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Das deutsche Kaiserreich als Militärstaat

Title: Das deutsche Kaiserreich als Militärstaat

Term Paper , 1997 , 19 Pages , Grade: gut

Autor:in: Lars Allenstein (Author)

History of Germany - 1848, Empire, Imperialism
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Das Heer des Deutschen Reiches unterstand einer föderalistischen Organisation und bestand aus Kontingenten der einzelnen deutschen Königstümer (Württemberg, Sachsen und Bayern), dem preußischen Heer und der daran angeschlossenen Kontingente der restlichen deutschen Staaten . Es war jedoch kein Kontingentsheer, denn der Oberbefehl, sowie im Frieden als auch im Kriegsfall, lag beim Kaiser. Nur die bayerischen Streitkräfte bildeten im Frieden eine Ausnahme und standen nur im Kriege unter der kaiserlichen Kommandogewalt. Da die Streitkräfte der nicht-königlichen, deutschen Staaten dem preußischen Heer einverleibt worden waren, kann man sagen, dass es sich hierbei um ein preußisches Heer, welches auf das gesamte Reich ausgedehnt worden war, handelte. Dies stellt schon einen ersten Hinweis des starken Einflusses Preußens im Reich dar.
Um bei diesem Heer für gemeinsame Ausbildung, Ausrüstung und Organisation zu sorgen bedurfte es eines militärpolitischem Unitarismus.

Das Militär nahm in der Reichsverfassung eine Sonderstellung ein, ,,Kommandogewalt" genannt. Diese Kommandogewalt lag beim Kaiser und deren Akte waren weder vom Parlament, noch vom Ministerium, noch vom Reichskanzler kontrollierbar oder beeinflußbar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Militär und Verfassung

1.1 Kommandogewalt

1.2 Führungspositionen

1.3 Militärverwaltungssachen

1.4 Die Zabern - Affäre

1.5 Der Schlieffen - Plan

2. Innere Ordnung des Militärs

2.1 Das Offizierskorps

2.2 Die Einjährigen

2.3 Das Unteroffizierskorps

3. Konsequenzen

3.1 Schule und Erziehung

3.2 Gesellschaft

4. Literaturhinweise

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Militärs als prägende Kraft im Deutschen Kaiserreich (1871–1918) und analysiert, wie militärische Strukturen, Werte und Denkweisen tief in die staatliche Verfassung, die Verwaltung und die bürgerliche Gesellschaft eingriffen.

  • Die Sonderstellung der Kommandogewalt und deren Auswirkungen auf die politische Führung.
  • Die hierarchische innere Ordnung des Militärs, insbesondere das Offiziers- und Unteroffizierskorps.
  • Die Vermittlung militärischer Werte durch das Schul- und Erziehungswesen.
  • Die gesellschaftliche Verankerung des Militarismus durch Kriegervereine und das Ideal des Reserveoffiziers.

Auszug aus dem Buch

2.2 Die „Einjährigen“

Nach der Beendigung der Befreiungskriege führte Preußen die allgemeine Wehrpflicht ein. Diese Wehrpflicht, welche dann auch ins Deutsche Reich übernommen wurde, betraf jeden Wehrtauglichen nach dessen Schulabschluß. Bis 1893 dauerte der Wehrdienst 3 Jahre, dann (siehe 1.3) wurde er auf 2 Jahre verkürzt (mit Ausnahme der Kavallerieeinheiten). Nach der Ableistung dieser 3 Jahre verließ man den aktiven Dienst und wurde der Reserve angegliedert, welche dann des öfteren für Manöver wieder kurzfristig reaktiviert wurde um deren militärische Leistungsfähigkeit zu sichern - sogenannte „Kaisermanöver“ nahmen gewaltige Ausmaße an und waren auch für die zivile Öffentlichkeit ein große Ereignisse, da der Kaiser persönlich als Beobachter fungierte.

