Unternehmerisches Handeln orientiert sich immer an den Marktgegebenheiten. Auf ungesättigten Märkten (Verkäufermärkten) dominiert eine produktionsorientierte Denkweise: „Wie können wir die Produktion ausdehnen?“, „Lassen sich durch Produktionssteigerungen die Stückkosten bzw. die Grenzkosten senken?“.
Auf gesättigten Märkten (Käufermärkten) stellt sich eine verkaufsorientierte Denkweise ein: „Wie können wir Absatzwiderstände überwinden?“.
Der Begriff Marketing wurde zwischen 1905 und 1920 in US amerikanischen Universitäten geprägt. In Deutschland hielt Ludwig Erhardt im Jahr 1935 das erste Marketingseminar an der Nürnberger Handelshochschule als „Absatzwirtschaftlicher Kurs“, welcher die Grundlage für die spätere GFK-AG (größte deutsche Marktforschungsinstitut) war. Die Geburtstunde des Marketing in Deutschland kam mit Erfindung des Backpulvers 1893 durch die Fa. „Dr.Oetker.“ Die Massenwerbung vermittelte dem Privatkunden erstmals die Arbeitserleichterung durch das Produkt und schaffte damit einen Bedarf bis in die Gegenwart.
In der Betriebswirtschaft und im wissenschaftlichen Lehrbetrieb hat sich der Begriff Marketing auf breiter Front durchgesetzt: Marketing als Lehre von der optimalen Gestaltung des Absatzbereiches, Marketing als marktbezogene Betriebswirtschaftslehre und Marketing als selbständige Wissenschaft. Die engere Marketingversion ist das absatzorientierte Marketing.
Der Begriff „Marketing“ wurde definiert. Um jedoch eine Marketingplanung, sowie deren Chancen und Risiken zu erläutern müssen erst die marketingpolitischen Instrumentarien erklärt werden, was im Folgenden geschieht. Ferner müssen die Ziele in ihrer Hierarchie definiert, sowie mit den nötigen Maßnahmen abgeglichen werden. Außerdem sind die Restriktionen zu berücksichtigen.
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das marketingpolitische Instrumentarium
2.1 Die Produktpolitik
2.2 Die Preis- und Kontrahierungspolitik
2.3 Die Kommunikationspolitik
2.4 Die Distributionspolitik
3. Die Marketingplanung
4. Die Informationsinstrumentarien
4.1 Die Marktforschung
4.2 Die Marktanalyse
4.3 Die Zielgruppenanalyse
4.4 Die statistische Erhebung (Vergangenheitswerte)
4.5 Das Know-How des Unternehmens
4.6 Das Patent und die Forschung
5. Die Planungsinstrumentarien
5.1 Die Absatz-/Umsatzplanung
5.2 Die Werbeplanung
5.3 Die Produktionsplanung
6. Fazit
7. Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Verkäufer- und Käufermärkten?
Auf Verkäufermärkten (ungesättigt) herrscht eine produktionsorientierte Denkweise vor. Auf Käufermärkten (gesättigt) dominiert die verkaufsorientierte Denkweise, bei der Absatzwiderstände überwunden werden müssen.
Welche Rolle spielte Dr. Oetker für das Marketing in Deutschland?
Die Erfindung des Backpulvers 1893 und die darauf folgende Massenwerbung gelten als Geburtsstunde des modernen Marketings in Deutschland, da erstmals gezielt ein Bedarf beim Privatkunden geschaffen wurde.
Welche sind die vier Säulen des marketingpolitischen Instrumentariums?
Dazu gehören die Produktpolitik, die Preis- und Kontrahierungspolitik, die Kommunikationspolitik sowie die Distributionspolitik.
Warum ist Marktforschung für die Marketingplanung essenziell?
Marktforschung liefert die notwendigen Daten über Zielgruppen, Marktanalysen und statistische Erhebungen, um Marketingmaßnahmen effizient zu planen und Risiken zu minimieren.
Was umfasst die operative Marketingplanung?
Sie beinhaltet konkrete Instrumentarien wie die Absatz- und Umsatzplanung, die Werbeplanung sowie die Abstimmung mit der Produktionsplanung.
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- Jan Paul Schmitz (Autor), 2010, Instrumente der Marketingplanung – Anwendungspotentiale und Grenzen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205994