Der Future-Handel mit Rohstoffen, also das Aushandeln von Preisen für zukünftige
Lieferungen von Rohstoffen, unter anderem von Agrarprodukten, wird seit Mitte des 18.
Jahrhunderts praktiziert. An den großen Warenterminbörsen gab es jedoch aufgrund mehrerer
Faktoren seit Beginn des 21. Jahrtausends enorme Veränderungen.
In dieser Arbeit soll geklärt werden, ob und inwiefern der Future-Handel mit Rohstoffen
einen Einfluss auf die Weltmarktpreise hat und was sich daraus für Schlüsse ziehen lassen.
Zudem soll der Frage nachgegangen werden, was für Auswirkungen der enorme Anstieg des
Weltmarktpreises von Getreide auf Menschen weltweit und insbesondere in
Niedrigeinkommensländern hat, in denen ein Großteil des Einkommens für Lebensmittel
ausgegeben wird. Dies wird am Beispiel von Kenia untersucht.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Hintergrund - der Future-Handel
- Gegenwart
- Folgen des Handels mit Rohstoff-Futures
- Preissteigerung von Rohstoffen – Fokus Agrarprodukte
- Auswirkungen der Preissteigerung von Agrarprodukten auf Niedrigeinkommensländer
- Beispiel Kenia
- Lösungsansätze
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen des Future-Handels mit Rohstoffen, insbesondere mit Agrarprodukten, auf den Weltmarktpreis und die Auswirkungen auf Niedrigeinkommensländer. Ziel ist es, den Einfluss des Future-Handels auf die Preissteigerung von Rohstoffen zu beleuchten und die daraus resultierenden Herausforderungen für Menschen in Niedrigeinkommensländern zu analysieren. Dabei wird der Fokus auf den Anstieg des Weltmarktpreises von Getreide und dessen Auswirkungen auf die Lebensmittelversorgung in Niedrigeinkommensländern gelegt, insbesondere am Beispiel von Kenia.
- Der Einfluss des Future-Handels mit Rohstoffen auf den Weltmarktpreis von Agrarprodukten
- Die Auswirkungen der Preissteigerung von Agrarprodukten auf Niedrigeinkommensländer
- Die Rolle von Spekulanten auf dem Future-Markt und deren Einfluss auf die Lebensmittelversorgung
- Die Herausforderungen der Lebensmittelversorgung in Niedrigeinkommensländern im Kontext der Preissteigerungen
- Lösungsansätze zur Bewältigung der Folgen des Future-Handels und der Preissteigerungen
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung der Arbeit vor und erläutert den Hintergrund des Future-Handels mit Rohstoffen, insbesondere mit Agrarprodukten, sowie die Relevanz der Thematik für Niedrigeinkommensländer.
- Hintergrund - der Future-Handel: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise des Future-Handels und seine historische Entwicklung. Der Fokus liegt auf dem Wandel des Future-Handels von einem Instrument zur Absicherung gegen Preisschwankungen zu einem Spekulationsobjekt.
- Folgen des Handels mit Rohstoff-Futures: Dieses Kapitel befasst sich mit den Auswirkungen des Future-Handels auf die Weltmarktpreise von Rohstoffen, insbesondere von Agrarprodukten, und beleuchtet die Folgen für Niedrigeinkommensländer. Ein Beispiel aus Kenia illustriert die konkreten Auswirkungen der Preissteigerung von Getreide.
Schlüsselwörter
Future-Handel, Rohstoffe, Agrarprodukte, Preissteigerung, Niedrigeinkommensländer, Lebensmittelversorgung, Spekulation, Hunger, Kenia, Weltmarktpreis, Warenterminbörse, Positionslimits.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Future-Handel mit Rohstoffen?
Es handelt sich um den Handel mit Verträgen über die Lieferung von Rohstoffen zu einem festgesetzten Preis in der Zukunft.
Wie beeinflusst der Future-Handel die Weltmarktpreise für Getreide?
Der Future-Handel kann durch Spekulationen zu enormen Preisschwankungen und einem Anstieg der Weltmarktpreise führen, was die reale Verfügbarkeit von Lebensmitteln verteuert.
Welche Auswirkungen haben Preissteigerungen auf Länder wie Kenia?
In Niedrigeinkommensländern wie Kenia geben Menschen einen Großteil ihres Einkommens für Lebensmittel aus. Preissteigerungen führen dort direkt zu Hunger und Versorgungsengpässen.
Warum hat sich der Future-Handel im 21. Jahrhundert verändert?
Er hat sich von einem reinen Absicherungsinstrument für Produzenten zu einem hochspekulativen Finanzprodukt für Investoren entwickelt.
Was sind Positionslimits im Rohstoffhandel?
Positionslimits sind regulatorische Obergrenzen für die Anzahl an Kontrakten, die ein einzelner Akteur halten darf, um Marktmanipulationen und extreme Volatilität zu begrenzen.
- Quote paper
- BA Benjamin Peter (Author), 2012, Auswirkungen des Future-Handels mit Rohstoffen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205957