Für diese Reserve benötigte man zusätzliche Führungskräfte: Die Reserveoffiziere. Sie traten an die Stelle der früheren Landwehroffiziere. Gymnasial- und Oberschulabsolventen mit der sogenannten Sekunda- oder Primareife hatten die Möglichkeit, statt dem üblichen Wehrdienst, als „Freiwillige“ für ein Jahr zu dienen. Dazu mußten sie sich selbst ausrüsten, unterbringen und verpflegen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Militär und Verfassung: Dieses Kapitel erläutert die verfassungsrechtliche Sonderstellung der militärischen Kommandogewalt beim Kaiser und zeigt den wachsenden Einfluss militärischer Instanzen auf die Politik sowie die Spannungen mit dem Reichstag auf.

2. Innere Ordnung des Militärs: Hier wird die soziale Struktur innerhalb des Heeres beleuchtet, wobei das Offizierskorps als adlige Domäne und das Unteroffizierskorps als Rückgrat der militärischen Disziplin analysiert werden.

3. Konsequenzen: Das Kapitel untersucht die Ausstrahlung des Militarismus auf den Alltag, insbesondere durch das Erziehungswesen sowie die gesellschaftliche Begeisterung, die sich in Kriegervereinen manifestierte.

4. Literaturhinweise: Eine Auflistung der verwendeten Quellen und weiterführender Literatur zur Geschichte des deutschen Kaiserreichs und des Militärstaates.

Schlüsselwörter

Deutsches Kaiserreich, Militarismus, Kommandogewalt, Offizierskorps, Schlieffen-Plan, Wehrpflicht, Zivilgesellschaft, Sozialgeschichte, Preußen, Zabern-Affäre, Wilhelm II., Einjährige, Kriegervereine, Unteroffiziere, Nationale Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Deutsche Kaiserreich zwischen 1871 und 1918 als Militärstaat und wie militärische Strukturen die politische und gesellschaftliche Ordnung dominierten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die verfassungsrechtliche Sonderstellung des Militärs, die interne Struktur der militärischen Laufbahnen sowie der Einfluss militärischer Werte auf Erziehung und Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den umfassenden Einfluss des Militärs auf die Reichsstruktur und die damit verbundene Mentalität der Bevölkerung bis zum Vorabend des Ersten Weltkriegs aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine strukturgeschichtliche und historische Analyse basierend auf zeitgenössischen Quellen, Verfassungstexten und Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Kommandogewalt, der administrativen und sozialen Struktur des Heeres sowie der Auswirkungen dieser Strukturen auf die Schule und die bürgerliche Gesellschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Militarismus, Kaiserreich, Kommandogewalt, Offiziersstand und die soziale Prägung durch den Militärdienst.

Welche Bedeutung hatte die Zabern-Affäre?

Die Zabern-Affäre von 1913 verdeutlichte den Konflikt zwischen militärischem Eigenmachtanspruch und ziviler Kontrolle, was zu einem Vertrauensverlust gegenüber der Regierung und des Militärs führte.

Warum waren die „Einjährigen“ wichtig für die Gesellschaft?

Die Einjährig-Freiwilligen fungierten als wichtiges Bindeglied zwischen Militär und dem gebildeten Bürgertum, da sie gesellschaftliche Anerkennung und einen Aufstieg in den Status als Reserveoffizier ermöglichten.

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Details

Title
Das deutsche Kaiserreich als Militärstaat
College
University of Education Weingarten  (FB Geschichte)
Course
Das Deutsche Kaiserreich 1871-1918
Grade
gut
Author
Lars Allenstein (Author)
Publication Year
1997
Pages
19
Catalog Number
V2065
ISBN (eBook)
9783638112680
ISBN (Book)
9783656521273
Language
German
Tags
Kaiserreich Militärstaat Deutsche Kaiserreich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lars Allenstein (Author), 1997, Das deutsche Kaiserreich als Militärstaat, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2065
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