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Kooperation im sonderpädagogischen Handlungsfeld

Título: Kooperation im sonderpädagogischen Handlungsfeld

Trabajo de Seminario , 2002 , 23 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Verena Klein (Autor), Birgit Rettler (Autor)

Pedagogía - Pedagogía curativa y especial
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In den vergangenen Jahren hat sich das Berufsbild der Sonderpädagogen gewandelt. Die Kultusministerkonferenz 1994 spricht sich für „ein differenziertes System sonderpädagogischer Dienste im Bereich des Schulwesen“ aus (Penné in: Zeitschrift für Heilpädagogik 46, S.275, Z. 25 ff). Kooperation wird in diesem Zusammenhang immer wichtiger, aber es ist auch eine ernstzunehmende Problemquelle, die sowohl durch personelle Defizite (geringe Kooperationsfähigkeit) als auch durch strukturelle Mängel der Institution Schule begründet wird. Erforderlich wird Kooperation, „wenn eine Aufgabe für den Einzelnen zu schwer oder zu komplex ist“, wie es z.B. in Integrationsklassen der Fall ist (Penné in: Zeitschrift für Heilpädagogik 46, S. 276, Z. 139 ff). Die Anzahl der Integrationsklassen steigt an, weil die sonderpädagogische Förderung von behinderten Kindern ist in einigen Bundesländern „nach gesetzlichem Auftrag“ den Regelschulen zugewiesen wurde (Penné in: Zeitschrift für Heilpädagogik 46, S. 277, Z. 78). Diese Tatsache beeinflusst die Kooperation in der Weise, dass es jetzt nicht mehr möglich ist, auf Sympathie oder Freiwilligkeit der Kooperationspartner Rücksicht zu nehmen. Dennoch sollte das Ziel Kooperation angestrebt werden, denn nur so kann in Integrationsklassen die pädagogische Aufgabe erfüllt werden. (vgl. Penné in: Zeitschrift für Heilpädagogik 46, S. 275 - 281)

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1.) Allgemeines zum Thema Kooperation

1.1) Einleitung

1.2) Definition des Begriffs „Kooperation“ von Hans Meister und Alfred Sanders

1.3) Erleichternde und erschwerende Bedingungen von Kooperation

1.4) Problembereiche nach Wocken

1.5) Was sind eigentlich Konflikte?

2.) Das Kennen lernen als wichtige Voraussetzung für eine gelungene Kooperation

2.1) Wie kann am günstigsten mit der Kooperation begonnen werden?

2.2) Die Planung von konkreten Schritten

2.3) Aktives Zuhören

3.) Kooperationsbereitschaft

3.1) Kooperationshemmendes- und förderndes Verhalten

4.) Kooperation mit anderen Berufsgruppen

4.1) Kooperation mit Hilfskräften

4.2) Kooperation mit Eltern

4.3) Kooperation mit Therapeutinnen und Therapeuten

4.4) Kooperation mit Erzieherinnen im Kindergarten und im Hort

5.)Sonderschullehrer in Integrationsklassen

5.1) Warum steigen Pädagogen aus der Integration aus?

6.) Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung, Voraussetzungen und Herausforderungen der Kooperation im sonderpädagogischen Handlungsfeld. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse, wie unterschiedliche Berufsgruppen in Integrationsklassen effektiv zusammenarbeiten können, um pädagogische Anforderungen erfolgreich zu bewältigen und Konflikte konstruktiv zu lösen.

  • Grundlagen und Definitionen erfolgreicher Kooperation
  • Bedeutung des gegenseitigen Kennenlernens und der Beziehungsgestaltung
  • Analyse kooperationshemmender und -fördernder Faktoren
  • Herausforderungen in der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Berufsgruppen
  • Ursachen für den Ausstieg von Pädagogen aus Integrationsprojekten

Auszug aus dem Buch

1.4 Problembereiche nach Wocken

Die mangelnde Kooperationsbereitschaft und Kooperationsfähigkeit sind Folgen des bestehenden Schulsystems, das den Lehrer in der Isolation Klassenzimmer sieht. Auch Kooperationsteams finden sich in diesem Schulsystem wieder, dennoch bestehen große Unterschiede z.B. wird bei einer Kooperation die Verantwortung für den Unterricht von mehreren Kooperationspartnern getragen. Daraus entstehen aber auch Probleme, die Wocken in folgende Bereiche gliedert: Persönlichkeitsprobleme, Sachprobleme, Beziehungsprobleme und Organisationsprobleme. Diese Problembereiche sind voneinander abhängig, wie die folgende Abbildung zeigt.

1. Persönlichkeitsproblem Die Bewältigung von Offenheit hat an den Lehrer hohe Erwartungen: „ständig selbst neu zu lernen, seine Einstellungen und Haltungen zu revidieren, lieb und stabilisierend gewordene Rollen abzulegen und neue zu übernehmen, und selbst die bisher Sicherheit, vor allem aber auch Anerkennung vermittelnde Praxis zugunsten einer neuen aufgeben“ (Wocken, S.209, Z. 21 ff; zit.n. Feuser 1987). Feuser zufolge müsste der Lehrer seine Persönlichkeit grundlegend verändern.

