Diese Arbeit behandelt die Modifizierung der Anstaltslast und den Wegfall der Gewährträgerhaftung der öffentlich-rechtlichen Kreditinstute in Deutschland, sprich der Sparkassen und Landesbanken. Es wird der Sinn und die Gründe für diese Haftungsfunktionen erklärt, es wird auf das Beihilfeverfahren der Europäischen Kommission, auf den Fall WestLB und auf die Refinanzierungsvorteile dieser Banken im Wettebewerb eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
- Die öffentlich-rechtlichen Kreditinstitute in Deutschland
- Aufgaben der öffentlich-rechtlichen Kreditinstitute.
- Rahmenbedingungen und Eigenkapitalaufbringung
- Die Haftungsmechanismen der öffentlich-rechtlichen Kreditinstitute.
- Die Anstaltslast.......
- Die Gewährträgerhaftung.
- Aktuelle Situation..........\li>
- Modifizierung der Anstaltslast.
- Wegfall der Gewährträgerhaftung..
- Gründe für die Änderung der Haftungsgrundlage.
- Wettbewerbsposition der öffentlich-rechtlichen Banken.........
- Verstoß gegen EU-Recht durch staatliche Beihilfe........
- Auswirkungen auf die Refinanzierungsbedingungen .
- Anlage
- Quellenverzeichnis .....
- Literaturverzeichnis
- Internetverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Hintergründen und Auswirkungen der Anstaltslast und Gewährträgerhaftung auf die Kundenerfolgsrechnung im Bankensektor. Sie untersucht insbesondere die Gründe für den Wegfall der Gewährträgerhaftung und die Modifizierung der Anstaltslast sowie deren Auswirkungen auf die öffentlich-rechtlichen Kreditinstitute.
- Die Rolle der Anstaltslast und Gewährträgerhaftung im deutschen Bankensystem
- Die Gründe für die Änderung der Haftungsgrundlage
- Die Auswirkungen der Änderungen auf die Wettbewerbsposition der öffentlich-rechtlichen Banken
- Die Implikationen der Änderungen für die Kundenerfolgsrechnung
Zusammenfassung der Kapitel
Der erste Teil der Arbeit beleuchtet die Hintergründe der Anstaltslast und Gewährträgerhaftung. Dazu werden die öffentlich-rechtlichen Kreditinstitute in Deutschland vorgestellt, ihre Aufgaben und Ziele erläutert sowie die Rahmenbedingungen und Eigenkapitalaufbringung beleuchtet. Weiterhin wird die Haftung der öffentlichen Banken genauer betrachtet und die aktuelle Situation mit der Modifizierung der Anstaltslast und dem Wegfall der Gewährträgerhaftung analysiert.
Schlüsselwörter
Öffentlich-rechtliche Kreditinstitute, Anstaltslast, Gewährträgerhaftung, Kundenerfolgsrechnung, Bankenlandschaft, Marktanteile, Eigenkapitalaufbringung, Wettbewerbsposition, EU-Recht, staatliche Beihilfe, Refinanzierungsbedingungen.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter der Anstaltslast?
Die Anstaltslast ist die Verpflichtung des öffentlichen Trägers (z.B. Kommune oder Land), die wirtschaftliche Basis eines Instituts (Sparkasse/Landesbank) sicherzustellen, damit es seine Aufgaben erfüllen kann.
Was war die Gewährträgerhaftung?
Die Gewährträgerhaftung bedeutete, dass der Träger unmittelbar für die Verbindlichkeiten des Instituts gegenüber Gläubigern haftete, falls das Institut selbst nicht mehr zahlen konnte.
Warum wurden diese Haftungsmechanismen geändert?
Die EU-Kommission wertete diese Mechanismen als unerlaubte staatliche Beihilfe, da sie den öffentlichen Banken ungerechtfertigte Refinanzierungsvorteile gegenüber Privatbanken verschafften.
Welche Rolle spielte der Fall WestLB?
Das Beihilfeverfahren gegen die WestLB war ein Auslöser für die grundlegende rechtliche Überprüfung und schlussendliche Abschaffung der Gewährträgerhaftung in Deutschland.
Wie wirkt sich der Wegfall auf die Refinanzierung aus?
Durch den Wegfall der staatlichen Garantie stiegen die Kosten für die Kapitalbeschaffung am Markt, da das Risiko für Gläubiger nun höher bewertet wird.
Was bedeutet dies für die Kundenerfolgsrechnung?
Die Banken müssen ihre Kalkulationen anpassen, da die veränderten Haftungsbedingungen direkten Einfluss auf die Kostenstrukturen und die Wettbewerbsfähigkeit haben.
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- Andreas Weiß (Author), 2003, Hintergründe der Anstaltslast und Gewährträgerhaftung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19899