1 EINLEITUNG
Heutzutage leben circa 15 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Menschen mit Migrationshintergrund stellen somit fast 20 Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland dar. In diesem Zusammenhang muss die Integration von Menschen mit Zuwanderungshintergrund als eine Schlüsselfunk-tion wahrgenommen werden. Obwohl seit dem Anwerben von Gastarbeitern bereits mehr als 50 Jahre vergangen sind, wird in Deutschland erst seit einigen Jahren darüber nachgedacht, wie die gesellschaftliche Integration von Menschen mit Zuwanderungshintergrund gefördert werden kann. So wurde am ersten Januar 2005 ein Zuwanderungsgesetz verabschiedet, in dem Deutschland die In-tegration von Menschen mit Migrationshintergrund erstmalig als eine staatliche Aufgabe versteht. Das heißt jedoch nicht, dass für die Förderung des Integrationsprozesses ausschließlich der Staat verantwortlich ist. Die Gesellschaft selbst muss aktiv werden und auf diese Weise ihren Beitrag zur Integration leisten. Eine Möglichkeit der gesellschaftlichen Mitgestaltung im Bereich Integration stellen Mentoring- und Patenschaftsprojekte für Menschen mit Migrationshintergrund dar.
...In der vorliegenden Arbeit soll es um die Frage gehen, ob und inwiefern Paten-schafts- und Mentoringprojekte für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund ihrer Integrationsfunktion gerecht werden. Es wird daher untersucht, in welchen Bereichen diese Patenschafts- bzw. Mentoringprojekte den Integrationsprozess fördern. Bevor jedoch die Analyse ausgewählter Patenschafts- und Mentoringprojekte für Kinder und Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte erfolgt (s. Kapitel 4), werden zuvor Begriffe dieser Thematik erläutert (s. Kapitel 2) und darüber hinaus die Handlungsfelder von Integration detailliert dargelegt, weil sie die Grundlage für die Analyse dieser Arbeit bilden (s. Kapitel 3). Abschließend erfolgt im Fazit ein Resümee der Arbeit (Vgl. Kapitel 5).
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Definitionen und Begriffe
2.1 Patenschaft
2.2 Mentoring
2.3 Migration
2.4 Integration
3 Handlungsfelder von Integration
3.1 Handlungsfeld Sprache
3.2 Handlungsfeld Bildung
3.3 Handlungsfeld Beruf
3.4 Handlungsfeld Gesellschaft
3.4.1 Integration vor Ort
3.4.2 Die kulturelle Integration
3.4.3 Gleichstellung zwischen Männern und Frauen
3.5 Bürgerliches Engagement
4 Analyse
4.1 Patenschaftsprojekte für Kinder
4.1.1 Bildungspatenschaften
4.1.1.1 Bildungspatenschaft „Bildung für alle!“
4.1.1.2 Mentoren- und Stipendienprojekt „Ağabey – Abla“
4.1.2 Lesepatenschaften
4.1.2.1 Leseprojekt „LiA – Lesen in Altona“
4.1.2.2 Integrationsprojekt „MärchenKinder“
4.2 Mentoringprojekte für Jugendliche
4.2.1 Mentoringprojekt „Hürdenspringer“
4.2.2 Mentoringprojekt „Neue Wege in den Beruf“
4.3 Zusammenfassende Betrachtung der Analyse
5 Fazit
Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Patenschaft und Mentoring?
Die Arbeit definiert beide Begriffe im Kontext der Integrationsförderung für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund.
In welchen Bereichen fördern diese Projekte die Integration?
Zentrale Handlungsfelder sind Sprache, Bildung, Beruf und die allgemeine gesellschaftliche Teilhabe.
Was ist das Zuwanderungsgesetz von 2005?
Ein Gesetz, mit dem Deutschland die Integration erstmalig als offizielle staatliche Aufgabe anerkannte.
Welche konkreten Projekte werden in der Arbeit analysiert?
Behandelt werden unter anderem „Ağabey – Abla“, „Lesen in Altona“ (LiA) und das Mentoringprojekt „Hürdenspringer“.
Warum ist bürgerliches Engagement für Integration wichtig?
Da staatliche Maßnahmen allein nicht ausreichen, leistet die Zivilgesellschaft durch Mentoring einen entscheidenden Beitrag zur kulturellen Integration.
- Citar trabajo
- Carolin Kautza (Autor), 2010, Integrationsfunktionen von Mentoring- und Patenschaftsprojekten für Kinder mit Migrationshintergrund, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202508