Die Frage, was der Lohn des Gerechten ist, verstehe ich intuitiv so, dass die Frage auch heißen könnte: Was hat man eigentlich davon gerecht zu sein?
Nun haben mich meine Überlegungen persönlich zu dem Entschluss gebracht, dass Gerechtsein dem gerechten Menschen selbst teils Vor- und teils Nachteil sein kann. Ein Vorteil, weil er mit sich selbst im Reinen sein kann. Der Mensch weiß, dass er, auch wenn er nicht immer hundertprozentig wissen kann, ob er richtig handelt, nach bestem Gewissen gehandelt hat. Auch bleibt durch dieses Handeln seine Seele im Gleichgewicht und macht ihn somit zu einem glücklicheren - Ungerechtigkeit hingegen sei Verkrüppelung der Seele. Das gerechte Handeln des Menschen wirkt aber auch positiv auf ihn zurück, indem auch andere Menschen sich ihm gegenüber gut verhalten, als Reaktion auf sein eigenes gutes Verhalten ihnen gegenüber. Der Lohn wäre somit die Wertschätzung, Anerkennung und vielleicht auch Bewunderung der Anderen.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist der Lohn des Gerechten?
- Platons Sichtweise in der Politeia
- Der gerechte Mensch und seine Belohnung
- Die Seele und ihr Schicksal
- Die Bedeutung des Guten
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieser Essay befasst sich mit der Frage nach dem Lohn des Gerechten und untersucht, welche Auswirkungen gerechtes Handeln auf den Menschen hat. Er vergleicht die eigene Perspektive mit der Sichtweise Platons, insbesondere im Kontext des 10. Buches der Politeia.
- Die intrinsische Bedeutung von Gerechtigkeit
- Der Zusammenhang zwischen Gerechtigkeit und Glück
- Die Rolle der Seele im menschlichen Leben
- Die Konsequenzen von Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit im Diesseits und Jenseits
- Die Bedeutung des Strebens nach dem Guten
Zusammenfassung der Kapitel
- Der Essay beginnt mit der persönlichen Interpretation des Autors zum Thema "Lohn des Gerechten" und stellt dar, dass Gerechtsein sowohl Vor- als auch Nachteile haben kann.
- Es folgt eine Analyse von Platons Sichtweise im 10. Buch der Politeia, in dem er die Unsterblichkeit der Seele und die Vergeltung von Taten im Jenseits betont.
- Der Autor beleuchtet die Rolle der freien Willensentscheidung der Seele vor der Geburt und die Bedeutung des Strebens nach dem Guten.
- Es wird ein Vergleich zwischen der eigenen Perspektive und Platons Ausführungen gezogen, wobei der Autor auf die unterschiedlichen Denkansätze hinweist.
- Der Essay schließt mit einer Zusammenfassung der zentralen Aussagen von Platon und einer Reflexion über die Bedeutung der Gerechtigkeit und des Strebens nach dem Guten im Leben.
Schlüsselwörter
Gerechtigkeit, Lohn, Politeia, Platon, Seele, Unsterblichkeit, Vergeltung, Gut, Erkenntnis, Glück, Lebensphilosophie
Häufig gestellte Fragen
Was versteht Platon unter dem „Lohn des Gerechten“?
Platon argumentiert im 10. Buch der Politeia, dass der Gerechte nicht nur im Diesseits durch Wertschätzung belohnt wird, sondern vor allem im Jenseits durch die Vergeltung seiner Taten und das Schicksal seiner unsterblichen Seele.
Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Gerechtigkeit und Glück?
Gerechtes Handeln hält die Seele im Gleichgewicht. Ein gerechter Mensch ist mit sich im Reinen und handelt nach bestem Gewissen, was ihn laut dieser Philosophie zu einem glücklicheren Menschen macht.
Warum bezeichnet man Ungerechtigkeit als „Verkrüppelung der Seele“?
Ungerechtigkeit stört die innere Harmonie und Ordnung der Seele. Sie führt zu Unfrieden mit sich selbst und verhindert die wahre Erkenntnis des Guten.
Welche Rolle spielt die freie Willensentscheidung der Seele bei Platon?
Platon beschreibt im Mythos von Er, dass die Seele vor der Wiedergeburt ihr künftiges Leben selbst wählt. Die Verantwortung für das gewählte Leben liegt somit beim Einzelnen, nicht bei den Göttern.
Was ist das Ziel des Strebens nach dem Guten?
Das Ziel ist die Angleichung an das Göttliche durch Erkenntnis und gerechtes Handeln, was der Seele letztlich ein besseres Schicksal im Kreislauf der Wiedergeburten ermöglicht.
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- Anonym (Author), 2011, Was ist der Lohn des Gerechten?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200707