Analytisch gesehen, stellt die Kommunikation den Austausch von Informationen und Sinndeutungen dar und vereinnahmt somit die Rolle als Kitt der Gesellschaft. So erklärt Norbert Wiener, ein amerikanischer Mathematiker des 20. Jahrhunderts, die Kommunikation, ganz im Sinne eines naturwissenschaftlichen Typus´, vollkommen wertfrei und ohne jeglichen Einsatzes rhetorischer Künste, um seine Darstellung abzurunden. Dabei stellt Kommunikation doch eigentlich den Großteil unseres Lebens dar und prägt sowohl uns als Menschen, als auch unsere Umwelt, ganz gleich ob jene Kommunikation nun verbal oder non-verbal, also durch Mimik und Gestik, erfolgt. Somit ist Kommunikation für mich persönlich nicht nur der Kitt der Gesellschaft, der also die Elemente der Gesellschaft miteinander verklebt oder verdichtet, sondern Kommunikation stellt für mich überhaupt erst die Voraussetzung für eine erfolgreiche Existenz der Gesellschaft dar. Geht man dem Ursprung des Wortes Kommunikation auf den Grund, so findet sich im Lateinischen das Wort communicare, was übersetzt bedeutet: teilen, mitteilen, teilnehmen lassen oder gemeinsam machen, sodass sich feststellen lässt, dass Kommunikation neben dem Austausch von Informationen auch die Teilnahme an einem großen Ganzen meint, somit also die Teilnahme an der Gesellschaft.
Inhaltsverzeichnis
Allgemeine Einführung
Vorbemerkung
Das Unterrichtsgespräch
Das Unterrichtsgespräch im politischen Lernen
Sprache und Gespräch
Formen des Unterrichtsgespräches
Fazit
Die Pro-Contra-Debatte
Die praktische Umsetzung
Vorteil und Nachteil der Pro-Contra-Debatte
Das Fallbeispiel
Bezug zu zwei Didaktischen Prinzipien nach Wolfgang Sander
Die Adressatenorientierung
Das exemplarische Lernen
Schlussbetrachtung
Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Welche Rolle spielt Kommunikation in der Gesellschaft?
Kommunikation gilt als der "Kitt der Gesellschaft" und ist die grundlegende Voraussetzung für eine erfolgreiche Existenz und Teilnahme an der Gemeinschaft.
Was versteht man unter einem Unterrichtsgespräch im Fach Gemeinschaftskunde?
Es ist ein Verfahren zum politischen Lernen, bei dem Schüler durch den sprachlichen Austausch Informationen teilen und Sinndeutungen gemeinsam erarbeiten.
Wie funktioniert die Pro-Contra-Debatte im Unterricht?
Bei dieser Methode werden gegensätzliche Positionen zu einem Thema eingenommen und argumentativ vertreten, um Urteilsfähigkeit und rhetorische Kompetenzen zu schulen.
Was sind die didaktischen Prinzipien nach Wolfgang Sander?
Zwei wesentliche Prinzipien sind die Adressatenorientierung (Bezug auf die Lebenswelt der Schüler) und das exemplarische Lernen (Lernen an konkreten Beispielen).
Warum ist das Fallbeispiel eine wichtige Methode im Politikunterricht?
Fallbeispiele ermöglichen es, komplexe politische Strukturen anhand konkreter, greifbarer Ereignisse zu analysieren und zu verstehen.
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- Stefan Gnehrich (Author), 2009, Unterrichtsverfahren im Fach Gemeinschaftskunde: In Gesprächen lernen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/206240