In dieser Arbeit wird analysiert, wie in den Medien über den
Wandel der Vaterschaftsrolle nach Einführung des Elterngeldes und damit der
Möglichkeit, Vätermonate zu nehmen, diskutiert wurde.
Den Medien kommt eine wichtige Rolle zu, wenn es darum geht, durch
Beispiele aus dem Alltag eine gesellschaftliche Wirklichkeit abzubilden und
sowohl politische wie auch wissenschaftliche Erkenntnisse zu diskutieren.
Die leitenden Fragestellungen der Analyse lauten:
• Welche Eigenschaften sprechen die Medien den neuen Väter zu?
• In welchem Kontext wird das Bild der neuen Väter aufgegriffen und diskutiert?
Die Darstellung der Väter soll am Beispiel2 einer bundesweiten Tageszeitung
(DIE WELT) im Rahmen einer Diskursanalyse und einer quantitativen
Inhaltsanalyse erfolgen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Der moderne Vater
- Wandel des Rollenverständnisses
- Idealtypische Konzepte der Vaterschaft
- Umsetzung des neuen Vaterschaftskonzeptes in der Realität
- Zwischenfazit
- Untersuchungsdesign
- Quantitative Inhaltsanalyse
- Diskursanalyse
- Auswahl der Artikel und Untersuchungszeitraum
- Aufbereitung der Artikel für die Diskursanalyse
- Auswertung
- Profil der WELT
- Auswertung der formalen Kategorien
- Ergebnisse der Diskursanalyse
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit analysiert den medialen Diskurs über den Wandel der Vaterschaftsrolle im Kontext der Einführung des Elterngeldes in Deutschland. Ziel ist es, zu untersuchen, wie die Medien das Bild des „neuen Vaters“ im Zuge der Möglichkeit, Vätermonate zu nehmen, darstellen und diskutieren. Dabei soll die Rezeption dieser neuen Rolle in der Tageszeitung DIE WELT durch eine Diskursanalyse und eine quantitative Inhaltsanalyse beleuchtet werden.
- Wandel des Rollenverständnisses von Vätern
- Idealtypische Konzepte der Vaterschaft
- Rezeption des neuen Vaterschaftskonzeptes in den Medien
- Einfluss des Elterngeldes auf die Vaterschaftsrolle
- Darstellung der Väterrolle in der Tageszeitung DIE WELT
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt das Elterngeld als einen neuen, von der Politik initiierten Rahmen für die verstärkte Beteiligung von Vätern an der Erziehung und Betreuung ihrer Kinder vor. Sie beleuchtet die Debatte über die Vor- und Nachteile des Elterngeldes und die Frage, ob sich Männer tatsächlich für eine längere Auszeit von der Arbeit entscheiden werden, um sich um ihre Kinder zu kümmern.
- Der moderne Vater: Dieses Kapitel befasst sich mit dem Wandel des Rollenverständnisses von Vätern in den vergangenen Jahrzehnten. Es werden die Entwicklungen von der traditionellen Vaterrolle als „Ernährer“ hin zu einem modernen Vaterbild, das die aktive Beteiligung an der Erziehung und Betreuung der Kinder beinhaltet, aufgezeigt.
- Untersuchungsdesign: Das dritte Kapitel beschreibt die methodischen Grundlagen der Analyse. Es werden die Verfahren der Diskursanalyse und der quantitativen Inhaltsanalyse vorgestellt, sowie die Auswahl der zu untersuchenden Artikel und der Untersuchungszeitraum erläutert.
- Auswertung: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Inhaltsanalyse und der Diskursanalyse. Es beleuchtet die Häufigkeitsverteilung der Berichterstattung über das Thema des Vaterschaftswandels in der Zeitung DIE WELT sowie die Verteilung der Artikel auf verschiedene Ressorts und journalistische Darstellungsformen.
Schlüsselwörter
Vaterschaftsrolle, Elterngeld, Vätermonate, Diskursanalyse, quantitative Inhaltsanalyse, Medien, DIE WELT, Wandel, Rollenverständnis, neue Väter, traditionelle Väter, Erziehung, Betreuung, gesellschaftliche Entwicklungen.
Häufig gestellte Fragen
Wie hat das Elterngeld die Vaterschaftsrolle in Deutschland beeinflusst?
Die Einführung des Elterngeldes und der Vätermonate schuf einen neuen Rahmen, der eine verstärkte Beteiligung von Vätern an der Erziehung ermöglichte und einen medialen Diskurs über den Rollenwandel auslöste.
Was versteht man unter dem Konzept der „neuen Väter“?
„Neue Väter“ beschreibt einen Wandel weg von der traditionellen Rolle als reiner „Ernährer“ hin zu einem aktiven Engagement in der Kinderbetreuung und Erziehung.
Warum wurde die Zeitung DIE WELT für die Analyse gewählt?
DIE WELT dient als Beispiel für eine bundesweite Tageszeitung, um zu untersuchen, wie gesellschaftliche Wirklichkeit und politische Neuerungen medial abgebildet werden.
Welche Methoden wurden in der Arbeit angewandt?
Die Untersuchung kombiniert eine quantitative Inhaltsanalyse zur Erfassung formaler Kategorien mit einer qualitativen Diskursanalyse.
Wird der idealtypische Vater in der Realität umgesetzt?
Die Arbeit analysiert kritisch die Diskrepanz zwischen den idealtypischen Konzepten der Vaterschaft und deren tatsächlicher Umsetzung im Alltag.
- Quote paper
- Denise Fritsch (Author), 2011, Die neuen Väter - Diskurs über den Wandel der Vaterschaftsrolle nach Einführung des Elterngeldes in 'DER WELT', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/206587