Erfolgreich am Markt zu operieren, heißt für Unternehmen, nicht nur Umsätze und Gewinne zu verzeichnen, sondern auch eine gelungene Umsetzung von Soft-Skills, Verfahren zur Optimierung von Prozessen zu entwickeln und Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der Konkurrenz auf dem Markt zu haben und auch in der Zukunft zu halten.
Um ein Unternehmen wettbewerbsfähig am Markt agieren lassen zu können und dessen Leistungsportfolio zu erweitern gilt es, die kritischen Erfolgsfaktoren Kosten, Qualität, Zeit und Innovation ständig zu verbessern, zu optimieren und voran zu treiben. Wobei alle Faktoren stark voneinander abhängen.
Ziel der Arbeit ist es, Ziele, Prinzipien, Methoden und die praktische Anwendung im betriebswirtschaftlichen Sinne, des Lean Managements und des Operations Research, näher zu bringen und aufzuführen, welchen Nutzen diese Methoden im Einzelnen zugeschrieben werden können. Dabei soll speziell auf die beiden Bereiche Logistik und Produktion eingegangen werden.
Es interessiert vor allem die Frage, ob beide Optimierungsmethoden logisch zusammen zu führen sind, bzw. ob Kombinationspotentiale dieser Methoden im Bereich Logistik und Produktion bestehen und sich aus diesem Zusammenschluss Synergieeffekte herauskristallisieren lassen. Auch auf den Kontext, welchen Beitrag dieser Zusammenschluss zum Unternehmenserfolg beitragen kann, wird eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
1.1 Hinführung zum Thema
1.2 Zielsetzung
1.3 Methodische Vorgehensweise der Arbeit
2. LEAN MANAGEMENT
2.1 Hinführung zum Begriff „Lean Management“
2.2 Prinzipien und Ziele des Lean Managements
2.3 Die 7 Formen der Verschwendung nach dem Lean-Konzept
2.3.1 Überproduktion
2.3.2 Wartezeit
2.3.3 Prozessüberfüllung
2.3.4 Transport
2.3.5 Nacharbeit
2.3.6 Zu hohe Bestände
2.3.7 Unnötige Bewegungen
2.4 Grenzen des Lean Managements
3. OPERATIONS RESEARCH
3.1 Hinführung zum Begriff Operations Research
3.2 Ziele des Operations Research
3.3 Methoden, Modelle und Problemstellungen des Operations Research
3.3.1 Lineare Optimierung
3.3.2 Ganzzahlige Optimierung
3.3.3 Kombinatorische Optimierung
3.3.4 Nichtlineare Optimierung
3.3.5 Lineare Optimierung mit spezieller Struktur
3.3.6 Netzplantechnik
3.3.7 Dynamische Optimierung
3.3.8 Warteschlangentheorie
3.3.9 Lagerhaltungsmodelle
3.3.10 Simulation
3.4 Grenzen des Operations Research
4. KOMBINATIONSPOTENTIALE UND SYNERGIEEFFEKTE DER VORGESTELLTEN METHODEN
4.1 Kombinationspotential 1
4.1.1 Synergieeffekte 1
4.1.2 Synergieeffekte 2
4.2 Kombinationspotential 2
4.2.1 Synergieeffekte 1
5. FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen sowie die praktische Anwendbarkeit von Lean Management und Operations Research im Bereich Produktion und Logistik. Ziel ist es zu analysieren, ob diese unterschiedlichen Methoden logisch miteinander kombiniert werden können, um durch Synergieeffekte die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zu steigern.
- Grundlagen und Prinzipien des Lean Managements
- Mathematische Methoden des Operations Research
- Identifikation von Kombinationspotentialen beider Ansätze
- Analyse von Synergieeffekten in Produktion und Logistik
- Bewertung des Beitrags zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung
Auszug aus dem Buch
3.3.6 Netzplantechnik
Diese Methode nimmt eine besondere Rolle ein und gehört heute zu den bekanntesten im Operations Research. Zum einen ist das Verfahren sehr einfach und leicht anwendbar, zum anderen gewährt es eine schnelle graphische Darstellung von großen und komplexen betrieblichen Prozessen, oder Projektabläufen mit einer Vielfalt von technologischen, kosten- und kapazitätsbedingten Abhängigkeiten. Die Grundlage für die Netzplantechnik entstammt der Graphentheorie, aus welcher das graphische Modell, der Netzplan oder das Balkendiagramm entnommen werden können. Alle Arbeitsgänge (Aktivitäten, Vorgänge, Tätigkeiten) und die dafür vorgesehenen Anfangs- und Endzeitpunkte (Ereignisse, Knoten), werden in logischer aufeinanderfolgender Reihenfolge übersichtlich und anschaulich dargestellt. Nach Aufstellung dieses Plans ist der „kritische Pfad“ oder „Weg“ zu ermitteln, welcher meist in zeitlicher Abhängigkeit zum Projekt oder der betrieblichen Abläufe steht (Abb. 3 und 4). Dieser Pfad bezeichnet die Reihenfolge der Aktivitäten, die keine zeitliche Verzögerung (Pufferzeiten) enthalten, um so eine Zeitverschiebung des Projektes oder der betrieblichen Abläufe nach hinten zu verhindern. Nicht-kritische Aktivitäten erlauben eine begrenzte Anzahl an Puffer und können somit in der ermittelten Pufferzeit verschoben werden, ohne den Endtermin zu gefährden. Zu den bekanntesten Netzplantechniken zählen heute; Die CPM (Critical Path Method), die PERT (Program Evaluation and Review Technique) und die MPM (Metra Potential Method).
