„Regulierung von Hedgefonds“ – damit scheint der Untersuchungsgegenstand schnell abgesteckt, denn die maßgeblichen Probleme einer Untersuchung zu diesem Thema stecken im Begriff „Regulierung“ selbst. Die Inhalte, mit denen man diese Begrifflichkeit auszufüllen gedenkt, stellen eine Grenze dar. Und am Ende wird diese Grenze bestimmen, wie weit man reguliert und damit das Ergebnis ausmachen.
Regulierung kann man als Auftrag verstehen, der grenzenlos sein kann. Alles was notwendig zu regulieren ist, wird auch reguliert. Das kann ein Verbot von Hedgefonds bedeuten, oder die Einsicht, dass es nicht vernünftig wäre ein solches Gebilde unter bestimmte Normen zu zwingen. Diese Meinung scheint sich als das zu empfehlen, was man gemeinhin als „Extremposition“ im Spektrum der Ansichten bezeichnet. Interessant ist sie aus zweierlei Gründen:
Zum einen, weil mit ihr keine Entscheidung darüber getroffen ist, wann eine Regulierung notwendig sein soll. Das ist zugleich Ihre größte Schwäche – denn trotz der normalerweise gegebenen „Griffigkeit“ solcher Positionen ist diese hier unscharf.
Der zweite Grund ist, sie wird überwiegend vertreten. Unter die Extremposition fällt sowohl die Ansicht, dass der Markt Regelung genug ist und jede weitere Regelung der Marktwirtschaft Opposition ist; als auch die Ansicht, dass der „Raubtierkapitalismus“ gar nicht genug gebändigt werden kann, weil man es nicht zulassen will, dass Heuschrecken Löcher ins mühsam erkämpfte soziale System fressen.
Damit deckt die „Extremposition“ den überwiegenden Teil der Ansichten ab. Es wäre daher ratsam, sie zum Ausgangspunkt unserer Untersuchungen zu machen, gibt doch die Praxis den Untersuchungsgegenstand vor - Jellinek sprach von „der normativen Kraft des Faktischen“.
Dennoch entscheiden wir uns für eine andere Form der Bearbeitung und wählen eine zweite Position als Ausgangspunkt, weil wir wissen, dass nur „die Ungerechtigkeit die Extreme hervorbringt.“ Es ist die theoretisch-wissenschaftlichere (man kann auch sagen liberalere) Position. Trotzdem wollen wir sie aus dem so maßgebenden wirtschaftlichen Alltag herleiten:
„Erst wenn die Ebbe kommt, weiß man, wer nackt geschwommen ist.“
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Hedgefonds
- Definition, Kennzeichen und Akteure
- Historische Entwicklung
- Typische Hedgefondsstrategien
- Performance und Risiken
- Regulierung von Hedgefonds
- Die Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID)
- Einführung
- Die MiFID im Überblick
- MiFID und Hedgefonds
- Die Alternative Investment Fund Managers Directive (AIFMD)
- Ziele der AIFMD
- Wichtige Inhalte der AIFMD
- Auswirkungen der AIFMD auf Hedgefonds
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen der Alternative Investment Fund Managers Directive (AIFMD) auf Hedgefonds. Ziel ist es, die wichtigsten Inhalte der AIFMD zu beleuchten und deren Einfluss auf die Organisation, Regulierung und Funktionsweise von Hedgefonds zu analysieren.
- Definition und Funktionsweise von Hedgefonds
- Die Regulierung von Hedgefonds vor der AIFMD
- Die AIFMD als neues regulatorisches Instrument
- Auswirkungen der AIFMD auf Hedgefonds in der Praxis
- Zukünftige Entwicklungen im Bereich der Hedgefondsregulierung
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Hedgefonds und der AIFMD ein. Es werden die Bedeutung und Relevanz der AIFMD im Kontext der Finanzmarktregulierung hervorgehoben.
- Hedgefonds: Dieses Kapitel bietet eine umfassende Darstellung von Hedgefonds, einschließlich ihrer Definition, Kennzeichen, historischen Entwicklung, Strategien, Performance und Risiken. Die Bedeutung der Regulierung von Hedgefonds wird ebenfalls beleuchtet.
- Die Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID): Dieses Kapitel erläutert die MiFID als wichtige Vorstufe zur AIFMD. Es werden die wichtigsten Inhalte der MiFID und deren Einfluss auf Hedgefonds diskutiert.
- Die Alternative Investment Fund Managers Directive (AIFMD): Dieses Kapitel analysiert die AIFMD als neues regulatorisches Instrument für alternative Investmentfonds, einschließlich ihrer Ziele, Inhalte und Auswirkungen auf Hedgefonds.
Schlüsselwörter
Hedgefonds, AIFMD, MiFID, Alternative Investmentfonds, Regulierung, Finanzmärkte, Anlagemanagement, Risikomanagement, Transparenz, Anlegerschutz, Finanzstabilität.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die AIFMD und wen betrifft sie?
Die AIFMD ist die "Alternative Investment Fund Managers Directive", eine EU-Richtlinie, die Verwalter von alternativen Investmentfonds, insbesondere Hedgefonds, reguliert.
Welche Ziele verfolgt die AIFMD-Regulierung?
Ziele sind die Erhöhung der Transparenz, der Anlegerschutz, die Sicherung der Finanzstabilität und die Schaffung eines harmonisierten Rahmens für alternative Anlagen in der EU.
Wie wirken sich die neuen Regeln auf Hedgefonds aus?
Die Richtlinie beeinflusst die Organisation, das Risikomanagement und die Berichtspflichten der Fonds, was zu einem höheren administrativen Aufwand führt.
Was sind typische Hedgefondsstrategien?
Die Arbeit erläutert verschiedene Strategien sowie die damit verbundenen Performance-Erwartungen und spezifischen Risiken für Anleger.
Was ist der Unterschied zwischen MiFID und AIFMD?
Während die MiFID den allgemeinen Markt für Finanzinstrumente regelt, ist die AIFMD speziell auf die Verwalter von alternativen Fonds zugeschnitten.
- Citation du texte
- Matthias Weisbrich (Auteur), 2012, Auswirkungen der AIFMD auf Hedgefonds, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209048