Hausarbeit aus dem Jahre 2010, die sich mit der Selbstreflexion des Demos in der klassischen attischen Tragödie beschäftigt. Anhand von Aischylos' "Die Perser" und Sophokles "Antigone" wird jene Selbstreflexion untersucht und verglichen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Hauptteil
2.1 Aischylos Die Perser
2.1.1 Historischer Überblick: Athen und die Perserzüge
2.1.2 Die Bedeutung von Die Perser für den Demos: Erklärungsansätze für den Sieg und ein Versuch der gesellschaftliche Selbstfindung
2.2 Sophokles Antigone
2.2.1 Historischer Überblick: Athen in der Mitte des 5. Jahrhunderts vor Christus
2.2.2 Die Bedeutung von Antigone für den Demos: Die Frage nach dem rechten Handeln und der Moral im politischen und gesellschaftlichen Leben
3 Schlussbetrachtung
4 Literaturangaben
Was bedeutet die Selbstreflexion des Demos in der attischen Tragödie?
Es beschreibt den Prozess, in dem das athenische Volk (Demos) durch die Theaterstücke über seine eigene Identität, politische Macht und moralisches Handeln nachdenkt.
Welche Rolle spielt Aischylos' "Die Perser" für das athenische Selbstverständnis?
Das Stück verarbeitet den Sieg über die Perser und dient der gesellschaftlichen Selbstfindung, indem es die Überlegenheit der athenischen Ordnung gegenüber der persischen Despotie reflektiert.
Welche moralischen Fragen wirft Sophokles' "Antigone" auf?
"Antigone" thematisiert den Konflikt zwischen staatlichem Gesetz (Kreon) und göttlichem bzw. familiärem Recht (Antigone) sowie die Frage nach rechtem Handeln im politischen Raum.
In welchem historischen Kontext entstanden diese Tragödien?
Sie entstanden im 5. Jahrhundert v. Chr., einer Blütezeit der athenischen Demokratie nach den Perserkriegen.
Warum wurden Tragödien öffentlich aufgeführt?
Tragödien waren Teil religiöser Feste und dienten der politischen Bildung sowie der kollektiven Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Krisen.