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Risikomanagement in Kreditinstituten: VR-Control

Title: Risikomanagement in Kreditinstituten: VR-Control

Diploma Thesis , 2003 , 196 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Zanini Loki (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

Im Umfeld der Kreditinstitute ist es in den letzten drei Jahrzehnten zu starken Veränderungen gekommen. In den 1990er Jahren nahmen Unternehmensausfälle zu. Dieser Trend ist seit Anfang des 21. Jahrhunderts ungebrochen. Kreditinstitute hatten in großem Maße Risikopotenziale aufgebaut, die auch zu Insolvenzen im Bankgewerbe führten. Außerdem nahmen die Marktschwankungen an den Märkten zu. Die Folge war eine verstärkte Berücksichtigung von Chance-/Risiko-Verhältnissen und Risiko-/Ertragsgesichtspunkten.

Vor dem Hintergrund vieler Firmenzusammenbrüche hat der Gesetzgeber in Deutschland 1998 das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) verabschiedet, indem ein Frühwarnsystem für Unternehmen gefordert wird. Es wurden außerdem die besonderen organisatorischen Pflichten von Kreditinstituten näher geregelt, d.h. Anforderungen für die Aufbau- und Ablauforganisation aufgestellt. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, müssen Risiken für die Kreditinstitute eindeutig bestimmt, analysiert und gesteuert werden. Dieser Prozess und die Ergebnisse bedürfen einer ständigen Kontrolle.

In dieser Arbeit wird auf mögliche Verfahren zur Analyse und Steuerung der Gesamtbank in chronologischer Reihenfolge ihres Auftretens eingegangen. Dabei findet eine differenzierte Betrachtung der Einzelaspekte des Marktpreisrisikos statt. Die Steuerungs- und Analyseverfahren sind nach ihrer Betrachtungsweise in ertragsorientierte und wertorientierte Verfahren zu trennen. Die Themen Sensitivitätsanalyse und Value at Risk werden eingehend behandelt. Letzteres Verfahren dient als Grundlage der heute höchst aktuellen risikoadjustierten Performancemessung.
Darüber hinaus werden die aktuellen Entwicklungen der Gesamtbanksteuerung unter besonderer Berücksichtigung der Marktpreisrisikosteuerung betrachtet. In diesem Zusammenhang werden die Auswirkungen von Basel II, einschließlich des dritten Konsultationspapiers vom Juni 2003, dargestellt. Zudem wird auf die Grundlagen des genossenschaftlichen Gesamtbanksteuerungssystems „VR-Control“ eingegangen.
Außerdem wird die Möglichkeit des Einsatzes von Zinsderivaten zur Gesamtbanksteuerung anhand zweier Beispiele (Zinsswap und Floor) für eine VR-Bank erläutert und die wichtigsten Faktoren des Risikomanagements von Kreditinstituten dargestellt sowie kritisch beleuchtet, um daraufhin mögliche Entwicklungen für die Zukunft zu erkennen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1. Überblick

