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Landwirtschaft, Handwerk und Steuersystem im Mogulreich

Titel: Landwirtschaft, Handwerk und Steuersystem im Mogulreich

Ausarbeitung , 2012 , 12 Seiten

Autor:in: Marcel Jökale (Autor:in)

Orientalistik / Sinologie - Islamwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Überblick über die landwirtschaftliche Produktion, das Steuersystem und die wichtigsten Produktionsfaktoren im Mogulreich. Beginnend mit grundlegenden Informationen, den Reforen unter Akbar (1542 - 1605) und den Entwicklungen unter Akbars Nachfolger Jahangir.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Agrarsystem

3. Steuersystem

3.1 Reform des Steuersystems unter Akbar

3.2 Das Steuersystem nach Akbar

4. Handwerk und Produktion

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit analysiert die wirtschaftliche Struktur des Mogulreichs mit einem besonderen Fokus auf die Wechselwirkungen zwischen der landwirtschaftlichen Produktion, dem komplexen Steuersystem und der handwerklichen Fertigung. Dabei wird untersucht, wie staatliche Reformen, insbesondere unter Kaiser Akbar, zur Zentralisierung und zur Entwicklung eines integrierten Wirtschaftsraums beitrugen.

  • Grundlagen des agrarisch geprägten Mogulstaates
  • Die Entwicklung und Transformation des Steuersystems
  • Verwaltungsreformen unter Kaiser Akbar und deren Auswirkungen
  • Vielfalt und Bedeutung von Handwerk und industrieller Produktion
  • Einfluss des Dienstleistungssektors auf den Binnenmarkt

Auszug aus dem Buch

Steuersystem

Wie oben bereits dargestellt, war das Steuersystem des Mogulreichs sehr stark ausdifferenziert und komplex. Die Entwicklung dieses Systems geht bis auf das Sultanat von Delhi zurück, wurde aber im Wesentlichen von Šīr Šāh (1486 - 1545) begründet. Er führte als erster Großmogul eine Steuerveranlagung aufgrund einer Landvermessung (pers. zabt) ein und legte damit den Grundstein für alle späteren Entwicklungen und Reformen des Steuersystems. Diese Landvermessung ging einher mit der Einführung einer neuen Silbermünze (rūpiyā) sowie der Einführung innovativer Maß- und Gewichtseinheiten. Es handelt sich dabei um eine verwaltungstechnische Neuerung, die unter Akbar perfektioniert wurde (siehe unten).

Die wichtigste verwaltungstechnische Neuerung unter Šīr Šāh war die Festlegung des Steueraufkommens. So wurde das Steueraufkommen jedes Jahr für jede einzelne Region des Reiches anhand der lokalen Preise festgelegt. Dies war eine Innovation, die vor allem den lokalen Landwirten dienlich sein sollte, da klimatische und geographische Unterschiede in den verschiedenen Reichsgebieten ausgeglichen werden sollten und ein spezifisches Steueraufkommen aller Gebiete, gleich wie ertragreich sie waren, erreicht werden sollte. Die Verschiedenheit der Reichsgebiete bedingte allerdings auch einige große Probleme für die Staatsfinanzen. So war aufgrund der unterschiedlichen geographischen und klimatischen Gegebenheiten die Landwirtschaft, bzw. der Ertrag aus selbiger, nicht nur unterschiedlich, sondern auch in einigen Gebieten gesicherter als in anderen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel legt die Grundlagen für die Analyse des Wirtschafts- und Steuersystems und betont die Rolle des Mogulreichs als klassischer Agrarstaat mit einem zunehmend monetarisierten Wirtschaftssektor.

Agrarsystem: Hier wird die Bedeutung der Landwirtschaft als Hauptzweig der nationalen Wirtschaftskraft beschrieben, einschließlich der Kultivierung sowohl heimischer als auch durch Handel importierter Nutzpflanzen.

Steuersystem: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung der Besteuerung von den Anfängen bis zu den Reformen unter Akbar, welche das Reich zentralisierten und effizienter machten.

