„Der Praxisschock war so hart, dass ich mir sicher war, diesen Beruf nicht weiter ausüben zu können“ Dieses Zitat aus dem Artikel „An meiner Freundlichkeit wäre ich beinahe gescheitert…“ (2006) von Jörg Siewert macht deutlich, dass der sogenannte „Praxisschock“ manchmal so groß sein kann, dass sich eine Lehrkraft außer Stande fühlt, ihren Beruf wirklich ausüben zu können, ohne dies vorher gemerkt zu haben. Zur Vermeidung dieses häufig beim Übergang von Universität und Schule entstehenden Problems eignen sich Schulpraktika in besonderem Maße. Für Wilhelm Topsch, Professor für Theorie und Praxis der Primarstufe an der Universität Oldenburg, sind Praktika daher „ein unerlässlicher Bestandteil aller Lehramtsstudiengänge“. In der Bundesrepublik Deutschland sind sie deshalb in den Rahmenlehrplänen der Lehramtsstudiengänge fest verankert. Die Aufgabe dieser so genannten „Schulpraktischen Studien“ ist es, die Studentinnen und Studenten in ihr späteres Berufsfeld einzuführen. Während des Schulalltags können sie lernen, die Berufsrealität richtig einzuschätzen. Weiterhin können sie – zumindest in den Grundzügen - Kompetenzen für zukünftige Anforderungen und spezifischen Situationen des Berufsfeldes aufbauen. Ziel ist es, am Ende des Praktikums einen Gesamtüberblick über den Beruf und das Berufsfeld Schule zu erlangen. Die Studierenden sollten deshalb ihren Interessenschwerpunkt nicht ausschließlich auf den Bereich „Unterricht“ beschränken, da das Berufsfeld sehr viel komplexer ist. Sie sollten auch die nicht lehrenden Aktivitäten von Lehrern beobachten (Konferenzen, Elternabende, Feiern etc.) und die bestehende (oder fehlende) Vernetzung der Schule mit der Wirtschaft, dem Stadtteil, der Gemeinde oder der Region analysieren.
Zusammenfassend kann das Schulpraktikum dazu dienen, sich selbst in seiner Rolle als Lehrer wahrzunehmen, sich der richtigen Berufswahl zu vergewissern sowie durch die Theorie-Praxis-Verschränkung neue Perspektiven für das weitere Studium zu eröffnen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung.
- Rahmenbedingungen..
- Die Schule..
- Die Beruflichen Gymnasien...
- Die Unterrichtsplanung für die 1./2.-Stunde am 04.10.2012 von 8.00 – 9.30 Uhr.
- Bedingungsfeldfaktoren ..
- Schülerbezogene Faktoren
- Lehrerbezogene Faktoren..
- Entscheidungsfeldfaktoren.
- Stellung der Lektion im Unterricht
- Inhalts- und Zielentscheidungen .......
- Sachanalyse..
- Stoffauswahl/ Inhaltsentscheidungen
- Groblernziel...
- Feinlernziele.
- Die Schüler
- Methodische Entscheidungen
- Stoffanordnung..
- Methodik
- Aktionsformen....
- Sozialformen
- Medien.......
- Lehr- und Lernzielkontrolle
- Tabellarische Verlaufsplanung
- Kritische Stellungnahme zur Durchführung des Unterrichtsversuchs...
- Bedingungsfeldfaktoren ..
- Theorie-Praxis-Diskussion zum Thema Lehrerkooperation.
- Begründung des Untersuchungsgegenstandes
- Definition von Lehrerkooperation.…….....
- Formen von Lehrerkooperation
- Praktische Umsetzung von Lehrerkooperation an der BBS XYZ.
- Schlussbetrachtung
- Abschließende Stellungnahme zum Unterrichtspraktikum.
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieser Praktikumsbericht befasst sich mit den Erfahrungen des Autors während seines zweiten Schulpraktikums an der Berufsbildenden Schule XYZ im Fachbereich Wirtschaft und Verwaltung. Er beinhaltet eine detaillierte Beschreibung der Schule, der Beruflichen Gymnasien, sowie die Planung und Reflexion eines eigenen Unterrichtsversuchs. Darüber hinaus untersucht der Bericht das Thema Lehrerkooperation theoretisch und anhand praktischer Erfahrungen an der BBS XYZ.
- Beschreibung der Berufsbildenden Schule XYZ und ihrer Besonderheiten
- Darstellung und Reflexion eines eigenen Unterrichtsversuchs
- Analyse und Bewertung des Themas Lehrerkooperation
- Einblick in die Praxis des Unterrichts an einer Berufsschule
- Reflexion der persönlichen Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Praktikum
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik des Praktikumsberichts ein und verdeutlicht die Bedeutung von Schulpraktika für die Ausbildung von Lehrkräften. Sie skizziert die Ziele des zweiten Schulpraktikums des Autors an der BBS XYZ, insbesondere die Auseinandersetzung mit leistungsschwächeren Klassen und der Ausbau methodisch-didaktischer Kompetenzen. Im zweiten Kapitel werden die Rahmenbedingungen des Praktikums beschrieben, wobei die BBS XYZ als Kompetenzzentrum für verschiedene Ausbildungsberufe vorgestellt und die Besonderheiten der Beruflichen Gymnasien hervorgehoben werden.
Schlüsselwörter
Berufsbildende Schule (BBS), Wirtschaft und Verwaltung, Schulpraktikum, Unterrichtsplanung, Lehrerkooperation, Praxisreflexion, leistungsschwache Klassen, Methodik, Didaktik
Häufig gestellte Fragen
Was ist der „Praxisschock“ bei Lehramtsanwärtern?
Es bezeichnet das Gefühl der Überforderung beim Übergang von der universitären Theorie in den harten Schulalltag, was oft zu Zweifeln an der Berufswahl führt.
Warum sind Schulpraktika laut Professor Topsch unerlässlich?
Praktika ermöglichen eine frühzeitige Theorie-Praxis-Verschränkung, helfen bei der Überprüfung der Berufswahl und bauen erste Kompetenzen für den Schulalltag auf.
Was wurde im Fachbereich Wirtschaft und Verwaltung untersucht?
Der Bericht dokumentiert die Unterrichtsplanung und -durchführung an einer berufsbildenden Schule (BBS), inklusive der Analyse von Bedingungs- und Entscheidungsfeldern.
Welche Bedeutung hat die Lehrerkooperation?
Die Arbeit analysiert die theoretischen Formen und die praktische Umsetzung der Zusammenarbeit im Kollegium als wichtigen Faktor für die Qualität des Unterrichts.
Sollten sich Praktikanten nur auf den Unterricht konzentrieren?
Nein, sie sollten auch Konferenzen, Elternabende und die Vernetzung der Schule mit der Wirtschaft beobachten, um einen Gesamtüberblick über das Berufsfeld zu erhalten.
- Quote paper
- Torben Schneider (Author), 2012, Bericht eines Schulpraktikums an einer berufsbildenden Schule (BBS) im Fachbereich Wirtschaft und Verwaltung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209631