Neben dem erklärten Ziel dieser Arbeit den verfassungsrechtlichen Rahmen der EU-Finanzhilfen an die Hellenische Republik gründlich zu erörtern, ist es dem Autor ein weiteres Anliegen den Blick „über den Tellerrand“ hinaus schweifen zu lassen, um ein möglichst komplettes Bild dieser Thematik zu zeichnen.
Inhaltsverzeichnis
- Abkürzungsverzeichnis
- Abbildungsverzeichnis
- Literaturverzeichnis
- Vorwort
- A. Einleitung
- B. Hauptteil
- I. Das Fundament der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion: der Stabilitäts- und Wachstumspakt
- 1. Zweck und Aufbau
- 2. Das Defizitverfahren in der Theorie
- 3. Das Defizitverfahren in der Praxis
- 4. Zusammenfassung und Bewertung
- II. Hilfspakete für die Hellenische Republik I + II
- 1. Ausgangslage
- 2. Hilfspaket für die Hellenische Republik I
- a. Aufbau, Durchführung und Auflagen
- b. Exkurs ins deutsche Verfassungsrecht: Währungsunion-Finanzstabilitätsgesetz (WFStG)
- 3. Hilfspaket für die Hellenische Republik II
- a. Entstehung, Aufbau und Nachbesserung
- b. Neue Mechanismen zur Bewältigung der Europäischen Schuldenkrise
- III. EFSM, EFSF und ESM
- 1. Überblick
- a. European Financial Stabilisation Mechanism (EFSM)
- b. European Financial Stability Facility (EFSF)
- c. European Stability Mechanism (ESM)
- 2. Die Rechtsgrundlagen auf Unionsebene
- a. Beistandsklausel für Mitgliedsstaaten deren Währung nicht der Euro ist: Art. 143 Abs. 2 lit. c iVm. Art. 139 Abs. 1 AEUV
- b. Beistandsklausel für Mitgliedsstaaten aufgrund von Naturkatastrophen oder außergewöhnlichen Ereignissen: Art. 122 Abs. 2 AEUV
- c. Haftungsausschluss nach Art. 125 AEUV
- d. Der „neue“ Art. 136 Abs. 3 AEUV
- 1. Überblick
- C. Ergebnis und Ausblick
- I. Das Fundament der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion: der Stabilitäts- und Wachstumspakt
- Der Stabilitäts- und Wachstumspakt als Fundament der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion
- Die Rolle und Funktion des Defizitverfahrens in der Theorie und in der Praxis
- Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Hilfspakete an die Hellenische Republik I + II
- Die Funktionsweise und die rechtlichen Grundlagen der Euro-Schutzschirme (EFSM, EFSF und ESM)
- Die Bedeutung der „No-Bail-Out-Klausel“ (Art. 125 AEUV) für die Beurteilung der Hilfen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Master Thesis befasst sich mit dem verfassungsrechtlichen Rahmen der EU-Finanzhilfen an die Hellenische Republik. Sie analysiert die rechtlichen Grundlagen dieser Hilfen im Kontext der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion und stellt die entsprechenden Rechtsgrundlagen sowie ihre praktische Umsetzung in den Fokus.
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel beleuchtet den Stabilitäts- und Wachstumspakt als Fundament der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion und analysiert seine Zwecksetzung, seinen Aufbau und die verschiedenen Elemente des Defizitverfahrens. Das zweite Kapitel befasst sich mit den beiden Hilfspaketen für die Hellenische Republik. Es untersucht die Hintergründe, die Inhalte, die Auflagen und die rechtlichen Implikationen der Hilfen. Im dritten Kapitel werden die europäischen Finanzstabilisierungsmechanismen (EFSM, EFSF und ESM) vorgestellt. Der Fokus liegt auf der Funktionsweise und den rechtlichen Grundlagen dieser Schutzschirme. Das Kapitel befasst sich abschließend mit den relevanten Rechtsgrundlagen auf Unionsebene und diskutiert die Bedeutung der „No-Bail-Out-Klausel“ sowie der „neuen“ Norm des Art. 136 Abs. 3 AEUV.
Schlüsselwörter
Europäische Wirtschafts- und Währungsunion, Stabilitäts- und Wachstumspakt, Defizitverfahren, EU-Finanzhilfen, Hellenische Republik, Hilfspakete, Euro-Schutzschirme, EFSM, EFSF, ESM, „No-Bail-Out-Klausel“, Art. 125 AEUV, Art. 136 Abs. 3 AEUV.
Häufig gestellte Fragen
Was sind EFSM, EFSF und ESM?
Dies sind europäische Finanzstabilisierungsmechanismen (Euro-Schutzschirme), die geschaffen wurden, um Mitgliedstaaten in finanziellen Notlagen zu unterstützen und die Stabilität der Währungsunion zu sichern.
Was besagt die "No-Bail-Out-Klausel" (Art. 125 AEUV)?
Die Klausel besagt grundsätzlich, dass weder die EU noch die Mitgliedstaaten für die Verbindlichkeiten eines anderen Mitgliedstaates haften. Die Vereinbarkeit der Hilfspakete mit dieser Klausel ist ein zentraler rechtlicher Diskussionspunkt.
Welche Rolle spielt der Stabilitäts- und Wachstumspakt?
Er bildet das Fundament der Wirtschafts- und Währungsunion und legt die Regeln für das Defizitverfahren fest, um eine solide Haushaltspolitik der Mitgliedstaaten sicherzustellen.
Warum waren Hilfspakete für Griechenland notwendig?
Aufgrund der massiven Schuldenkrise in der Hellenischen Republik drohte ein Staatsbankrott, der die gesamte Eurozone hätte destabilisieren können. Die Hilfspakete waren an strenge Auflagen geknüpft.
Was änderte der "neue" Art. 136 Abs. 3 AEUV?
Diese Bestimmung wurde eingefügt, um eine klare Rechtsgrundlage für die Einrichtung eines permanenten Stabilitätsmechanismus (den ESM) für die Euro-Staaten zu schaffen.
- Citar trabajo
- Diplom-Wirtschaftsjurist (FH), Master of Laws (LL.M.) Adrian Kohl (Autor), 2011, Europas Antworten zur Rettung Griechenlands und des Euro: EFSM, EFSF und ESM – ein Überblick, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/199249