Das Thema „Nachhaltiges Lernen im Zeitalter der Globalisierung“ erweckt zunächst den Eindruck, dass ein Lernbegriff in Tradition des Leitbildes Nachhaltigkeit gemeint ist. Eine verständliche Annahme, ist doch der Begriff Nachhaltigkeit seit den späten 80er Jahren des letzten Jahrhunderts weitestgehend im Sinne von einer ressourcenschonenden Lebensweise verwendet worden. Dabei muss aber beachtet werden, dass der Begriff „nachhaltig“ eine Doppeldeutigkeit aufweist, die in einer zweiten Auslegung auch nachhaltig im Sinne von zukunftsfähig bedeutet und damit nicht nur die Schonung der klassischen Ressourcen meint, sondern auch gesellschaftliche Teilsysteme tangiert. Ein gesellschaftliches Teilsystem ist unter anderem die Bildung, die weder das eine noch das andere Verständnis von Nachhaltigkeit beinhaltet. Stellt sich die Frage, ob gerade Schule, als elementarer Ort der Bildung, sich vor der breit diskutierten Forderung nach Nachhaltigkeit verschließen kann oder darf. Eine Frage, die keiner Beantwortung bedürfte, wenn das Bildungssystem im jetzigen Zustand ein Qualitätsniveau hervorbringen würde, dessen Genügsamkeit gegen jeden Zweifel erhaben wäre. Ein Niveau, das laut großangelegten Bildungsstudien, dem Bildungssystem aber nicht beschieden werden kann. Bildung, durch Lernen vermittelt, produziert im Moment kein hinreichendes Maß an Qualität – sprich, Schüler werden nicht ausreichend genug gebildet. Dabei nehme ich nicht an, dass dieser Umstand generell auf die Schüler zurückzuführen ist. Natürlich ist, dass Menschen individuell sind und demnach auch individuelle Leistungen in der Schule erbringen. Trotzdem verfügt jedes dieser Individuen über Humanvermögen, das zu fördern und zu erweitern Aufgabe der Schule ist. Demnach stände die Schule im Mittelpunkt der Kritik.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Globalisierte Bildung: nationale Verankerung vs. globale Ausrichtung
2.1 Auswirkungen der Globalisierung auf die Individuen
2.2 Auswirkungen der Globalisierung auf die Institution Schule
3. Die Veränderung des Wissens im Zeichen der Wissensgesellschaft
3.1 Das Wesen des Wissens im 21. Jahrhundert
3.2 Nicht-Wissen
4. Das Konzept des Nachhaltigen Lernens in einer globalisierten Wissensgesellschaft
4.1 Perspektiven des Lernens
4.2 Das Konzept des Nachhaltigen Lernens
5. Schlussbetrachtung
6. Quellen
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet "Nachhaltiges Lernen" in dieser Arbeit?
Der Begriff wird doppeldeutig verwendet: Einerseits im Sinne von Ressourcenschonung, andererseits im Sinne von Zukunftsfähigkeit gesellschaftlicher Systeme wie der Bildung.
Welche Auswirkungen hat die Globalisierung auf die Institution Schule?
Die Globalisierung erfordert eine Neuausrichtung von rein nationaler Bildung hin zu globalen Kompetenzen, um Individuen auf eine vernetzte Welt vorzubereiten.
Wie verändert sich das Wissen im 21. Jahrhundert?
In der Wissensgesellschaft ist Wissen nicht mehr statisch; die Arbeit beleuchtet das Wesen des modernen Wissens und auch die Bedeutung von "Nicht-Wissen".
Warum steht das heutige Bildungssystem in der Kritik?
Laut Bildungsstudien produziert das System momentan kein hinreichendes Qualitätsniveau, was bedeutet, dass Schüler nicht nachhaltig genug gebildet werden.
Was ist das Ziel des Konzepts des Nachhaltigen Lernens?
Es zielt darauf ab, Humanvermögen so zu fördern, dass Bildung zukunftsfähig bleibt und den Anforderungen einer globalisierten Wissensgesellschaft gerecht wird.
- Arbeit zitieren
- Franziska Lehmann (Autor:in), 2012, Nachhaltiges Lernen im Zeitalter der Globalisierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200926