Im 7. Buch Z seiner Metaphysik will Aristoteles den Begriff der ousia bestimmen und feststellen, was das Wesen/die Substanz eines Einzeldinges ist. Dabei kommt er zu der Feststellung, dass sich ein Korrektum aus Stoff und Form zusammensetzt. Aber erst die Form gibt dem Stoff seine Bestimmtheit. Die Fragestellung der Hausarbeit lautet daher: Warum ist die Form mehr ousia als die Materie? Es wird der Begriff der Form untersucht und näher bestimmt. Zum Abschluss werden die Meinungen von Aristoteles und Platon zu diesem Thema gegenübergestellt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Verwendung von εἶδος im griechischen Text
- Der Begriff des εἶδος
- Das εἶδος als Art
- Das εἶδος als Art-Form
- Das εἶδος im Bezug zum Werden
- Die Form-Materie-Unterscheidung
- Die Priorität der Form
- Die Kritik des Aristoteles an der Ideenlehre des Platons
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit dem Formbegriff in der Metaphysik des Aristoteles. Sie untersucht, wie Aristoteles den Begriff des εἶδος in seinen Werken verwendet und wie er sich von Platons Ideenlehre abhebt.
- Die Verwendung von εἶδος im griechischen Text und die verschiedenen Übersetzungsmöglichkeiten.
- Die Bedeutung des εἶδος als Art und Art-Form in der Philosophie des Aristoteles.
- Die Beziehung zwischen Form und Materie und die Priorität der Form in der Wesensbestimmung.
- Der Unterschied zwischen der aristotelischen und der platonischen Auffassung von εἶδος.
- Die Rolle des εἶδος in der Naturphilosophie des Aristoteles.
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in die Thematik des εἶδος in der Metaphysik des Aristoteles ein und stellt die grundlegenden Begriffe und Konzepte vor. Im zweiten Kapitel wird die Verwendung des Begriffs εἶδος im griechischen Text analysiert, wobei verschiedene Übersetzungsmöglichkeiten und deren Bedeutung im Kontext der Metaphysik beleuchtet werden. Kapitel drei untersucht die verschiedenen Bedeutungen des εἶδος, insbesondere als Art und Art-Form. Das vierte Kapitel widmet sich der Form-Materie-Unterscheidung und der Priorität der Form in der Wesensbestimmung. Das fünfte Kapitel soll die Kritik des Aristoteles an der Ideenlehre des Platons beleuchten.
Schlüsselwörter
Die vorliegende Hausarbeit behandelt die zentralen Themen der aristotelischen Metaphysik, darunter Form und Materie, εἶδος, Wesen, Substanz, Art, Art-Form, Naturphilosophie, Ideenlehre, Platon, sowie die Kritik an Platons Ideenlehre.
Häufig gestellte Fragen
Was untersucht Aristoteles im Buch Z der Metaphysik?
Er versucht den Begriff der "ousia" (Wesen/Substanz) zu bestimmen und zu klären, was das eigentliche Wesen eines Einzeldinges ausmacht.
Was bedeutet der Begriff "eidos" bei Aristoteles?
"Eidos" kann als Art, Gestalt oder Form übersetzt werden und bezeichnet das, was einem Stoff seine Bestimmtheit verleiht.
Warum hat die Form Priorität vor der Materie?
Weil erst die Form den unbestimmten Stoff zu einem konkreten, erkennbaren Etwas macht; sie ist daher "mehr ousia" als die Materie.
Wie unterscheidet sich Aristoteles' Formbegriff von Platons Ideenlehre?
Aristoteles kritisiert Platon dafür, dass dieser die Ideen von den Dingen trennt, während für Aristoteles die Form im Ding selbst wirkt.
Was ist ein "Korrektum" aus Stoff und Form?
Es bezeichnet ein zusammengesetztes Einzelding, das sowohl materielle Bestandteile als auch eine organisierende Form besitzt.
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- M.A. Miriam Bauer (Author), 2008, Die Priorität der Form im Buch Z der Metaphysik des Aristoteles , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/199037