Ein Lehrer, der in einem Kooperationsteam arbeitet, muss die Isolation im Klassenzimmer aufgeben, die für ihn immer auch ein Schutz war. Die Selbstbewertung des Lehrers wird nun durch die Bewertung des Kooperationspartners beeinflusst. Die Angst zu versagen, die Angst kein guter Lehrer zu sein wird zum Problem. Aber auch auf der persönlichen Ebene hat der Lehrer das Gefühl, sich gegenüber seinem Kooperationspartner beweisen zu müssen z.B. in Situationen, die persönliche Stellungnahmen erfordern.

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Allgemeines zum Thema Kooperation: Einleitung in den Wandel des sonderpädagogischen Berufsbildes sowie theoretische Definitionen und grundlegende Rahmenbedingungen der Kooperation.

2.) Das Kennen lernen als wichtige Voraussetzung für eine gelungene Kooperation: Erläuterung der Bedeutung frühzeitiger Abstimmungsprozesse und Methoden zur Beziehungsanbahnung zwischen Kooperationspartnern.

3.) Kooperationsbereitschaft: Untersuchung der notwendigen Einstellungen und Verhaltensweisen, die eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen beteiligten Akteuren begünstigen.

4.) Kooperation mit anderen Berufsgruppen: Analyse spezifischer Anforderungen bei der Zusammenarbeit mit Hilfskräften, Eltern, Therapeuten und Erziehern.

5.)Sonderschullehrer in Integrationsklassen: Reflexion über die Rolle von Sonderschullehrern, ihre Herausforderungen in Integrationssettings und Gründe für das Ausscheiden aus solchen Projekten.

6.) Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Notwendigkeit von Kooperation im modernen Lehrerberuf und Plädoyer für eine stärkere Verankerung in der Lehrerausbildung.

Schlüsselwörter

Kooperation, Sonderpädagogik, Integrationsklasse, Lehrerberuf, Teamarbeit, Konfliktlösung, Schulentwicklung, Interdisziplinarität, Professionalisierung, Kooperationsbereitschaft, Kommunikation, Beziehungsgestaltung, Pädagogen, Inklusion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Notwendigkeit und den Herausforderungen kooperativer Prozesse im sonderpädagogischen Arbeitsalltag, insbesondere innerhalb von Integrationsklassen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Voraussetzungen für erfolgreiche Kooperation, die Rolle verschiedener Berufsgruppen (Lehrer, Erzieher, Therapeuten), der Umgang mit Konflikten sowie die systembedingten Probleme, die eine Zusammenarbeit erschweren können.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, das Bewusstsein für die Relevanz der Kooperation im heutigen Lehrerberuf zu schärfen und aufzuzeigen, wie durch eine bessere Vorbereitung und professionelle Zusammenarbeit die pädagogische Qualität in Integrationsklassen gesteigert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender pädagogischer Fachdiskurse, insbesondere unter Einbeziehung von Modellen wie denen von Wocken und Schöler zur Kooperationsforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Kooperationsbereiche, methodische Ansätze wie das „aktive Zuhören“, die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Berufsgruppen sowie die kritische Reflexion der Rolle des Sonderschullehrers in Integrationssettings.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kooperationsbereitschaft, Integrationspädagogik, Teamarbeit, Konfliktmanagement und Professionalisierung charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Rolle des Sonderschullehrers von der des Grundschullehrers?

Der Sonderschullehrer steht oft in einem „Spezialist-Generalist-Dilemma“, da an ihn gegensätzliche Erwartungen bezüglich individueller Förderung und allgemeiner Unterrichtsgestaltung gestellt werden, was zu Unzufriedenheit und psychischer Belastung führen kann.

Warum steigen laut der Untersuchung Pädagogen aus Integrationsprojekten aus?

Gründe sind vielfältig und reichen von individuellen Faktoren (Alter, Gesundheit) bis hin zu situationsbedingten Problemen wie mangelnder Unterstützung im Kollegium, unklaren Rollenverteilungen oder Konflikten in der Zusammenarbeit mit Eltern und anderen Partnern.

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Detalles

Título
Kooperation im sonderpädagogischen Handlungsfeld
Universidad
University of Koblenz-Landau  (Inst. für Sonderpädagogik)
Curso
Kooperation in sonderpädagogischen Handlungsfeldern
Calificación
1,3
Autores
Verena Klein (Autor), Birgit Rettler (Autor)
Año de publicación
2002
Páginas
23
No. de catálogo
V20575
ISBN (Ebook)
9783638244206
ISBN (Libro)
9783638646802
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kooperation Handlungsfeld Kooperation Handlungsfeldern
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Verena Klein (Autor), Birgit Rettler (Autor), 2002, Kooperation im sonderpädagogischen Handlungsfeld, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20575
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