Die Thematik dieser Arbeit beschäftigt sich mit der frühmittelalterlichen Klostermedizin, auch Klosterheilkunde genannt, ihre Bedeutung in der damaligen Zeit sowie ihr Nachwirken bis in die Gegenwart. Das Lorscher Arzneibuch, als ältestes erhaltenes Medizinwerk des Abendlandes, dient hierbei als maßgebende Grundlage.
Aufgrund verschiedener Literatur, die für diese Arbeit herangezogen wurde, lässt sich für die Definition des Begriffs der Klostermedizin einen doppeldeutigen, sich gegenseitig bedingenden, Charakter feststellen: Er kann zum einen für eine bestimmte zeitlich abgegrenzte Ära innerhalb des Mittelalters stehen, zum anderen beschreibt er ein, sich in dieser Zeit etablierendes, Konzept zur Krankheitsbehandlung. Wird die Definition des Begriffes weiter konkretisiert und differenziert ist festzuhalten, dass die Klostermedizin namentlich in erster Linie eine bestimmte Epoche innerhalb der Medizinhistorie beschreibt. Die dato angewandten klosterheilkundlichen Maßnahmen werden in ihrer komplexen Gesamtheit nach dieser Epoche benannt. So steht der Begriff der Klostermedizin also nicht für eine einzige ganz bestimmte Behandlungsmethode, sondern erfasst die Komplexität aller dort praktizierten Therapien.
Wenn in der vorliegenden Arbeit also von dem Begriff der Klostermedizin- bzw. Heilkunde gesprochen wird, ergibt sich die jeweilige Definition zwangsläufig aus dem Kontext.
Inhalt
Einführung
1. Die Zeit der Klostermedizin
1.1. Die Anfänge
1.2. Antike Vorbilder
1.3. Ärztliches Ansehen im Mittelalter
1.4. Blütezeit und Niedergang
2. Das Lorscher Arzneibuch
2.1. Geschichte des Klosters Lorsch
2.2. Genese, Inhalt und Aufbau des Lorscher Arzneibuches
2.3. Nutzanwendung: Die Rezeptbücher
3. Rezeption mittelalterlicher Klosterheilkunde heute
4. Fazit und Ausblick
Anhang
Literaturverzeichnis
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Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter dem Begriff „Klostermedizin“?
Der Begriff beschreibt sowohl eine zeitlich abgegrenzte Ära im Frühmittelalter als auch ein in dieser Zeit etabliertes Konzept zur komplexen Krankheitsbehandlung in Klöstern.
Warum ist das „Lorscher Arzneibuch“ so bedeutend?
Es gilt als das älteste erhaltene medizinische Werk des christlichen Abendlandes und dient als maßgebende Grundlage für die Erforschung der frühmittelalterlichen Heilkunde.
Welche Rolle spielten antike Vorbilder in der Klostermedizin?
Die Klostermedizin griff auf medizinisches Wissen der Antike zurück und integrierte diese Traditionen in die christlich geprägte Krankenpflege.
Wann war die Blütezeit der Klosterheilkunde?
Die Arbeit beleuchtet die Anfänge, die Blütezeit im Frühmittelalter sowie den späteren Niedergang dieser medizinischen Epoche.
Wird die mittelalterliche Klostermedizin heute noch rezipiert?
Ja, die Arbeit untersucht das Nachwirken der klösterlichen Heilmethoden und deren Rezeption in der modernen Naturheilkunde.
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- Mette Bartels (Author), 2011, Klostermedizin im Mittelalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201874