Zunächst werde ich auf die politische und die daraus resultierende gesellschaftliche Situation
in Portugal eingehen. Wichtig ist dies, um Hintergrundinformationen für die folgenden Kapitel
zu geben. Aus diesem Grund wird besonders auf die Geschichte zwischen 1930 und 1974
eingegangen, da diese von entscheidender Bedeutung für das Verständnis des Verhältnisses
zwischen der gesellschaftlich-politischen Situation und der Situation der Frau in Portugal ist.
In Kapitel zwei werden einzelne Geschichten aus dem Buch Neue Portugiesische Briefe analysiert
und interpretiert.
Im weiteren Verlauf der Hausarbeit werden Verknüpfungen zwischen den einzelnen Geschichten
hergestellt und diese mithilfe von Gedichten und Romanen der drei Autorinnen untermauert.
Darauf aufbauend soll die These meiner Hausarbeit herausgearbeitet werden, die
besagt, dass Männer und Frauen in den einzelnen Geschichten sowohl Opfer als auch Täter
der Situation in Verbindung mit Politik und Gesellschaft sind.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die politische und gesellschaftliche Situation in Portugal im 20. Jahrhundert
- Geschichtliche Hintergründe ab dem Jahre 1930 bis zur Nelkenrevolution im Jahre 1974
- Analyse
- „Die Mutter“
- Die Bedeutung von Mariana und Maria – ein Wortspiel
- Vergangenes und Gegenwärtiges – Mariana / Maria im Zwiespalt
- Schutzlosigkeit und ihre Folgen
- „Psychiatrisches Gutachten über den Geisteszustand der Mariana A.“
- Die Bedeutung der écriture féminine
- Gedicht von Maria Teresa Horta
- Das Symbol des Hundes
- Die metaphorische Mariana A.
- „Der Vater“
- Das Bild des Vaters im politischen Kontext
- Der Vater: Opfer und Täter zugleich?
- Die Verknüpfung der einzelnen Geschichten
- A costa dos murmúrios
- Ema und die Verbindung zu den drei Autorinnen der Neue[n] Portugiesische[n] Briefe
- Einschätzung der Neue[n] Portugiesische[n] Briefe
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der Analyse dreier Geschichten aus den "Neue[n] Portugiesische[n] Briefen" von Maria Teresa Horta, Maria Isabel Barreno und Maria Velho da Costa. Das Ziel ist es, den historischen Hintergrund dieser Geschichten vor dem Hintergrund der politischen und gesellschaftlichen Situation in Portugal in den 1970er Jahren zu beleuchten. Dabei wird insbesondere auf die Rolle der Frau im Kontext der Diktatur und der Veränderungen nach der Nelkenrevolution eingegangen.
- Das Rollenverständnis der Frau in Portugal
- Die politische und gesellschaftliche Situation in Portugal im 20. Jahrhundert
- Die Darstellung von Opfer- und Täterschaft in den ausgewählten Geschichten
- Der Einfluss des politischen Kontextes auf die Lebenswelt der Frau
- Die Rolle der Literatur als Spiegelbild der gesellschaftlichen Veränderungen
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel beleuchtet die politische und gesellschaftliche Situation in Portugal im 20. Jahrhundert, mit besonderem Fokus auf die Zeit zwischen 1930 und 1974. Es werden die Diktatur Salazars, die Auswirkungen des Estado Novo und die gesellschaftliche Umbrüche im Kontext der Nelkenrevolution beleuchtet. Im zweiten Kapitel werden die Geschichten "Die Mutter", "Psychiatrisches Gutachten über den Geisteszustand der Mariana A." und "Der Vater" aus den "Neue[n] Portugiesische[n] Briefen" analysiert und interpretiert. Die Analyse fokussiert auf die Darstellung der Frau, ihre Rolle im politischen und gesellschaftlichen Kontext und das Zusammenspiel von Opfer- und Täterschaft. Das dritte Kapitel setzt sich mit der Verknüpfung der einzelnen Geschichten auseinander. Es wird untersucht, wie die Geschichten auf einander Bezug nehmen und wie die Autorinnen den politischen und gesellschaftlichen Kontext in ihren Werken reflektieren.
Schlüsselwörter
Die Arbeit konzentriert sich auf die "Neue[n] Portugiesische[n] Briefe", die Rolle der Frau in Portugal im 20. Jahrhundert, die politische und gesellschaftliche Situation während der Diktatur Salazars und der Nelkenrevolution, die Analyse von literarischen Figuren, die Darstellung von Opfer- und Täterschaft, sowie die Verknüpfung von Literatur und politischem Kontext.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die „Neuen Portugiesischen Briefe“?
Es ist ein bedeutendes literarisches Werk der „drei Marias“ (Horta, Barreno, Costa), das die Unterdrückung der Frau während der portugiesischen Diktatur thematisiert.
Wie war die Situation der Frau in Portugal zwischen 1930 und 1974?
Unter der Diktatur von Salazar (Estado Novo) waren Frauen rechtlich und gesellschaftlich stark benachteiligt und auf eine traditionelle Rolle im Haus reduziert.
Was besagt die These „Opfer und Täter zugleich“?
Die Hausarbeit argumentiert, dass sowohl Männer als auch Frauen in den Geschichten durch die politischen und gesellschaftlichen Zwänge gleichzeitig zu Opfern des Systems und zu Tätern gegenüber anderen werden.
Welche Rolle spielt die „Nelkenrevolution“ von 1974 in der Arbeit?
Die Nelkenrevolution markiert das Ende der Diktatur und den Beginn eines gesellschaftlichen Umbruchs, der auch das Rollenverständnis der Frau grundlegend veränderte.
Was bedeutet der Begriff „écriture féminine“ im Kontext des Buches?
Er beschreibt eine spezifisch weibliche Schreibweise, die körperliche Erfahrungen und die psychische Situation der Frau als Widerstand gegen patriarchale Strukturen nutzt.
Welche literarischen Symbole werden in der Analyse untersucht?
Die Arbeit analysiert Symbole wie den Hund, das Wortspiel zwischen Mariana und Maria sowie das Bild des Vaters im politischen Kontext.
- Arbeit zitieren
- Sarah de Carvalho Hartmann (Autor:in), 2012, Opfer und Täter zugleich – Analyse dreier Geschichten vor dem historisch-gesellschaftlichen Kontext im Portugal der 1970er-Jahre , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/206521