In der vorliegenden Magisterarbeit wird eine Analogie zwischen Karl Kraus’ satirisch-polemischen Begriff der ›Phrase‹ und Roland Barthes essayistischen Begriff des ›Mythos‹ gezogen. Mehr noch: die Medienkritik in der ›Fackel‹ wird zum Anlaß eines kritischen Vergleichs genommen, um nicht nur Ähnlichkeiten herauszuarbeiten, sondern darüber hinaus diese Medienkritik in den Kontext einer Systematisierung der Pressekritik zu stellen und diese dann auf den Mythos-Begriff von Roland Barthes anzuwenden.
Um den gesellschaftlichen Erfahrungsgehalt der Phrase deutlich werden zu lassen, werden auf den Seiten 10–18 gesellschaftliche Hintergründe genannt, die die Pressekritik der ›Fackel‹ überhaupt erst möglich gemacht haben. Dies wird angesichts des knappen Raums für ein so komplexes Thema überzeugend und theoretisch reflektiert und anhand der einschlägigen Literatur abgehandelt. Zugleich wird, wie auch schon in der Einleitung, das Kraus und Barthes vereinende Thema genannt: die Kritik der Ideologie einer Gesellschaft. (aus dem Prüfergutachten)
Inhaltsverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Zielsetzung der Arbeit ist es, [...]
Zusammenfassung der Kapitel
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter und Fokusthemen der Arbeit sind: [...]
Häufig gestellte Fragen
Welche Parallelen zieht die Arbeit zwischen Karl Kraus und Roland Barthes?
Die Arbeit vergleicht Karl Kraus’ Begriff der „Phrase“ mit Roland Barthes’ Begriff des „Mythos“ als Werkzeuge der Ideologie- und Medienkritik.
Was versteht Karl Kraus unter der „Phrase“?
Für Kraus ist die Phrase eine hohle Sprachform, die in der Presse genutzt wird, um gesellschaftliche Missstände zu verschleiern und die Wahrnehmung der Realität zu verzerren.
Was ist der „Mythos“ bei Roland Barthes?
Barthes sieht im Mythos ein Kommunikationssystem, das kulturelle und ideologische Botschaften als „natürliche“ Gegebenheiten darstellt und so gesellschaftliche Machtverhältnisse zementiert.
Welche Rolle spielt die Zeitschrift „Die Fackel“ in dieser Analyse?
„Die Fackel“ dient als primäre Quelle für Kraus’ Medienkritik und wird als Ausgangspunkt genommen, um eine Systematisierung der Pressekritik zu entwickeln.
Was ist das gemeinsame Ziel der Kritik von Kraus und Barthes?
Beide Autoren verfolgen die Kritik der Ideologie einer Gesellschaft, indem sie die manipulativen Mechanismen von Sprache und Medien demaskieren.
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- Christoph Eyring (Author), 2012, Der Satiriker und der Theoretiker: Karl Kraus und Roland Barthes als Ideologiekritiker, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201061