Das Problemfeld „Multikulturalität“ zeichnet sich in den letzten Jahren besonders in den Schulen in aller Deutlichkeit ab. Das „Miteinanderleben“ und „Miteinanderlernen“ der Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher kultureller Herkunft wird einerseits zur Normalität und andererseits zur großen mit Rückschlägen und Spannungen begleiteten Herausforderung für alle Beteiligten.
Zu oft werden die auftretenden Probleme allerdings beiseitegeschoben, wodurch leider im Sog dieser Verdrängung auch die möglichen Chancen übersehen werden. Ist ein Miteinander unterschiedlicher Kulturen nicht eine höchst belebende, interessante, bereichernde und zukunftsweisende Gegebenheit, denn eine Bedrohung der Bildung und im Weiteren der ganzen „heimischen“ Gesellschaft?
Woher kommen also die Vorurteile gegenüber einer Gruppe von Menschen? Warum schreiben Menschen anderen Gruppen negative Eigenschaften zu, obwohl sie damit ein System fördern, das sie selbst in variablen Situationen in eine diskriminierende Lage versetzt?
Ziel dieser Forschungsarbeit ist, das Wesen ethnischer Vorurteile anhand einschlägiger Literatur zu durchleuchten und darzulegen. Ob sich die ethnischen Vorurteile gegen Minderheiten in weiterer Folge auch auf institutioneller Ebene diskriminierend auswirken, ist ein weiterer Aspekt, den es zu erforschen gilt.
Weiters wird das Programm der Peer-Mediation vorgestellt und dessen Auswirkungen auf die Schülerinnen und Schüler erforscht.
Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort
2. Einführung
3. Definitionen
3.1. Vorurteil, Stereotyp
3.2. Ethnisches Vorurteil
3.3. Ausländerfeindlichkeit, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus
4. Fallstudie im Bezirk Linz-Land
4.1. Datenerhebung
4.1.1. Auswahl der Schulen, Schülerinnen und Schüler
4.1.2. Auswahl der Fragen
4.1.3. Untersuchungszeitraum
4.1.4. Auswertung
4.1.5. Repräsentativität
4.2. „Rassismus“ bzw. „ethnische Vorureile“ in den Schulen im Bezirk Linz-Land
4.2.1. Staatsangehörigkeit
4.2.2. Freundeskreis
4.2.3. Beziehung
4.2.4. Stereotyp „Österreicher“
4.2.1. Gedanken über eine multikulturelle Gesellschaft
4.2.2. Gedanken über die Grundrechte in einer multikulturellen Gesellschaft
4.2.3. Recht auf Arbeit
4.2.4. Fazit
5. Interkulturelles Lernen im Unterricht in Form der „Peer-Mediation“
5.1. Entstehung von Konflikten
5.1.1. „Störfall“ Stereotype
5.1.2. „Störfall“ Kommunikation
5.2. Interkulturelles Lernen
5.3. Mediation
5.3.1. Das Ziel der Mediation
5.3.2. Grundprinzipien der Mediation
6. Peer-Mediation in der Schule
6.1. „Die Peers“
6.2. Aufgaben der Peers
6.2.1. Konfliktregelung
6.2.2. Multiplikation
6.2.3. Schulungsaktivitäten
6.2.4. Fortbildung
6.3. Interkulturelle Peer-Mediation
6.4. Projektverlauf
6.4.1. Summary
6.5. Zusammenfassung
7. Evaluation
7.1. Veränderungen in der Einstellung der Jugendlichen durch das Peer-Mediations-Programm
7.1.1. Ich habe nichts von einem Land, in dem Menschen aus allen Teilen der Welt zusammenleben und ihre verschiedene Lebensart pflegen
7.1.2. Was verstehst du unter einem „normalen Österreicher“, einer normalen Österreicherin?
7.1.3. Menschen, die anders sind als ich und meine Freunde (z.B. andere Hautfarbe, behindert, andere Sprache, etc.)
7.1.4. Wer sind deiner Meinung nach diejenigen, die nichts leisten?
7.1.5. Wer ist wichtig für unsere Gesellschaft?
7.1.6. Wer sollte bei uns zuerst Arbeit bekommen?
8. Resümee
9. Abbildungsverzeichnis
10. Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel der Forschungsarbeit zur Multikulturalität in Schulen?
Ziel ist es, das Wesen ethnischer Vorurteile zu durchleuchten und zu untersuchen, wie sich diese auf institutioneller Ebene auswirken und wie Peer-Mediation helfen kann.
Was versteht man unter Peer-Mediation in der Schule?
Dabei handelt es sich um ein Programm, bei dem Schüler (Peers) als Mediatoren ausgebildet werden, um Konflikte zwischen Gleichaltrigen eigenständig und gewaltfrei zu lösen.
Warum entstehen ethnische Vorurteile laut der Studie?
Die Arbeit analysiert Stereotype und Kommunikationsstörungen als zentrale Faktoren für die Entstehung von Vorurteilen gegenüber Minderheiten.
Welche Auswirkungen hat interkulturelles Lernen auf Jugendliche?
Durch Programme wie Peer-Mediation kann eine Einstellungsänderung bewirkt werden, die Vorurteile abbaut und das Verständnis für eine multikulturelle Gesellschaft fördert.
Was sind die Grundprinzipien der Mediation?
Zu den Grundprinzipien gehören Freiwilligkeit, Vertraulichkeit, Allparteilichkeit des Mediators und die Eigenverantwortung der Konfliktparteien bei der Lösungsfindung.
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- Klemens Ecker (Author), 2009, Gemeinsam aus Konflikten lernen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205072