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Einleitung stellt die Relevanz der Optimierung von Prozessen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit dar und erläutert das Ziel der Arbeit, Lean Management und Operations Research synergetisch zu betrachten.
2. LEAN MANAGEMENT: Dieses Kapitel definiert das Konzept des Lean Managements, beschreibt dessen Prinzipien sowie die sieben klassischen Verschwendungsarten und benennt die Grenzen dieser Methode.
3. OPERATIONS RESEARCH: Das Kapitel bietet eine Einführung in Operations Research, erläutert dessen Ziele und detailliert verschiedene mathematische Methoden wie lineare Optimierung, Netzplantechnik und Warteschlangentheorie inklusive deren Anwendungsgebiete.
4. KOMBINATIONSPOTENTIALE UND SYNERGIEEFFEKTE DER VORGESTELLTEN METHODEN: Das Kernstück der Arbeit untersucht, wie Lean Management und Operations Research in der Praxis, insbesondere in der Produktion und Logistik, kombiniert werden können, um durch Synergieeffekte Kosten und Durchlaufzeiten zu senken.
5. FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, betont das Potential der Methoden-Kombination und weist kritisch auf die hohen Anforderungen an Kapital und Know-how bei der Implementierung hin.
Schlüsselwörter
Lean Management, Operations Research, Prozessoptimierung, Wertschöpfungskette, Synergieeffekte, Produktionsplanung, Logistik, Netzplantechnik, Lineare Optimierung, Kostenminimierung, Durchlaufzeit, Verschwendung, Wettbewerbsfähigkeit, Kanban-System, JIT-Produktion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Verknüpfung zweier betriebswirtschaftlicher Optimierungsansätze: dem Lean Management und dem Operations Research. Sie untersucht, wie sich diese Ansätze gegenseitig ergänzen können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit konzentriert sich primär auf die Bereiche Produktion und Logistik, die Optimierung von Wertschöpfungsketten sowie die mathematische Modellierung von Geschäftsprozessen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob und inwiefern Kombinationspotentiale zwischen Lean Management und Operations Research existieren und welche Synergieeffekte daraus für den Unternehmenserfolg entstehen können.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung der beiden Konzepte sowie eine anwendungsorientierte Analyse, in der mathematische Modelle des Operations Research auf Lean-Konzepte angewandt werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Erläuterung der Lean-Prinzipien, eine Darstellung der mathematischen OR-Modelle (wie Netzplan oder lineare Programmierung) und eine abschließende Analyse der praktischen Kombinationsmöglichkeiten in der Produktion.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Kernbegriffe sind Lean Management, Operations Research, Synergieeffekte, Kostenminimierung und Prozessoptimierung.
Warum ist die Netzplantechnik für die Kombination der Methoden so wichtig?
Die Netzplantechnik ermöglicht eine exakte Erfassung und visuelle Darstellung von Arbeitsvorgängen, was hilft, Ressourcen effizienter zu nutzen und Verschwendung (wie Wartezeiten) im Sinne des Lean Managements gezielt zu vermeiden.
Warum sind kleine Unternehmen für die Anwendung dieser kombinierten Strategien oft ungeeignet?
Die Autorin weist darauf hin, dass die Implementierung beider Methoden hohe Investitionskosten verursacht, Jahre in Anspruch nimmt und ein hohes Maß an spezialisiertem Know-how erfordert, was in kleineren Betrieben meist nicht vorhanden ist.
- Arbeit zitieren
- Berit Geppert (Autor:in), 2012, Lean Management und Operations Research. Kombinationspotentiale und Synergieeffekte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207184