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Sportmotorische Tests im Unterricht der Grundschule

Title: Sportmotorische Tests im Unterricht der Grundschule

Examination Thesis , 2003 , 71 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jana Leifer (Author)

Sport - Kinematics and Training Theory
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Im Laufe der letzten Jahre hat sich im Bereich der Sportmotorik ein Negativtrend entwickelt, der bei weitem nicht nur von wissenschaftlicher Seite erfasst werden konnte. Zum Teil wurde dieser Trend von den Medien zwar stark publiziert, und ist deshalb wohl auch oft verschärft dargestellt wurden, trotzdem kann keinesfalls von der Hand gewiesen werden, dass vor allem der Sportunterricht in nächster Zeit vor einem nicht von der Hand zuweisenden Problem steht. Die Rede ist von der allgemein schwindenden körperlichen Leistungsfähigkeit der Kinder. Nicht zuletzt durch die neuen Medien, wie beispielsweise Computerkonsolen, wächst eine ständig größer werdende Isolierung und Abgrenzung von Jugendlichen, die anstatt mit ihren Freunden 'spielen zu gehen', ihre neuen Freunde 'spielen lassen'.
Vor allem durch den daraus folgendem Mangel an Bewegung, terten heute bei Kindern vermehrt Fettleibigkeit, Haltungsstörungen und daraus folgende koordinative Schwierigkeiten auf. Der Sportunterricht beinhaltet nun Kompetenzen, die unter anderem diesen motorischen Schwächen entgegenwirken sollen. Doch bevor man gezielt auf entsprechende Mängel oder Störungen einwirken kann, muss vorab die Möglichkeit für eine Diagnose geschaffen werden. Dies erfolgt über alternative Testabläufe. Und genau an diesem Punkt setzt das Thema dieser Arbeit an.
Nachfolgend soll geklärt werden, in welchen Bereichen diese Tests angewandt werden, in welchen Formen dies möglich ist und welche Aussagekraft diese zur Leistungsdiagnose angewandte Methoden besitzen. Dazu ist auf eine umfassende Begriffsklärung der Hauptgegenstände nicht zu verzichten. Im praktischen Teil dieser Arbeit soll eines dieser Testsysteme genauer vorgestellt werden, welches auch im Rahmen dieser Arbeit seine Anwendung fand - der Körperkoordinationstest (KTK). Abschließend erfolgt eine Auswertung des Testverfahrens und eine persönliche Stellungnahme zum allgemeinen Thema der Testsysteme im Punkt 'Fazit'.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorüberlegungen

1. Begriffsklärung

1.1 Diagnostik

1.2 Test

1.3 Motorik

2. Zum Begriff ´sportmotorischer Test´

2.1 Definition

2.2 Aufgabe und Bedeutung für die Praxis

2.3 Aufgabenbereiche

2.4 Klassifizierungsaspekte

2.4.1 Gegenstandsbereich

Exkurs: Fähigkeiten und Fertigkeiten

3. Aussagekraft sportmotorischer Tests

3.1 Vorüberlegung

3.2 Hauptgütekriterien

3.3 Beziehungen zwischen den Hauptgütekriterien

3.4 Nebengütekriterien

3.5 Trennschärfe sportmotorischer Tests

3.6 Probleme bei sportmotorischen Testverfahren

4. Sportmotorische Tests im Unterricht

4.1 Vorüberlegungen

4.2 Allgemeine Grundsätze und Verteilung

4.3 Einsatzmöglichkeiten

4.4 Fazit

5. Testkatalog

6. Der Körperkoordinationstest (KTK)

6.1 Formale Aspekte

6.1.1 Zur Dimension der Koordination

6.1.2 Die Testgeschichte

6.1.3 Grundkonzept

6.1.4 Aufgabenstellung

6.1.5 Abhängigkeiten

6.1.6 Testgütekriterien

6.2 Testdurchführung

6.2.1 Vorüberlegungen

6.2.2 Testplanung

6.2.3 Testanordnung

6.2.4 Testanwendung

6.2.5 Testergebnisse

6.2.6 Auswertung der Testergebnisse

7. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle und Aussagekraft von sportmotorischen Tests im Grundschulunterricht, um Möglichkeiten zur Diagnose motorischer Fähigkeiten und zur Leistungsbewertung zu analysieren.

  • Theoretische Fundierung der Begriffe Diagnostik, Test und Motorik.
  • Kriterien für die Aussagekraft von Tests (Gütekriterien, Trennschärfe).
  • Anwendungsmöglichkeiten und pädagogische Funktionen von Tests im Sportunterricht.
  • Detaillierte Vorstellung des Körperkoordinationstests (KTK).
  • Praktische Erprobung, Auswertung und kritische Reflexion von Testergebnissen an einer Grundschule.

