stress.
Wer ist besonders gefährdet für Burnout?
Besonders betroffen sind Menschen, die sich stark über Leistung definieren oder ein ausgeprägtes Helfersyndrom besitzen.
Welche Phasen kennzeichnen ein Burnout?
Burnout entwickelt sich oft schleichend über verschiedene Stufen, von übermäßigem Engagement bis hin zu völliger Apathie und Depression.
Was versteht man unter Resilienz in der Prävention?
Resilienz ist die psychische Widerstandsfähigkeit, die hilft, Krisen zu bewältigen und als Anlass für persönliche Entwicklung zu nutzen.
Wie kann man Burnout therapeutisch begegnen?
Therapieansätze fokussieren auf die Stärkung des Selbstwerts, Achtsamkeit und das Aufbrechen destruktiver Arbeits- und Verhaltensmuster.
Welche Rolle spielt die Gesellschaft beim Burnout-Risiko?
Eine Kultur der ständigen Selbstoptimierung und maximalen Eigenverantwortung kann den Druck auf den Einzelnen massiv erhöhen.
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- Lisa Georg (Author), 2013, Prävention und Therapie von Burnout, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210166