Das "Grüne Haus" ist der wohl berühmteste Roman von Llosa. Interessant ist neben dem dualistischen Weltbild (Urwald/Zivilisation, Kultur/Natur etc.) die verwirrende Zeitstruktur, die sich nicht an die klassischen Regeln des Romanschreibens im Sinne Stanzels hält. Die Analyse war ein für eine Hauptseminararbeit anspruchvolles Unterfangen, das aber doch belohnt wurde.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Zeit in der Philosophie
- Zeit in der Philosophie
- Kants Konzept von Raum und Zeit in der KrV
- Die Handlungsebene in casa verde
- Vorbemerkungen zu casa verde
- Die fünf Handlungsstränge in casa verde
- Die Analyse der Zeitebenen in casa verde
- Die Zeitachsen in casa verde
- Analyse auf der Makroebene
- Die Freilassung der Indiomädchen durch Bonifacia - eine Analyse auf der Mikroebene
- Weitere Beispiele auf der Mikroebene
- Weitere Aspekte der Zeitbetrachtung
- Narrative Techniken und sprachliche Mittel in casa verde
- Schlussbemerkungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit befasst sich mit der Analyse der Zeitstruktur in Mario Vargas Llosas Roman „Casa Verde“. Ziel ist es, die literarischen Techniken, die Llosa zur Darstellung der Zeit einsetzt, zu untersuchen und in einen philosophischen Kontext einzuordnen. Dabei wird die Zeitstruktur sowohl auf der Makro- als auch auf der Mikroebene des Romans analysiert, wobei die philosophischen Ideen Kants als Orientierung dienen.
- Die philosophischen Konzepte von Zeit
- Die Darstellung der Zeit in „Casa Verde“
- Die Analyse der Zeitpermutationen und -verflechtungen
- Narrative Techniken und sprachliche Mittel
- Llosas literarisches Ideal des totalen Romans
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt Mario Vargas Llosa und sein Werk „Casa Verde“ vor, wobei insbesondere die Bedeutung des Romans für die lateinamerikanische Literatur hervorgehoben wird. Das erste Kapitel beschäftigt sich mit der Philosophie der Zeit, wobei Platon, Aristoteles und Kant als zentrale Denker im Vordergrund stehen. Im zweiten Kapitel wird die Handlungsstruktur des Romans „Casa Verde“ dargestellt, was die Grundlage für die Analyse der Zeitebenen im dritten Kapitel bildet. Im dritten Kapitel werden die Zeitachsen und die Zeitpermutationen im Roman anhand konkreter Beispiele analysiert. Dabei werden die Makro- und Mikroebene der Zeitebenen betrachtet, um die komplexen literarischen Techniken Llosas deutlich zu machen. Das vierte Kapitel widmet sich den narrativen Techniken und sprachlichen Mitteln, die Llosa im Roman einsetzt.
Schlüsselwörter
Die Arbeit fokussiert auf die Analyse der Zeitstruktur im Roman „Casa Verde“ von Mario Vargas Llosa. Wichtige Themen sind die philosophischen Konzepte von Zeit, insbesondere die Ideen Kants, die literarischen Techniken der Zeitpermutation und -verflechtung, sowie die narrative Gestaltung und sprachliche Mittel in Llosas Werk.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in Mario Vargas Llosas Roman „Casa Verde“?
Der Roman thematisiert ein dualistisches Weltbild zwischen Urwald und Zivilisation sowie Kultur und Natur. Er ist bekannt für seine komplexe Struktur und die Verflechtung verschiedener Handlungsstränge.
Was ist das Besondere an der Zeitstruktur in „Casa Verde“?
Llosa bricht mit klassischen Regeln des Romanschreibens. Die Zeitstruktur ist verwirrend und durch Permutationen sowie Verflechtungen geprägt, die die Handlung auf verschiedenen Zeitebenen gleichzeitig vorantreiben.
Welche philosophischen Bezüge werden in der Analyse genutzt?
Die Arbeit zieht Kants Konzept von Raum und Zeit aus der „Kritik der reinen Vernunft“ (KrV) sowie Ideen von Platon und Aristoteles heran, um Llosas Zeitdarstellung einzuordnen.
Wie viele Handlungsstränge gibt es im Roman?
In „Casa Verde“ werden fünf verschiedene Handlungsstränge miteinander verwoben, die in der Arbeit detailliert analysiert werden.
Was bedeutet die Analyse auf der Mikro- und Makroebene?
Die Makroebene betrachtet die gesamten Zeitachsen des Romans, während die Mikroebene spezifische Szenen (z. B. die Freilassung der Indiomädchen durch Bonifacia) auf ihre zeitliche Gestaltung hin untersucht.
Was versteht Llosa unter dem „totalen Roman“?
Es ist Llosas literarisches Ideal eines Romans, der die gesamte Realität in all ihrer Komplexität – einschließlich der verschachtelten Zeit und multiplen Perspektiven – abzubilden versucht.
- Citation du texte
- Agnes Thiel (Auteur), 2010, Mario Vargas Llosa: "Casa Verde" – eine Analyse der Zeitstruktur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202563