Die breite Verfügbarkeit des Internets und der Einsatz interaktiver Kommunikationsmedien haben die
Entwicklung von der Industrie- zur Wissensgesellschaft sowie den Wandel zur kollaborativen Web 2.0-
Kultur maßgeblich geprägt. Technologische Neuerungen offenbaren hinsichtlich der virtuellen Zusammenarbeit einerseits eine Vielfalt an Möglichkeiten, stellen die beteiligten Akteure jedoch andererseits auch vor Herausforderungen. Davon sind sowohl Arbeitsformen in der Wirtschaft als auch Forschungspraktiken in der Wissenschaft betroffen. Wissensbasierte Kollaborationen implizieren neben einer Arbeits- auch die Wissensteilung der Akteure, wofür das Internet eine Vielzahl neuer Werkzeuge bereitstellt. Dies wirft wiederum die Frage auf, unter welchen Voraussetzungen Menschen bereit sind, ihr Wissen im virtuellen Raum zu teilen, gemeinsam Probleme zu lösen - und somit den Erkenntnisfortschritt voranzutreiben. Um diese kulturspezifischen Faktoren zu analysieren, wird ein Bezug zu Vordenkern wie Immanuel Kant und Francis Galton sowie den frühen Ansätzen der kollektiven Intelligenzforschung hergestellt. Hinsichtlich gegenwärtig zu beobachtender Phänomene wie Crowdsourcing und Open Innovation im wirtschaftlichen Kontext, sowie der Open Science-Bewegung im wissenschaftlichen Bereich, wird anhand von Fallbeispielen veranschaulicht, inwiefern der Zusammenhang von Wissen und Macht bei internetbasierten Arbeitsprozessen innerhalb und außerhalb von Organisationen eine entscheidende Rolle spielt. Im Sinne eines Vorschlags zur Optimierung der kollaborativen Forschungsarbeit wird ein praxisorientierter Leitfaden für die Konzeption wissenschaftlicher Online-Plattformen präsentiert. Letztlich wird dargelegt, weshalb bestimmte kulturelle Bedingungen erfüllt sein müssen, damit ein innovationsfreundliches Umfeld, in dem neues Wissen kollaborativ entsteht, geschaffen werden kann und die verschiedenen Formen internetbasierter Zusammenarbeit effizienter und erfolgreicher genutzt werden können.
Die breite Verfügbarkeit des Internets und der Einsatz interaktiver Kommunikationsmedien haben die
Entwicklung von der Industrie- zur Wissensgesellschaft sowie den Wandel zur kollaborativen Web 2.0 -
Kultur maßgeblich geprägt. Technologische Neuerungen offenbaren hinsichtlich der virtuellen Zusammenarbeit einerseits eine Vielfalt an Möglichkeiten, stellen die beteiligten Akteure jedoch andererseits auch vor Herausforderungen. Davon sind sowohl Arbeitsformen in der Wirtschaft als auch Forschungspraktiken in der Wissenschaft betroffen. Wissensbasierte Kollaborationen implizieren neben einer Arbeits- auch die Wissensteilung der Akteure, wofür das Internet eine Vielzahl neuer Werkzeuge bereitstellt. Dies wirft wiederum die Frage auf, unter welchen Voraussetzungen Menschen bereit sind, ihr Wissen im virtuellen Raum zu teilen, gemeinsam Probleme zu lösen - und somit den Erkenntnisfortschritt voranzutreiben. Um diese kulturspezifischen Faktoren zu analysieren, wird ein Bezug zu Vordenkern wie Immanuel Kant und Francis Galton sowie den frühen Ansätzen der kollektiven Intelligenzforschung hergestellt. Hinsichtlich gegenwärtig zu beobachtender Phänomene wie Crowdsourcing und Open Innovation im wirtschaftlichen Kontext, sowie der Open Science -Bewegung im wissenschaftlichen Bereich, wird anhand von Fallbeispielen veranschaulicht, inwiefern der Zusammenhang von Wissen und Macht bei internetbasierten Arbeitsprozessen innerhalb und außerhalb von Organisationen eine entscheidende Rolle spielt. Im Sinne eines Vorschlags zur Optimierung der kollaborativen Forschungsarbeit wird ein praxisorientierter Leitfaden für die Konzeption wissenschaftlicher Online-Plattformen präsentiert. Letztlich wird dargelegt, weshalb bestimmte kulturelle Bedingungen erfüllt sein müssen, damit ein innovationsfreundliches Umfeld, in dem neues Wissen kollaborativ entsteht, geschaffen werden kann und die verschiedenen Formen internetbasierter Zusammenarbeit effizienter und erfolgreicher genutzt werden können.
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Häufig gestellte Fragen
Was sind die Voraussetzungen für erfolgreiche virtuelle Wissensteilung?
Erfolgreiche Kollaboration erfordert bestimmte kulturelle Bedingungen, Vertrauen zwischen den Akteuren und die Bereitschaft, Wissen als gemeinsames Gut statt als Machtinstrument zu sehen.
Was versteht man unter Crowdsourcing und Open Innovation?
Crowdsourcing nutzt das Wissen einer großen Gruppe zur Problemlösung; Open Innovation öffnet den Innovationsprozess von Unternehmen für externe Impulse und Zusammenarbeit.
Wie hängen Wissen und Macht im Web 2.0 zusammen?
Die Arbeit analysiert, inwiefern internetbasierte Prozesse traditionelle Hierarchien aufbrechen oder neue Machtstrukturen schaffen, wenn Wissen geteilt oder zurückgehalten wird.
Was ist die Open Science-Bewegung?
Open Science fordert die freie Verfügbarkeit von Forschungsdaten und -ergebnissen im Internet, um den wissenschaftlichen Erkenntnisfortschritt durch kollaborative Forschung zu beschleunigen.
Welchen Nutzen bietet der Leitfaden für Online-Plattformen?
Der praxisorientierte Leitfaden gibt Hinweise zur Konzeption wissenschaftlicher Plattformen, um ein innovationsfreundliches Umfeld für kollaboratives Arbeiten zu schaffen.
- Quote paper
- Annalies Gartz (Author), 2012, Kulturelle Bedingungen wissensbasierter Kollaborationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203460