Die Bedeutung des Eros bei Platon ist eine epistemologische. Eros ist der Ursprung, der Antrieb allen Philosophierens. Durch die „Erschütterung“ beim Anblick einer schönen Gestalt (eines schönen Knaben) wird eine strebende Begeisterung geweckt, die das Schöne sucht, bis hin zur Idee des Schönen selbst. Hierzu muss aber die Sinnlichkeit überwunden werden. Eine Liebesbeziehung, die rein auf die sexuelle Begierde gerichtet ist, kann niemals gleichzusetzen sein, mit dem göttlichen Rausch, der zur Erkenntnis führt. Dabei ist die erotische Liebe per se nicht als schlecht zu bezeichnen, sondern nur niedriger zu werten. Das Schlüsselwort ist also die Tugend Besonnenheit, denn es gilt die Lust zu zügeln.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Die epistemologische Bedeutung des Eros-Begriffes
2.1 Eros‘ Bedeutung im Stufenweg der Erkenntnis
2.2 Der Lohn eines philosophischen Lebens
2.3 Eros als göttlicher Wahnsinn im Phaidros
2.3.1 Seelenmythos- Aufschwung der Seele zur Erkenntnis des Seins
2.3.2 Eros als Impulsgeber der Philosophie
3. Fazit und Diskussion
3.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
3.2 kritische Auseinandersetzung
Literatur
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet Eros bei Platon?
Eros ist bei Platon der Ursprung und Antrieb allen Philosophierens, ein Streben nach Erkenntnis des Wahren und Schönen.
Wie führt Eros zur Erkenntnis?
Durch den Anblick einer schönen Gestalt wird eine Begeisterung geweckt, die über die Sinnlichkeit hinaus zur Idee des Schönen führt.
Was ist der 'göttliche Wahnsinn' im Phaidros?
Platon beschreibt den Eros als eine Form des göttlichen Rausches, der die Seele beflügelt, sich an die ewigen Wahrheiten zu erinnern.
Welche Rolle spielt die Tugend der Besonnenheit?
Besonnenheit ist notwendig, um die rein sexuelle Begierde zu zügeln und den Eros in philosophische Erkenntnis umzuwandeln.
Ist körperliche Liebe für Platon schlecht?
Nein, sie wird nicht als schlecht bezeichnet, aber als "niedriger" im Vergleich zur geistigen Liebe, die zur Wahrheit führt, gewertet.
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- Mendina Morgenthal (Author), 2012, Nutzen und Wirken des platonischen Eros, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198778