1.2. Klassifizierung von Risikomanagement und Abgrenzung

2. Methoden zur Erfassung und Steuerung des Zinsänderungsrisikos

2.1. Ertragsorientierte Verfahren

2.1.1. Zinsbindungsbilanz

2.1.2. Zinselastizitätsbilanz

2.1.3. Marktzinsmethode

2.2. Wertorientierte Verfahren

2.2.1. Barwertkonzept als Grundlage wertorientierter Verfahren

2.2.2. Sensitivitätsanalysen

2.2.2.1. Duration nach Macaulay

2.2.2.2. Modified Duration

2.2.2.3. Basis Point Value

2.2.2.4. Konvexität und deren Auswirkung auf die Sensitivitätsanalyse

2.2.3. Grundlagen und Bestimmung des Value at Risk

2.2.3.1. Analytische Verfahren: Varianz-Kovarianz-Methode

2.2.3.2. Simulationsverfahren

2.2.3.3.1. Historische Simulation

2.2.3.3.2. Monte-Carlo-Simulation

2.2.3.3. Praktische Anwendung: Einsatz eines Value at Risk-Limitsystems

2.2.3.4. Zusammenfassung des Value at Risk

2.2.4. Risikoadjustierte Performancemessung

2.2.4.1. Return on risk adjusted capital

2.2.4.2. Risk adjusted return on risk adjusted capital

2.2.4.3. Beurteilung der risikoadjustierten Performancemessung

2.3. Zusammenfassung der erläuterten Methoden

3. Gesamtbanksteuerung im genossenschaftlichen Sektor

3.1. Erläuterung der einzelnen Elemente

3.1.1. Aufsichtsrechtliche Grundlagen

3.1.2. VR-Control

3.1.2.1 Grundlagen zu VR-Control

3.1.2.2. Einsatz der Controlling-Instrumente von VR-Control

3.1.2.3. Betrachtung des strategischen Zinsbuchs als zentrale Steuerungseinheit in VR-Control

3.1.2.4. Einsatz einer barwertigen Gesamtbanksteuerung

3.1.2.5 Mögliche Steuerungsansätze des Gesamtbankzahlungsstroms

3.2. Zusammenfassung der Gesamtbanksteuerung

4. Einsatz von Zinsderivaten zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos

4.1. Grundlagen von Termingeschäften

4.2. Profile und Einsatzmöglichkeiten von ausgewählten Zinsderivaten

4.2.1. Zinsswap

4.2.2. Floor

4.3. Beurteilung des Einsatzes von Zinsderivaten zur Verbesserung der Gesamtbanksteuerung

5. Ausblick und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Methoden des Risikomanagements in Kreditinstituten, insbesondere bei VR-Banken, mit dem Ziel, die Effektivität von ertrags- und wertorientierten Verfahren unter Berücksichtigung von Zinsänderungsrisiken zu bewerten und deren praktische Anwendung in Gesamtbanksteuerungssystemen wie VR-Control aufzuzeigen.

  • Vergleichende Analyse von ertrags- und wertorientierten Risikomanagement-Verfahren
  • Untersuchung von Sensitivitätsanalysen (Duration, Basis Point Value) und Value at Risk-Modellen
  • Bewertung der Gesamtbanksteuerung im genossenschaftlichen Sektor mittels VR-Control
  • Anwendung von Zinsderivaten (Zinsswaps, Floors) zur aktiven Steuerung des Zinsänderungsrisikos

Auszug aus dem Buch

1.1. Überblick

Im Umfeld der Kreditinstitute ist es in den letzten drei Jahrzehnten zu starken Veränderungen gekommen. In den 1970er Jahren war die Branche sehr stark vom Wachstums- und Volumenstreben geprägt. Priorität hatte die Zunahme von Marktanteilen und Geschäftsvolumina. Ein stärkeres Rentabilitätsdenken wurde in den 1980er Jahren durch die Einführung der Marktzinsmethode erreicht. In den 1990er Jahren nahmen Unternehmensausfälle zu. Dieser Trend ist seit Anfang des 21. Jahrhunderts ungebrochen. Kreditinstitute hatten in großem Maße Risikopotenziale aufgebaut, die auch zu Insolvenzen im Bankgewerbe führten. Außerdem nahmen die Marktschwankungen an den Märkten zu. Die Folge war eine verstärkte Berücksichtigung von Chance-/ Risiko-Verhältnissen und Risiko-/ Ertragsgesichtspunkten.

Vor dem Hintergrund vieler Firmenzusammenbrüche hat der Gesetzgeber in Deutschland am 1. Mai 1998 das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) verabschiedet, indem ein Frühwarnsystem für Unternehmen gefordert wird. Kernpunkt ist die Erweiterung des § 91 Abs. 2 AktG mit dem Wortlaut: „Der Vorstand hat geeignete Maßnahmen zu treffen, insbesondere ein Überwachungssystem einzurichten, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen früh erkannt werden.“ Eine Regelung hierfür wurde im Rahmen der 6. KWG-Novelle für Kreditinstitute im § 25a KWG kodifiziert. Hier werden die besonderen organisatorischen Pflichten von Kreditinstituten näher geregelt, d.h. Anforderungen für die Aufbau- und Ablauforganisation aufgestellt. Sollte es zu Verstößen gegen diese Pflichten kommen, haben die Bankaufsichtsbehörden die Möglichkeit, sichernde Maßnahmen zu ergreifen. Dies kann in besonders gravierenden Fällen zur Abberufung der Geschäftsleitung führen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, müssen Risiken für die Kreditinstitute eindeutig bestimmt, analysiert und gesteuert werden. Dieser Prozess und die Ergebnisse bedürfen einer ständigen Kontrolle.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Dieses Kapitel erläutert den historischen Kontext des Risikomanagements und die regulatorischen Anforderungen, die zur Notwendigkeit einer verbesserten Risikobestimmung und -steuerung geführt haben.

