Immer wieder wird der negative Beigeschmack des Themas Bilanzpolitik durch populäre Einzelfälle (z.B. Enron) scheinbar bestätigt. Diese Arbeit soll daher einen möglichst neutralen Überblick über den Bereich Bilanzpolitik als Teil der Unternehmenspolitik geben und diesen klar vom Begriff der Bilanzmanipulation abgrenzen. Zuerst werden hierzu Begriff und Objekte der Bilanzpolitik geklärt. In den weiteren Kapiteln wird dann auf die einzelnen Motive, Formen und Nachweismöglichkeiten eingegangen. Die Arbeit konzentriert sich hierbei nicht auf ein bestimmtes Rechnungslegungssystem, betrachtet das Thema allerdings überwiegend aus der Perspektive deutscher Unternehmen.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 1.1 Problemstellung und Gang der Untersuchung
- 1.2 Begriff der Bilanzpolitik
- 2. Motive für Bilanzpolitik
- 2.1 Hinführung
- 2.2 Finanzpolitische Motive
- 2.3 Publizitätspolitische Motive
- 2.4 Individuelle Motive des Managements
- 3. Formen der Bilanzpolitik
- 3.1 Hinführung
- 3.2 Sachverhaltsgestaltung
- 3.3 Sachverhaltsdarstellung
- 4 Nachweis von Bilanzpolitik
- 4.1 Erkennbarkeit bilanzpolitischer Maßnahmen
- 4.2 Empirische Schätzmodelle
- 5. Fazit und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, einen umfassenden Überblick über den Bereich Bilanzpolitik als Teil der Unternehmenspolitik zu bieten und diesen klar vom Begriff der Bilanzmanipulation abzugrenzen. Der Fokus liegt dabei auf den Motiven, Formen und Nachweismöglichkeiten von Bilanzpolitik, insbesondere aus der Perspektive deutscher Unternehmen.
- Definition und Objekte der Bilanzpolitik
- Motive für Bilanzpolitik: Finanzpolitische, Publizitätspolitische und Individuelle Motive des Managements
- Formen der Bilanzpolitik: Sachverhaltsgestaltung und Sachverhaltsdarstellung
- Nachweis von Bilanzpolitik: Erkennbarkeit und empirische Schätzmodelle
- Auswirkungen der Internationalisierung der Rechnungslegung auf Bilanzpolitik
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 führt in das Thema Bilanzpolitik ein, klärt den Begriff und die Objekte der Bilanzpolitik. Kapitel 2 beleuchtet die verschiedenen Motive für Bilanzpolitik, darunter finanzpolitische, publizitätspolitische und individuelle Motive des Managements. Kapitel 3 befasst sich mit den Formen der Bilanzpolitik, wobei zwischen Sachverhaltsgestaltung und Sachverhaltsdarstellung unterschieden wird. Kapitel 4 behandelt die Nachweisbarkeit von Bilanzpolitik, wobei sowohl die Erkennbarkeit als auch empirische Schätzmodelle beleuchtet werden. Kapitel 5 bietet ein Fazit und einen Ausblick auf die Zukunft der Bilanzpolitik im Kontext der Internationalisierung der Rechnungslegung.
Schlüsselwörter
Bilanzpolitik, Bilanzmanipulation, Unternehmenspolitik, Motive, Formen, Nachweis, Finanzpolitische Motive, Publizitätspolitische Motive, Individuelle Motive des Managements, Sachverhaltsgestaltung, Sachverhaltsdarstellung, Erkennbarkeit, Empirische Schätzmodelle, Internationalisierung der Rechnungslegung, HGB, IFRS, Accruals, Earnings Management, Jones-Modell.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Bilanzpolitik und Bilanzmanipulation?
Bilanzpolitik nutzt legale Spielräume innerhalb der Rechnungslegung, während Bilanzmanipulation gegen Gesetze verstößt (z.B. Enron-Fall).
Welche Motive haben Unternehmen für Bilanzpolitik?
Motive können finanzpolitisch (Steuerersparnis), publizitätspolitisch (positives Image für Investoren) oder individuell (Boni für das Management) sein.
Was versteht man unter Sachverhaltsgestaltung?
Dabei werden reale Geschäftsvorfälle vor dem Bilanzstichtag so beeinflusst (z.B. Verkauf von Anlagen), dass sie das Bilanzergebnis im gewünschten Sinne verändern.
Wie kann man Bilanzpolitik nachweisen?
Nachweismöglichkeiten bieten die Analyse von Anhangsangaben sowie empirische Schätzmodelle wie das Jones-Modell zur Erkennung von "Accruals".
Beeinflusst IFRS die Bilanzpolitik?
Die Arbeit betrachtet die Auswirkungen der Internationalisierung der Rechnungslegung auf die Spielräume und Praktiken der Bilanzpolitik.
- Quote paper
- Stefan Risse (Author), 2012, Bilanzpolitik - Motive, Formen und Nachweis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201043