In meiner Arbeit als freigestellter Praxisanleiter in einem psychiatrischen Fachkrankenhaus ist es meine Aufgabe neue Auszubildende in unserem Haus in der Probezeit zu begleiten. Zudem trage ich eine Teilverantwortung für die praktische Ausbildung der Auszubildenden in der Gesundheits- und Krankenpflege. Dazu gehört unter anderem die Vorbereitung und Abnahme der Probezeitprüfung als auch die Vorbereitung und Abnahme der praktischen Staatsexamen. Ich bin also in meiner täglichen Arbeit für Mitarbeiter zuständig, die durch ihre individuelle Arbeitssituation (Probezeit, Ausbildung) einem erhöhten Druck ausgesetzt sind. Ein Teil meiner Aufgabe ist es, auf Mitarbeiter/-innen Einfluss zu nehmen. Dazu gehört es, Leistungen anzuspornen, Ideen der Mitarbeiter zu berücksichtigen und die Mitarbeiter anzuregen, ihr Potenzial auszuschöpfen. Auf der anderen Seite gehört es zu der Aufgabe einer leitenden Pflegekraft, Erschöpfungsmerkmale bei Mitarbeitern zu vermeiden, diese aber auch zu erkennen und richtig mit diesen umzugehen. Denn in den letzten Jahren rückt das Thema „Burnout“ zunehmend in den Mittelpunkt der Gesundheits- und Krankenpflege. Die Zeitschrift „Focus“ berichtet in dem Artikel „Pflegekräfte kurz vor dem Burnout“ darüber, dass jede fünfte Pflegekraft laut einer Studie der Betheler Psychiatrie mehrmals im Monat daran denkt, aus dem Beruf auszusteigen. Betroffen seien Auszubildende der Gesundheits- und Krankenpflege ebenso wie langjährige Mitarbeiter. (vgl. Focus, 2008)
Diese Zahlen stellen die Arbeitgeber in Krankenhäusern vor immer neue Herausforderungen. In dieser Arbeit möchte ich mich mit dem Thema „Burnout“ beschäftigen. Im ersten Teil der Arbeit werde ich das Krankheitsbild vorstellen, bevor ich im zweiten Teil die Mitarbeiter- gesundheit als Führungsaufgabe am Beispiel Burnout in der Pflege erarbeiten werde. Hier werde ich die Zusammenhänge von strukturellen Belastungen, Burnout, und Stress darstellen und Hilfestellungen zum frühzeitigen Erkennen der Erkrankung aufführen, sowie das Thema der Prävention in den Mittelpunkt stellen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das Burnout – Syndrom
2.1 Definition
2.2 Die Geschichte des Burnout – Syndroms
2.3 Symptome des Burnout – Syndroms
2.4 Phasen des Burnout – Syndroms nach Freudenberger
2.5 Ursachen des Burnout – Syndroms
2.6 Das 9 Stufen Programm zur Selbsthilfe von Thomas Bergner
3. Mitarbeitergesundheit als Führungsaufgabe
3.1 Burnout in den Pflegeberufen / Arbeitsstrukturelle Ursachen
3.2 Prävention – Die Aufgaben des Arbeitgebers
3.3 Aufgaben von führenden Pflegekräften
4. Fazit
5.Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Burnout-Syndrom?
Burnout beschreibt einen Zustand emotionaler, geistiger und körperlicher Erschöpfung infolge chronischer Überlastung, insbesondere im Beruf.
Warum sind Pflegekräfte besonders Burnout-gefährdet?
Strukturelle Belastungen, hoher Zeitdruck und die emotionale Arbeit mit Patienten führen dazu, dass laut Studien jede fünfte Pflegekraft über einen Berufsausstieg nachdenkt.
Welche Rolle spielt die Führungskraft bei der Burnout-Prävention?
Mitarbeitergesundheit ist eine Führungsaufgabe; Vorgesetzte müssen Erschöpfungsmerkmale frühzeitig erkennen und gesundheitsfördernde Arbeitsstrukturen schaffen.
Was sind die Phasen des Burnouts nach Freudenberger?
Die Arbeit erläutert den schleichenden Prozess von gesteigertem Einsatz bis hin zur völligen Apathie und Depression.
Gibt es Programme zur Selbsthilfe bei Burnout?
Die Arbeit stellt unter anderem das 9-Stufen-Programm zur Selbsthilfe von Thomas Bergner vor.
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- Dominik Dautzenberg (Author), 2012, Das Burnout–Syndrom. Mitarbeitergesundheit als Führungsaufgabe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200916