2. Methoden zur Erfassung und Steuerung des Zinsänderungsrisikos: Hier werden diverse ertrags- und wertorientierte Ansätze analysiert, wobei ein besonderer Fokus auf Sensitivitätsanalysen, Value at Risk und risikoadjustierten Performancemaßen liegt.

3. Gesamtbanksteuerung im genossenschaftlichen Sektor: Dieses Kapitel beschreibt die Implementierung von VR-Control als ganzheitliches Steuerungssystem für VR-Banken, welches aufsichtsrechtliche Vorgaben mit einer wertorientierten Gesamtbanksteuerung verknüpft.

4. Einsatz von Zinsderivaten zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos: Es wird untersucht, wie Zinsderivate wie Zinsswaps und Floors operativ eingesetzt werden können, um das Zinsänderungsrisiko auf Ebene der Gesamtbank effektiv zu steuern.

5. Ausblick und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion der untersuchten Methoden und einem Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Risikomanagement.

Schlüsselwörter

Risikomanagement, Kreditinstitute, VR-Control, Zinsänderungsrisiko, Value at Risk, Sensitivitätsanalyse, Duration, Zinsswap, Gesamtbanksteuerung, Marktzinsmethode, risikoadjustierte Performancemessung, Basel II, Bankenaufsicht, Zinsderivate.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit modernen Risikomanagement-Methoden in Kreditinstituten, insbesondere unter Berücksichtigung des spezifischen genossenschaftlichen Steuerungssystems VR-Control.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Zinsänderungsrisiken, wertorientierten Steuerungskonzepten sowie der praktischen Anwendung von Zinsderivaten zur Absicherung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Vor- und Nachteile verschiedener Risikomanagement-Verfahren aufzuzeigen und deren Eignung für eine integrierte Gesamtbanksteuerung zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es erfolgt eine detaillierte Literaturanalyse bestehender Risikomodelle sowie deren kritische Würdigung im Kontext der aufsichtsrechtlichen Anforderungen und betrieblicher Praxis.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung verschiedener Mess- und Steuerungsmodelle sowie die praktische Anwendung in VR-Banken.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zentrale Begriffe sind Risikomanagement, Zinsänderungsrisiko, Value at Risk, VR-Control, Gesamtbanksteuerung und Zinsderivate.

Wie unterscheidet sich das VR-Control System von klassischen Methoden?

VR-Control bietet einen integrierten, wertorientierten Gesamtbankansatz, der verschiedene Controlling-Bausteine (z.B. Ausfall- und Marktpreisrisiko) miteinander verbindet, anstatt isolierte Verfahren anzuwenden.

Warum ist das Barwertkonzept für die Steuerung relevant?

Es ermöglicht eine periodengerechte und marktorientierte Bewertung zukünftiger Zahlungsströme, was eine genauere Identifikation von Risiken als rein ertragsorientierte Verfahren erlaubt.

Excerpt out of 196 pages  - scroll top

Details

Title
Risikomanagement in Kreditinstituten: VR-Control
College
Graduate School of Business and Economics Lahr
Course
Berufsakademie für Bankwirtschaft
Grade
1,0
Author
Zanini Loki (Author)
Publication Year
2003
Pages
196
Catalog Number
V20914
ISBN (eBook)
9783638246729
ISBN (Book)
9783638882668
Language
German
Tags
Stichworte: Zinsänderungsrisiko Zinsbindungsbilanz Zinselastizitätsbilanz Marktzinsmethode Barwert Barwertkonzept Duration Macaulay Modified Duration Hicks Basis Point Value Konvexität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Zanini Loki (Author), 2003, Risikomanagement in Kreditinstituten: VR-Control, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20914
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