Reform des Steuersystems unter Akbar: Dieser Unterpunkt detailliert die spezifischen Maßnahmen Akbars, wie das dahsāla-System und die Währungsvereinheitlichung, und diskutiert deren langfristige Auswirkungen auf Staat und Landwirte.

Das Steuersystem nach Akbar: Hier wird der Niedergang des komplizierten Steuersystems unter den Nachfolgern, insbesondere unter Ğahāngīr, und die daraus resultierenden negativen sozialen Folgen analysiert.

Handwerk und Produktion: Dieses Kapitel widmet sich der Blüte des Handwerks, der Manufakturen und des Dienstleistungssektors, die gemeinsam mit der Landwirtschaft das Mogulreich als wirtschaftlich starke Einheit festigten.

Schlüsselwörter

Mogulreich, Agrarstaat, Steuersystem, Akbar, dahsāla, Landvermessung, Rupie, Binnenwirtschaft, Handwerk, Textilproduktion, Manufaktur, Geldwirtschaft, Zentralisierung, Infrastruktur, Export.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der wirtschaftlichen Organisation des Mogulreichs, wobei die Landwirtschaft, das Handwerk und insbesondere die verschiedenen Steuersysteme im Mittelpunkt stehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die agrarische Produktionsbasis, die steuerliche Verwaltung des Großgrundbesitzes, die Währungs- und Maßreformen sowie die Rolle des Handwerks und des entstehenden Dienstleistungssektors.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Entwicklung der wirtschaftlichen Strukturen im Mogulreich unter verschiedenen Herrschern zu analysieren und aufzuzeigen, wie Reformen zur inneren Stabilität und zum Wohlstand des Reiches beitrugen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historische Analyse, die sich auf Fachliteratur stützt, um die wirtschaftspolitischen Maßnahmen und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft und den Staat im Zeitraum des 16. bis 18. Jahrhunderts zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Agrarsystems, eine detaillierte Betrachtung des Steuersystems unter Šīr Šāh und Akbar sowie eine Analyse der handwerklichen und industriellen Produktion im Mogulreich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mogulreich, Agrarstaat, Steuerreform, dahsāla, Zentralisierung, Binnenhandel und Export.

Warum war das dahsāla-System unter Akbar so bedeutend?

Es ermöglichte eine Vereinfachung der Steuererhebung durch die Bildung von Durchschnittswerten aus zehn Jahren, was den administrativen Aufwand für die jährliche Festlegung senkte und den Landwirten mehr Planungssicherheit gab.

Wie wirkten sich die Reformen unter Ğahāngīr auf die Bevölkerung aus?

Die Abkehr von ertragsbasierten Steuern hin zu einer Besteuerung nach der Aussaat führte bei Ernteausfällen zu hoher Belastung, Armut und in der Folge zu Landflucht und Aufständen.

Welche Rolle spielte der Dienstleistungssektor im Mogulreich?

Der Dienstleistungssektor, bestehend aus Postdiensten, Versicherern und Pfandleihern, stärkte den Binnenmarkt, förderte die Kommunikation und machte den Handel mit Waren deutlich sicherer und lukrativer.

Warum waren Edelmetallimporte für das Mogulreich entscheidend?

Da das Reich kaum über eigene Bodenschätze verfügte, waren die Importe von Silber durch europäische Händler essenziell für die Münzprägung und die Aufrechterhaltung des wachsenden Geldwirtschaftssektors.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Landwirtschaft, Handwerk und Steuersystem im Mogulreich
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Orientalistik und Islamwissenschaft)
Autor
Marcel Jökale (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
12
Katalognummer
V204456
ISBN (eBook)
9783656304838
ISBN (Buch)
9783656305545
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mogul Indien Steuersystem Akbar Jahangir Mansab
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marcel Jökale (Autor:in), 2012, Landwirtschaft, Handwerk und Steuersystem im Mogulreich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204456
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Leseprobe aus  12  Seiten
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