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Michel Foucaults genealogische Methode am Beispiel des modernen abendländischen Sexualitätsdispositivs

Title: Michel Foucaults genealogische Methode am Beispiel des modernen abendländischen Sexualitätsdispositivs

Term Paper (Advanced seminar) , 2001 , 23 Pages , Grade: 1

Autor:in: Christiane Pichl (Author)

Sociology - General and Theoretical Directions
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Der Entschluss, eine Arbeit über Foucaults genealogische Methode zu schreiben, entwickelte sich aus der deprimierenden Erfahrung, die ich bei meiner erstmaligen Beschäftigung mit seinem Buch „Der Wille zum Wissen“ machen musste. Seine Begriffswahl und theoretische Perspektive, aber auch seine Ironie waren mir kaum verständlich, so dass ich mir unentwegt die Frage stellte, worauf Foucault denn nun hinaus wolle. So sah ich mich bald mit der Entscheidung konfrontiert, diese Befremdung entweder auf meine Unzulänglichkeit oder auf Foucaults theoretische Unklarheit zu attribuieren.

Letztendlich entschied ich mich für keine dieser nicht allzu verlockenden Alternativen und wandte mich der genealogischen Methode zu, um Foucaults wissenschaftliche Verortung nachvollziehen und seine theoretischen Überlegungen innerhalb eines übergeordneten Theorierahmens lokalisieren und verstehen zu können.

So beschäftigt sich der erste Teil meiner Arbeit mit der Frage, wodurch sich die genealogische Methode auszeichnet, worin sie sich gegebenenfalls von anderen Instrumenten historischer Betrachtung unterscheidet und welche analytischen Konsequenzen sich daraus ergeben.

Mit Hilfe des so gewonnen Verständnisses werde ich im zweiten Teil dieser Hausarbeit die grundlegenden Thesen des erwähnten Werkes „Der Wille zum Wissen“ hinsichtlich der Evidenz des modernen abendländischen Sexualitätsdispositivs nachzeichnen und innerhalb des Bezugsrahmens einer kritischen Analyse moderner Macht verorten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung
  • Die genealogische Methode
    • Kritik an klassischen historischen Erklärungsmodellen
      • Kritik am kartesianischen Subjektbegriff
      • Kritik am Strukturbegriff:
      • Abgrenzung zu teleologischen Methoden.
      • Die Genealogie: Eine Historie der Ereignisse?
      • Ablehnung einer auf den Vorrang des Sinns gestützten Hermeneutik
        • Produktion von Wissen
        • Produktion von Wahrheit.
    • Der Diskursbegriff in der genealogischen Methode.
    • Resümee: Zu einer Kritik gesellschaftlicher Verhältnisse......
  • Die genealogische Methode und die Analyse moderner Macht.......
    • Historische und analytische Entgegnungen zur Repressionshypothese
    • Das Prinzip der 'Selbstverschleierung'..\n
  • Gesellschaftliche und diskursive Transformationen..........\n
    • Diskursive Strategien zur Produktion der Sexualität......
      • Das 17. Jahrhundert.......
      • Das 18./19. Jahrhundert.………………………………………………………….\n
        • Operationen zur Produktion der Sexualität.
    • Resümee
  • Literatur..\n

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Die vorliegende Hausarbeit analysiert Michel Foucaults genealogische Methode anhand des modernen abendländischen Sexualitätsdispositivs. Sie beleuchtet die kritischen Aspekte der Methode im Vergleich zu klassischen historischen Erklärungsmodellen, insbesondere im Hinblick auf den kartesianischen Subjektbegriff und den Strukturbegriff. Die Arbeit untersucht die zentralen Elemente des Diskursbegriffs und die Anwendung der genealogischen Methode im Kontext der Analyse moderner Machtverhältnisse.

  • Kritik an klassischen historischen Erklärungsmodellen
  • Dezentralisierung des Subjekts
  • Der Diskursbegriff
  • Analyse moderner Machtverhältnisse
  • Das moderne abendländische Sexualitätsdispositiv

Zusammenfassung der Kapitel

Die Einleitung stellt die Ausgangssituation der Arbeit vor und erläutert die Motivation, Foucaults genealogische Methode genauer zu untersuchen.

Kapitel 2 widmet sich der genealogischen Methode und erläutert ihre Besonderheiten im Vergleich zu anderen historischen Betrachtungsweisen. Es werden Foucaults Kritik an klassischen Erklärungsmodellen und die Bedeutung des Diskursbegriffs hervorgehoben.

Kapitel 3 setzt die genealogische Methode in Beziehung zur Analyse moderner Macht und beleuchtet Foucaults kritische Auseinandersetzung mit der Repressionshypothese.

Kapitel 4 beschäftigt sich mit gesellschaftlichen und diskursiven Transformationen im Kontext der Produktion der Sexualität. Es werden die diskursiven Strategien des 17. und 18./19. Jahrhunderts untersucht.

Schlüsselwörter

Die Arbeit konzentriert sich auf zentrale Themen wie genealogische Methode, Michel Foucault, modernes Sexualitätsdispositiv, Macht-Wissen-Komplex, Kritik an klassischen Erklärungsmodellen, Subjektbegriff, Strukturbegriff, Diskursbegriff, Machtverhältnisse, gesellschaftliche und diskursive Transformationen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Michel Foucaults genealogische Methode?

Die Genealogie ist ein historisches Analyseinstrument, das die Entstehung von Wissen und Wahrheit als Ergebnis von Machtverhältnissen untersucht, statt einer linearen Geschichte zu folgen.

Was kritisiert Foucault an klassischen Geschichtsmodellen?

Er kritisiert den kartesianischen Subjektbegriff (das autonome Ich) und teleologische Methoden, die Geschichte als zielgerichtete Entwicklung sehen.

Wie analysiert Foucault die Sexualität im Abendland?

In seinem Werk „Der Wille zum Wissen“ argumentiert er, dass Sexualität nicht unterdrückt, sondern durch Diskurse und Machtstrategien erst produziert wurde.

Was ist die Repressionshypothese?

Die Hypothese besagt, dass Sexualität seit dem 17. Jahrhundert zunehmend unterdrückt wurde. Foucault setzt dieser Ansicht seine Analyse der Machtproduktion entgegen.

Welche Rolle spielt der Diskursbegriff?

Diskurse sind Regelsysteme des Sprechens, die festlegen, was als wahr gilt. In der Genealogie sind sie zentral für die Analyse gesellschaftlicher Machtverhältnisse.

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Details

Title
Michel Foucaults genealogische Methode am Beispiel des modernen abendländischen Sexualitätsdispositivs
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Institut für Politikwissenschaften)
Grade
1
Author
Christiane Pichl (Author)
Publication Year
2001
Pages
23
Catalog Number
V20536
ISBN (eBook)
9783638243872
Language
German
Tags
Michel Foucaults Methode Beispiel Sexualitätsdispositivs
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christiane Pichl (Author), 2001, Michel Foucaults genealogische Methode am Beispiel des modernen abendländischen Sexualitätsdispositivs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20536
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