Auszug aus dem Buch

6.2.3 Testanordnung

Der KTK besteht aus 4 Bewegungsaufgaben und somit aus 4 Stationen, die optimal aufgebaut sein sollten, so dass die Schüler sich nicht gegenseitig behindern. Im Hinblick auf die bereits erwähnten hohen Materialkosten wurden Hilfsmittel aus der Sporthalle benutzt, um den Test ausüben zu können. Für das Item des ´Balancieren rückwärts´ wurde zum Ersten eine Bank verwendet, die 6 cm breit war. Für den 4,5 cm breiten Balken wurde eine Bank verwendet, die herum gedreht den Maßen entsprach, und für den 3 cm schmalen Balken wurde eine Art Leiste genommen, die den Ansprüchen und Maßen in vollen Zügen genügte. Als Ersatzgerät für das ´seitliche Hin- und Herspringen´ diente eine 2 Meter lange Latte. Zwei Teppichbodenreste wurde bei dem Item des ´seitlichen Umsetzens´ gebraucht, die ebenfalls der Maßen entsprachen, welche von KIPHARD/SCHILLING vorgegeben wurden. Zum einbeinigen Überhüpfen dienten zugeschnittene Schaumstoffplatten, die übereinander gelegt die vorgegebene Höhe entsprechen konnten. Eine Beachtung der Itemreihenfolge, im Hinblick auf die koodinativen Fähigkeiten, so wie NEUMAIER sie vorschlägt, habe ich nicht eingehalten (vgl. 1983, S.223f). Grund dafür waren zu langen Wartezeiten an der ersten Station und die dadurch eventuell aufkommende lange Weile. Die folgende Skizze soll den Aufbau und den Charakter der Gerätschaften der einzelnen Items verdeutlichen.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorüberlegungen: Einleitung in die Problematik der schwindenden körperlichen Leistungsfähigkeit bei Kindern und Begründung der Relevanz für den Sportunterricht.

1. Begriffsklärung: Wissenschaftliche Definition und Einordnung der Kernbegriffe Diagnostik, Test und Motorik in den sportpädagogischen Kontext.

2. Zum Begriff ´sportmotorischer Test´: Definitionen, Aufgabenbereiche und Klassifizierungsmöglichkeiten von sportmotorischen Testverfahren.

3. Aussagekraft sportmotorischer Tests: Untersuchung der Haupt- und Nebengütekriterien sowie der Trennschärfe und allgemeiner Probleme bei Testverfahren.

4. Sportmotorische Tests im Unterricht: Diskussion über den Einsatz, die Verteilung und die pädagogische Bedeutung von Tests im schulischen Sportunterricht.

5. Testkatalog: Systematischer Überblick über verschiedene Einzeltests und Testsysteme zur Erfassung motorischer Eigenschaften.

6. Der Körperkoordinationstest (KTK): Detaillierte Betrachtung des KTK hinsichtlich Entstehungsgeschichte, Konzept, Durchführung und Analyse der gewonnenen Ergebnisse.

7. Fazit: Zusammenfassende kritische Stellungnahme zur Anwendbarkeit von Testsystemen im Sportunterricht und Ausblick auf notwendige Weiterentwicklungen.

Schlüsselwörter

Sportmotorik, Testverfahren, Bewegungsdiagnostik, Körperkoordinationstest, KTK, Leistungskontrolle, Grundschule, Motometrie, Gütekriterien, Reliabilität, Validität, Objektivität, Motorik, Fähigkeiten, Fertigkeiten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung und Anwendung von sportmotorischen Tests im Sportunterricht an Grundschulen, insbesondere unter dem Aspekt der Leistungsdiagnostik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die theoretische Definition von Sporttests, die Analyse ihrer wissenschaftlichen Gütekriterien sowie deren praktische Anwendung zur Beurteilung der körperlichen Leistungsfähigkeit von Schülern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu klären, in welchen Bereichen und Formen sportmotorische Tests im Unterricht eingesetzt werden können und welche Aussagekraft sie für die Leistungsdiagnostik besitzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse sowie die praktische Durchführung und statistische Auswertung des Körperkoordinationstests (KTK) mit Schülern verschiedener Klassenstufen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsklärung, die Untersuchung der Aussagekraft von Tests, deren Anwendung im Unterricht sowie die detaillierte Vorstellung und Analyse des KTK-Testverfahrens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Sportmotorik, Bewegungsdiagnostik, Körperkoordinationstest (KTK), Gütekriterien, Leistungsdiagnostik und motorische Förderung.

Wie bewertet die Autorin die Notengebung durch Sporttests?

Die Autorin betrachtet die Notengebung kritisch und warnt vor einer Überbewertung, da standardisierte Tests oft keine individuellen Lernfortschritte oder die spezifischen Voraussetzungen der Kinder berücksichtigen.

Warum wurde speziell der KTK für die praktische Untersuchung ausgewählt?

Der KTK wurde gewählt, da er alle wissenschaftlichen Gütekriterien erfüllt, ökonomisch in der Durchführung ist und es ermöglicht, eine ganze Klasse innerhalb einer Sportstunde zu erfassen.

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Details

Title
Sportmotorische Tests im Unterricht der Grundschule
College
University of Erfurt  (Sport- und Bewegungswissenschaften)
Grade
1,0
Author
Jana Leifer (Author)
Publication Year
2003
Pages
71
Catalog Number
V20795
ISBN (eBook)
9783638245760
ISBN (Book)
9783638700771
Language
German
Tags
Sportmotorische Tests Unterricht Grundschule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jana Leifer (Author), 2003, Sportmotorische Tests im Unterricht der Grundschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20795
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