Nach einer seit 2001 jährlich durchgeführten Befragung von deutschen Arbeitnehmern durch das Gallup-Institut zeichnet sich ein erschreckender Trend bzgl. der Arbeitszufriedenheit bei Beschäftigten in Deutschland ab. Bei 23 Prozent aller Beschäftigten in Deutschland ist eine geringe Arbeitszufriedenheit festgestellt worden. Ausschlaggebend ist hier, dass immer weniger Arbeitnehmer sich mit dem Arbeitsplatz und dem U. identifizieren können. Die Gallup-Studie weist nach, dass die Bandbreite der Einstellung von Beschäftigten von „nicht mehr engagiert“ bis hin zur „inneren Kündigung“ reicht. Als Hauptverursacher dieses Trends benennt das Institut das Management. Viele haben das Gefühl, dass ihre zentralen Bedürfnisse und Erwartungen von ihren direkten Vorgesetzten teilweise oder völlig ignoriert werden. Die finanziellen Folgen sind fatal. Hier entstehen den U. durch Fehltage, Fluktuation und schlechter Produktivität jährlich Schäden bis zu 122 Milliarden Euro (vgl. Gallup 2011).
Das Thema dieser Hausarbeit beschäftigt sich damit, Motivationstheorien in die Praxis umzusetzen. Hierzu werden unterschiedliche Modelle und ihre theoretischen Wirkungsweisen aufgezeigt; insb. im Hinblick auf Ursachen von Motivationsdefiziten und ihrer Behebung. Zum näheren Verständnis für diese
Problematik werden am Anfang der Hausarbeit die Begriffsdefinitionen aufbereitet.
Danach werden drei Motivationstheorien vorgestellt. Im letzten Kapitel werden anhand eines Fallbeispiels aus der Praxis Handlungsstrategien, insb. im Zusammenhang mit den theoretischen Motivationsmodellen, aufgezeigt.
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis
1 Einführung zum Thema Arbeitsmotivation – Gallup Studie
2 Wesentliche Begriffsdefinitionen
2.1 Motiv und Motivation
2.2 Arbeitsmotivation
2.3 Leistung und Leistungsverhalten in der Arbeitswelt
3 Motivationstheorien
3.1 Die Hierarchie der Bedürfnisse von Maslow
3.2 Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg
3.3 Valenz-Instrumentalitäts-Erwartungs-Theorie v. Vroom
4 Praxisbeispiel
4.1 Darstellung des Unternehmens
4.2 Darstellung der Ausgangssituation und der Person Augustus
4.3 Analyse des Praxisbeispiels anhand der Motivationstheorien
4.3.1 Bedürfnispyramidenmodell nach Maslow
4.3.2 Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg
4.3.3 VIE-Theorie nach Vroom
4.4 Instrumentalisierung der Arbeitsmotivation und Empfehlungen
4.4.1 Wertschätzung als oberstes Gebot einer Organisation
4.4.2 Betriebs- bzw. Organisationsklima
4.4.3 Zielorientierte Mitarbeitergespräche
4.4.4 „allinklusiv“ Von Job Enrichment bis zur Karriereplanung
4.4.5 Konfliktmanagement aktiv betreiben
5 Fazit
Literaturverzeichnis
Eidesstaatliche Erklärung
Häufig gestellte Fragen
Warum sinkt die Arbeitszufriedenheit in deutschen Unternehmen?
Laut Gallup-Studie fühlen sich viele Arbeitnehmer von ihren Vorgesetzten ignoriert. Dies führt zu einer geringen Identifikation mit dem Unternehmen, was bis zur „inneren Kündigung“ reichen kann.
Was besagt die Bedürfnispyramide von Maslow?
Maslow ordnet Bedürfnisse hierarchisch: von physiologischen Grundbedürfnissen über Sicherheit und soziale Beziehungen bis hin zu Individualbedürfnissen und der Selbstverwirklichung an der Spitze.
Was ist der Unterschied zwischen Motivatoren und Hygienefaktoren?
Nach Herzberg verhindern Hygienefaktoren (z.B. Gehalt, Arbeitsbedingungen) zwar Unzufriedenheit, erzeugen aber keine echte Motivation. Diese entsteht erst durch Motivatoren wie Anerkennung, Verantwortung und Aufstiegsmöglichkeiten.
Wie funktioniert die VIE-Theorie von Vroom?
Die Motivation hängt von drei Faktoren ab: Valenz (Wie wichtig ist das Ziel?), Instrumentalität (Führt die Leistung zum Ziel?) und Erwartung (Ist die Leistung überhaupt schaffbar?).
Was können Führungskräfte gegen Motivationsdefizite tun?
Empfohlen werden aktive Wertschätzung, zielorientierte Mitarbeitergespräche, Job Enrichment (Aufgabenerweiterung) und ein aktives Konfliktmanagement innerhalb der Organisation.
Welche wirtschaftlichen Folgen hat schlechte Mitarbeitermotivation?
Durch Fehltage, hohe Fluktuation und sinkende Produktivität entstehen deutschen Unternehmen jährlich Schäden in Milliardenhöhe (geschätzt bis zu 122 Milliarden Euro).
- Arbeit zitieren
- Diana Weber (Autor:in), 2013, Von der Motivationstheorie zur Motivationspraxis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209732