Macht hat im beruflichen Kontext und insbesondere in der Führung von Mitarbeitern eine besondere Bedeutung, da die Ausübung und der professionelle Umgang mit Macht dort zum alltäglichen Geschäft gehören. In der vorliegenden Arbeit wird die zentrale Frage untersucht, auf welche Weise das Verhalten von Führungskräften im organisationalen Handeln von Machtaspekten determiniert wird und welche Bedeutung infolge dessen der Macht als zentrales Steuerungselement in Bezug auf dieses Verhalten zugeschrieben werden kann. Ausgangspunkt der Analyse sind die theoretischen Erkenntnisse zur Machtthematik in Bezug auf das Führungsverhalten in sozialen Organisationen. Ergänzend dazu wird eine Differenzierung der formalen und informellen Macht vorgenommen sowie eine Vorstellung individuelle Machtressourcen realisiert. Insbesondere ist hierbei von Bedeutung, welche Machtstrategien sich daraus ergeben und welche Auswirkungen die Auffassung und Akzeptanz der diversen Machtfaktoren für das organisationale und somit zielgerichtete Handeln haben.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Macht in Organisationen - eine theoretische Annäherung
- Prinzip der Interdisziplinarität
- Zum Begriff der Macht
- Formale und informelle Macht
- Individuelle Machtressourcen
- Macht und Führungsverhalten - eine interpersonelle Analyse
- Faktische Macht und Führungsstrategien
- Überzeugungen, Einstellungen und Intentionen
- Macht der Sympathie
- Macht und Souveränität - eine mikropolitische Determinante
- Führungsrolle und Machtzyklus
- Führungsverantwortung und Führungserfolg
- Schlussbemerkungen und Bilanz
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Macht als zentrales Steuerungselement für das Führungsverhalten in sozialen Organisationen. Sie analysiert, wie das Verhalten von Führungskräften durch Machtaspekte beeinflusst wird und welche Folgen diese für die Führungsrolle und -verantwortung haben.
- Theoretische Grundlagen der Machtthematik in Bezug auf Führungsverhalten
- Interpersonelle Analyse von Macht und Führungsstrategien
- Mikropolitische Determinanten von Macht und Souveränität im Führungskontext
- Bedeutung von Machtaspekten für Führungsrolle und -verantwortung
- Einfluss von Macht auf das zielgerichtete Handeln von Führungskräften
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung verdeutlicht die Relevanz der Machtthematik im Führungskontext und beleuchtet die Bedeutung der hierarchisierten Strukturen in sozialen Organisationen. Sie führt in die zentrale Fragestellung der Arbeit ein.
- Macht in Organisationen – eine theoretische Annäherung: Dieses Kapitel befasst sich mit den theoretischen Grundlagen der Machtthematik. Es erläutert die Interdisziplinarität des Themas, beleuchtet den Begriff der Macht und differenziert zwischen formaler und informeller Macht. Außerdem werden individuelle Machtressourcen vorgestellt.
- Macht und Führungsverhalten – eine interpersonelle Analyse: Dieses Kapitel untersucht die Interaktion von Macht und Führungsverhalten. Es analysiert die Auswirkungen von Machtaspekten auf Führungsstrategien, beleuchtet die Rolle von Überzeugungen, Einstellungen und Intentionen sowie die Bedeutung der „Macht der Sympathie“ im Führungskontext.
- Macht und Souveränität – eine mikropolitische Determinante: In diesem Kapitel wird die mikropolitische Perspektive auf Macht und Souveränität im Führungskontext beleuchtet. Es werden die Auswirkungen von Macht auf die Führungsrolle und den Machtzyklus sowie die Bedeutung von Macht für Führungsverantwortung und -erfolg untersucht.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit zentralen Begriffen und Konzepten der Macht in Organisationen, insbesondere im Kontext von Führungsverhalten. Schlüsselwörter umfassen Macht, Führung, Führungsverhalten, soziale Organisationen, Steuerungselement, Führungsrolle, Führungsverantwortung, Machtstrategien, Machtressourcen, Interdisziplinarität, Mikropolitik, und Souveränität.
Häufig gestellte Fragen
Welche Rolle spielt Macht in sozialen Organisationen?
Macht ist ein zentrales Steuerungselement. Sie gehört zum Berufsalltag von Führungskräften, um organisationale Ziele durchzusetzen und das Verhalten von Mitarbeitern zielgerichtet zu beeinflussen.
Was ist der Unterschied zwischen formaler und informeller Macht?
Formale Macht basiert auf der hierarchischen Position und offiziellen Befugnissen. Informelle Macht entsteht durch persönliche Autorität, Expertenwissen, Sympathie oder soziale Netzwerke innerhalb der Organisation.
Welche individuellen Machtressourcen kann eine Führungskraft nutzen?
Dazu zählen unter anderem Fachwissen, Informationsvorsprung, Belohnungs- und Sanktionsgewalt sowie die Fähigkeit zur Identifikation (Referenzmacht).
Was versteht man unter Mikropolitik im Führungskontext?
Mikropolitik bezeichnet das oft informelle Handeln von Akteuren in Organisationen, um eigene Interessen durchzusetzen, Spielräume zu erweitern und Machtbeziehungen aktiv zu gestalten.
Wie hängen Macht und Souveränität zusammen?
Souveränität zeigt sich im professionellen Umgang mit Macht. Eine souveräne Führungskraft nutzt Machtressourcen reflektiert und verantwortungsbewusst, um den Führungserfolg langfristig zu sichern.
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- Monika Thiem (Author), 2012, Macht und Souveränität von Führungskräften, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/206641