Wenn die Nachhaltigkeit in den Lehrplänen nicht nur eine gehaltlose Klausel sein soll, werden alternative/ neue pädagogische Hilfs- und Arbeitsmittel wie zum Beispiel Schulzoos und Schulhunde immer wichtiger. Auch die Korrektur von unsozialem oder problemhaften Verhalten bei Kindern und Jugendlichen, welches durch eine frühe Fehlentwicklung ausgelöst sein kann, verlagert sich zunehmend in die Institutionen des Staates, seien es Kindergärten oder Schulen.
Die Klärung der Begrifflichkeiten am Anfang dieser Arbeit ist essentiell, um eventuellen Missverständnissen vorzubeugen. Wie bereits erwähnt haben Schul- und Klassenhunde verschiedene Bedeutungszuweisungen im Laufe der Zeit erfahren. Die weiteren Informationen in dieser Arbeit umfassen nicht nur die Rahmenbedingungen für den Einsatz der Tiere, sondern auch einige direkte pädagogische Anwendungsmöglichkeiten und die dazugehörigen möglichen Auswirkungen auf die Kinder und Jugendlichen. Lehrkräfte können anhand dessen ihr Repertoire an schülerorientierter bzw. problemorientierter Pädagogik erweitern und gegebenenfalls durch eine neue pädagogische Anwendung ergänzen. Die Entscheidung für welchen tierischen Einsatz kann anhand einer Auflistung der Rahmenbedingungen getroffen werden. Diese geben Lehrkräften einen Hinweis auf das benötigte schulische Umfeld und damit eine Entscheidungshilfe für die geeignete Art der tiergestützten Pädagogik.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Vorwort
1.2 Ziel dieser Arbeit
2 Tiergestützte Interaktion
2.1 Klärung der Begriffe
2.1.1 Begriffe: Klassenhund und Schulzoo
2.1.2 Begriffe: tiergestützte Therapie, tiergestützte Aktivität, tiergestützte Pädagogik
2.2 Mensch-Tier-Beziehung als Grundlage für tiergestützte Pädagogik
2.2.1 DieBiophilie-Hypothese
2.2.2 Die Theorie der Bindungen
2.2.3 Du-Evidenz
2.3 Kommunikationsarten
2.3.1 Digital-verbale Kommunikation
2.3.2 Analog-nonverbale Kommunikation
3 Der Klassenhund
3.1 Bedingungen für den Einsatz eines Hundes
3.1.1 Institutionelle Bedingungen und Ansprüche an den Hund
3.1.2 Bedingungen im Rahmen der Schülerarbeit
3.2 Pädagogische Anwendungen des Klassenhundes
3.2.1 Wirkungendes Tieres
3.2.2 Einsatzmöglichkeiten des Hundes
4 Der Schulzoo
4.1 Rahmenbedingungen für den Schulzoo
4.1.1 Institutionelle B edingungen
4.1.2 Auswahl geeigneter Tiere
4.1.3 Bedingungen im Rahmen der Schülerarbeit
4.2 Pädagogische Anwendungen des Schulzoos
4.2.1 Wirkungen eines Schulzoos auf Kinder und Jugendliche
4.2.2 Einsatzmöglichkeiten der Tiere in einem Schulzoo
5 Schlussbemerkung
6 Abbildungsverzeichnis
7 Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einem Klassenhund und einem Schulzoo?
Die Arbeit klärt diese Begriffe als unterschiedliche Formen der tiergestützten Interaktion im schulischen Umfeld mit jeweils eigenen Rahmenbedingungen.
Welche theoretischen Grundlagen stützen die tiergestützte Pädagogik?
Grundlagen sind unter anderem die Biophilie-Hypothese, die Bindungstheorie und das Konzept der Du-Evidenz in der Mensch-Tier-Beziehung.
Welche Bedingungen müssen für den Einsatz eines Klassenhundes erfüllt sein?
Es müssen sowohl institutionelle Bedingungen als auch spezifische Ansprüche an den Hund und die Organisation der Schülerarbeit erfüllt sein.
Welche Wirkungen hat ein Schulzoo auf Kinder und Jugendliche?
Ein Schulzoo kann positive Auswirkungen auf das Sozialverhalten haben und zur Korrektur von Fehlentwicklungen beitragen.
Wie hilft diese Arbeit Lehrkräften bei der Entscheidung?
Durch eine Auflistung von Rahmenbedingungen und pädagogischen Anwendungsmöglichkeiten bietet die Arbeit eine Entscheidungshilfe für die geeignete Art der tiergestützten Pädagogik.
Was ist der Unterschied zwischen tiergestützter Therapie und Pädagogik?
Die Arbeit bietet eine explizite Begriffsklärung zwischen Therapie, Aktivität und Pädagogik im Kontext der tiergestützten Interaktion.
- Arbeit zitieren
- Anja Knuth (Autor:in), 2012, Tiergestützte Schulpädagogik: Entscheidung für Klassenhund oder Schulzoo?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205746