Das Spiel mit Objekten, Figuren und Bildern hat die Ausdrucksformen des Theaters beeinflusst und verändert, hat neue Dimensionen eröffnet und bietet schier unendliche Möglichkeiten. Doch kann das Theater in der Schule, mittlerweile von meist sehr ambitionierten und durchaus fachkundigen Lehrerinnen und Lehrern angeleitet, einen Nutzen daraus ziehen?
Ist die Vervielfachung der theatralen Möglichkeiten eine unendliche Schatzkiste für immer neue künstlerische Projekte oder sind Schüler von dieser neuen, ungewohnten Form einer Theatersprache vielleicht eher überfordert?
Was ist eigentlich Objekttheater und wo liegt seine besondere Ausdruckskraft? Wo liegt sein Zauber? Wie ernst nehmen Schülergruppen die Entscheidung, diese Theaterform umsetzen zu wollen?
Die theoretischen Grundlagen dieser Theaterform sowie einige Ansätze und Projektideen möchte ich in dieser Arbeit vorstellen. Wie sich Schüler und Theaterlehrer dem Bereich Objekttheater genähert haben, möchte ich im Hinblick auf das Schultheatertreffen der Länder aufzeigen, das 2007 unter dem Titel „Objekte.Figuren“ in Wolfsburg stattfand.
Inhaltsverzeichnis
VORWORT
1. EINLEITUNG
2. OBJEKTTHEATER
2.1. Theoretische Grundlagen
2.1.1. Kurzer Überblick über die Geschichte des Objekttheaters
2.1.2. Was ist Objekttheater?
2.1.2.1. Objekt und Subjekt
2.1.2.2. Ausgangspunkte des Objekttheaters
3. GRUNDLAGEN UND MÖGLICHKEITEN DER PRAKTISCHEN UMSETZUNG IM DARSTELLENDEN SPIEL
3.1. Grundlagen der (Schul)Theaterarbeit mit Objekten
3.2. Praktische Arbeitsanweisungen zur Durchführung eines Objekttheaterprojekts..
3.2.1. Das Suchen und Finden der Dinge
3.2.2. Sichtung und Auswahl - Die Gestaltung des Spielraums
3.2.3. Beziehungsaufnahme und erste Improvisation
3.2.4. Erste Spielsequenzen
3.2.5. Weiteres Vorgehen
4. BEISPIELE DER PRAKTISCHEN UMSETZUNG BEIM THEATERTREFFEN „SCHULTHEATER DER LÄNDER“
4.1. Das Festival und seine Teilnehmer
4.2. Die Fachtagung und ihre Themenfelder
4.3. Die Festivalbeiträge - eine Kurzbilanz
4.3.1. Produktion 1: Küsse mich! Sonst küss ich dich! (Niedersachsen)
4.3.2. Produktion 2: Frühlings Erwachen (Brandenburg)
4.3.3. Produktion 3 - Scrubber Dance (Bremen)
4.4. Zusammenfassung
5. DAS PÄDAGOGISCHE POTENTIAL VON OBJEKTTHEATER MIT SCHÜLERN
5.1. Theatrale Zeichen als Herausforderung
5.2. Perspektiven des Objekttheaters im Darstellenden Spiel
5.3. Nachdenken über Theater und Theaterbegriff
5.3.1. Handlungsorientiertes Lernen durch Objekttheater
5.3.2. Autonomie durch Entmachtung
6. SCHLUSSBETRACHTUNG
7. LITERATURVERZEICHNIS
8. ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Häufig gestellte Fragen
Was ist Objekttheater?
Objekttheater ist eine Form des darstellenden Spiels, bei der Alltagsgegenstände, Figuren oder Bilder zu Hauptakteuren werden und neue Bedeutungsebenen eröffnen.
Welches pädagogische Potenzial bietet Objekttheater in der Schule?
Es fördert die Kreativität, ermöglicht handlungsorientiertes Lernen und hilft Schülern, ihren Theaterbegriff jenseits des klassischen Rollenspiels zu erweitern.
Wie beginnt man ein Objekttheaterprojekt mit Schülern?
Der Prozess beginnt meist mit dem "Suchen und Finden" von Dingen, gefolgt von einer ersten Beziehungsaufnahme und Improvisation mit dem Objekt.
Was war das Schultheatertreffen „Objekte.Figuren“ 2007?
Ein Festival in Wolfsburg, bei dem Schülergruppen verschiedene Produktionen präsentierten, die den kreativen Umgang mit Objekten auf der Bühne zeigten.
Können Schüler durch Objekttheater Autonomie gewinnen?
Ja, durch die "Entmachtung" des Schauspielers zugunsten des Objekts lernen Schüler neue Formen der künstlerischen Kontrolle und Selbstwirksamkeit.
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- Sandra Fleige (Author), 2009, Wir und die Dinge. Überlegungen zum pädagogischen Potential des Objekttheaters für das darstellende Spiel in der Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198932