Im Allgemeinen gelten die Freimaurerlogen als geheimnistragende Institutionen. Die Idee der Aufklärung sollten durch ihre Mitglieder in die breite Öffentlichkeit getragen werden und Verbreitung finden. Ziel war es die Bevölkerung aus dem Verborgenen heraus zu bilden und aufzuklären. Dies soll an dem Beispiel der Wiener Freimaurerloge "Zur wahren Eintracht" verdeutlicht werden. Dass sich verschiedenste politische wie religiöse Hindernisse in den Weg stellten, macht die Betrachtung der Loge sehr vielschichtig.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Stadt Wien und ihre Logen
- Joseph II. und das Freimaureredikt vom 11. Dezember 1785
- Die Loge "Zur wahren Eintracht" - Auf dem Weg zur Akademie der Wissenschaften?
- Journal für Freimaurer
- Abschlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese wissenschaftliche Arbeit befasst sich mit der Logenarbeit der Freimaurerloge "Zur wahren Eintracht" in Wien im 18. Jahrhundert. Der Fokus liegt auf dem Bestreben dieser Loge, eine Art "Akademie der (freimaurerischen) Wissenschaften" zu etablieren, die Aufklärung und Selbstaufklärung des Menschen fördern sollte.
- Die Rolle der Freimaurerei in Wien während der Regierungszeit Josephs II.
- Die Bedeutung der Aufklärung für die Freimaurerloge "Zur wahren Eintracht".
- Die wissenschaftlichen Bestrebungen der Loge und ihr Plan, eine Akademie der Wissenschaften zu gründen.
- Das Verhältnis der Wiener Freimaurer zur absolutistischen Monarchie.
- Die Nutzung des "Journal für Freimaurer" als Primärquelle.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Der Text stellt die Blütezeit der Freimaurerei in Wien im 18. Jahrhundert dar, die mit den Reformen von Kaiser Joseph II. einsetzte. Er beleuchtet den Einfluss der Aufklärung auf die Freimaurer und die Bestrebungen der Loge "Zur wahren Eintracht" zur Gründung einer "Akademie der Wissenschaften".
Die Stadt Wien und ihre Logen
Dieses Kapitel soll die Geschichte der Freimaurer in Wien vor dem Hintergrund des 18. Jahrhunderts beleuchten, insbesondere in Bezug auf die Einführung der Freimaurerei durch Franz Stephan, den Ehemann Maria Theresias.
Joseph II. und das Freimaureredikt vom 11. Dezember 1785
Dieses Kapitel wird sich mit den Auswirkungen des Freimaureredicts von Joseph II. auf die Wiener Logen befassen und die politischen und religiösen Hintergründe dieser Maßnahme beleuchten.
Die Loge "Zur wahren Eintracht" - Auf dem Weg zur Akademie der Wissenschaften?
Dieses Kapitel fokussiert auf die Loge "Zur wahren Eintracht", ihre Arbeit und ihr Bestreben, eine wissenschaftliche Akademie zu errichten. Es wird sich mit den Ideen der Aufklärung, dem Selbstverständnis der Loge und dem Verhältnis zur Monarchie auseinandersetzen.
Journal für Freimaurer
Dieses Kapitel analysiert die Primärquelle "Journal für Freimaurer" und verwendet sie, um die Forschungsfragen der Arbeit zu beleuchten.
Schlüsselwörter
Freimaurerei, Aufklärung, Wien, Joseph II., Logenarbeit, Akademie der Wissenschaften, "Zur wahren Eintracht", "Journal für Freimaurer", Selbstaufklärung, absolutistische Monarchie, Primärquelle, Sekundärliteratur, Helmut Reinalter, Helmut Perl, Guy Wager, Karl Vocelka.
Häufig gestellte Fragen
Was kennzeichnete die Wiener Loge „Zur wahren Eintracht“?
Die Loge galt als Zentrum der Aufklärung in Wien und verfolgte das Ziel, eine Art „Akademie der Wissenschaften“ für freimaurerische Forschung zu etablieren.
Welchen Einfluss hatte Kaiser Joseph II. auf die Freimaurerei?
Mit dem Freimaureredikt vom 11. Dezember 1785 regulierte er die Logen, was einerseits Anerkennung bedeutete, andererseits aber die Autonomie einschränkte.
Was war das „Journal für Freimaurer“?
Es handelte sich um eine bedeutende Publikation der Loge, die als Primärquelle dient, um die wissenschaftlichen und philosophischen Bestrebungen der Wiener Maurer zu verstehen.
Wie standen die Wiener Freimaurer zum Absolutismus?
Die Beziehung war vielschichtig; trotz aufklärerischer Ideale suchten viele Logen den Konsens mit der monarchischen Ordnung unter Joseph II.
Wer brachte die Freimaurerei ursprünglich nach Wien?
Die Einführung der Freimaurerei in Wien ist eng mit Franz Stephan von Lothringen, dem Ehemann von Maria Theresia, verknüpft.
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- Christiane Simone Stadie (Author), 2012, Die königliche Kunst zu Wien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207993