Insomnien gehören neben Hypersomnien, Parasomnien und Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus, zu dem großen Komplex der Schlafstörungen. Sie sind am weitesten verbreitet und können jeden Menschen zumindest vorübergehend einmal betreffen (Backhaus & Riemann, 1999). Da Insomnien sowohl als eigenständiges Störungsbild als auch in Zusammenhang mit einer psychischen Störung (z.B. Depression) oder aber infolge einer körperlichen Erkrankung auftreten können, ist ein ausführlicher und differenzierter diagnostischer Prozess unabdingbar (Riemann & Hajak, 2009). Des Weiteren werden aus der jeweiligen Diagnosestellung adäquate Interventionsmaßnahmen abgeleitet. Hierzu gehören pharmakologische sowie psychotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten.
Medikamentöse Therapien bedienen sich Pharmaka wie Benzodiazepinrezeptoragonisten, Antihistiminika, pflanzlichen Präparaten und zunehmend auch sedierenden Antidepressiva und Antipsychotika. Diese Substanzen bewirken eine schnelle Verbesserung der insomnischen Beschwerden, gehen allerdings mit erheblichen Nebenwirkungen einher. Langfristig positive Effekte können zur Zeit nur für kognitiv-verhaltenstherapeutische Maßnahmen belegt werden (Riemann & Hajak, 2009). In Zukunft müssen allerdings weitere Studien und Metaanalysen für beide Interventionsstrategien durchgeführt werden, um den Patienten mit einer primären Insomnie eine adäquate und effektive Behandlung zu ermöglichen.
Inhaltsverzeichnis
- Zusammenfassung
- Primäre Insomnie - Beschreibung des Störungsbildes
- Diagnostische Verfahren
- Störungsmodell der primären Insomnie
- Behandlung der primären Insomnie
- Pharmakologische Behandlung
- Psychotherapeutische Behandlung
- Pharmakologische und/oder psychotherapeutische Intervention?
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Ziel dieser Arbeit ist es, einen Vergleich zwischen pharmakologischen und psychotherapeutischen Interventionsmöglichkeiten bei primärer Insomnie zu erstellen. Dabei wird die Behandlung der primären Insomnie im Fokus stehen, wobei die verschiedenen Methoden und ihre Wirksamkeit beleuchtet werden.
- Beschreibung der primären Insomnie als eigenständiges Störungsbild
- Analyse der diagnostischen Verfahren zur Erkennung von primärer Insomnie
- Bewertung pharmakologischer Behandlungsmöglichkeiten
- Bewertung psychotherapeutischer Behandlungsmöglichkeiten
- Vergleich der beiden Interventionsstrategien
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel fasst die zentralen Aspekte der primären Insomnie zusammen, wobei die Häufigkeit und die Auswirkungen auf die Lebensqualität der Betroffenen hervorgehoben werden. Im zweiten Kapitel wird das Störungsbild der primären Insomnie detailliert beschrieben. Das dritte Kapitel befasst sich mit den diagnostischen Verfahren, die zur Erkennung der primären Insomnie eingesetzt werden. Im vierten Kapitel werden die wichtigsten Aspekte des Störungsmodells der primären Insomnie beleuchtet. Die Kapitel 5.1 und 5.2 befassen sich mit den unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten für die primäre Insomnie, wobei die pharmakologischen und psychotherapeutischen Interventionen separat betrachtet werden. Im letzten Kapitel wird ein Vergleich zwischen pharmakologischen und psychotherapeutischen Behandlungsansätzen gezogen, um die jeweiligen Vor- und Nachteile aufzuzeigen.
Schlüsselwörter
Primäre Insomnie, Schlafstörungen, Pharmakologie, Psychotherapie, kognitiv-verhaltenstherapeutische Maßnahmen, Benzodiazepinrezeptoragonisten, Antihistaminika, Antidepressiva, Antipsychotika, Insomnien, Diagnose, Interventionsstrategien.
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine primäre Insomnie?
Eine primäre Insomnie ist eine Schlafstörung, die nicht als Folge einer anderen psychischen oder körperlichen Erkrankung auftritt, sondern ein eigenständiges Krankheitsbild darstellt.
Welche Medikamente werden bei Insomnie eingesetzt?
Eingesetzt werden Benzodiazepinrezeptoragonisten, Antihistaminika, pflanzliche Präparate sowie sedierende Antidepressiva und Antipsychotika.
Was sind die Vorteile der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT-I)?
Im Gegensatz zur rein medikamentösen Therapie bietet die KVT-I langfristig belegbare positive Effekte und bekämpft die Ursachen der Schlafstörung ohne die Nebenwirkungen von Schlafmitteln.
Warum ist die Diagnose bei Schlafstörungen so wichtig?
Da Schlafstörungen oft Symptome anderer Erkrankungen (z. B. Depression) sein können, muss differenziert werden, ob es sich um eine primäre oder sekundäre Insomnie handelt, um die richtige Behandlung zu wählen.
Welche Nebenwirkungen haben Schlafmittel?
Häufige Nebenwirkungen sind Tagesmüdigkeit, Abhängigkeitsrisiko, kognitive Beeinträchtigungen und eine Veränderung der Schlafarchitektur.
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- Dorothea Schreier (Author), 2011, Primäre Insomnie - Wie wird sie behandelt?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202657