Eine Charakterisierung zu verfassen ist für Schüler nicht immer leicht. Häufig vertieft der Unterricht nicht, was es bedarf, um eine gute Charakterisierung zu erstellen. Oft schreiben immer die gleichen Schüler gute charakterisierende Texte. Diese Unterrichtseinheit geht genauer auf die häufigsten Problemfelder beim Schreiben einer Charakterisierung ein: Wie verfasst man eine gute Einleitung? Wie bleibt man im Präsens? Welche Sprache ist angemessen? Wie zitiert man regelgerecht? Wie unterscheidet man zwischen einer Eigenschaft und dem Verhalten einer Person? Und wie verfasst man einen kommentierenden Schluss?
Mit einem Bogen zur Selbstdiagnose legen die Schülerinnen und Schüler fest, in welchen Bereichen sie noch Probleme haben, die sie bearbeiten möchten. Im Lernzirkel stehen ihnen geeignete Aufgaben zur Verfügung, die sie alleine oder mit Hilfe bearbeiten können und auch eigenverantwortlich mit der Klasse besprechen. Die fortgeschrittenen Schüler versuchen eine eigene Charakterisierung und überprüfen, ob sie dabei alle Kriterien beachtet haben.
Inhaltsverzeichnis
1. Lerngruppe
1.1 Beschreibung der Lerngruppen
1.2 Lernvoraussetzungen
2. Didaktische Überlegungen
2.1 Didaktische Begründung der Reihe
2.2 Didaktische Begründung der Stunde
2.2 Didaktische Analyse des Materials
3. Lernziele
4. Methodische Überlegungen zur Stunde
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler (SuS) bei der Erstellung von Figurencharakterisierungen im Rahmen der Novelle „Kleider machen Leute“. Durch ein gezieltes Stationenlernen sollen die Lernenden an ihren persönlichen Schwachstellen arbeiten, ihre Schreibkompetenz festigen und den prozessorientierten Umgang mit literarischen Texten erlernen.
- Vertiefung der formalen Kriterien einer Figurencharakterisierung
- Individuelle Übungsschwerpunkte basierend auf einer Selbstdiagnose
- Anwendung von Schreibstrategien und fachsprachlichem Wortschatz
- Förderung der Selbstständigkeit und kooperativer Lernformen
Auszug aus dem Buch
Didaktische Analyse des Materials
Lerngegenstand der heutigen Stunde ist in erster Linie ein Aufgabensortiment, das aus einer Charakterisierung Wenzel Strapinskis erstellt wurde. Die Charakterisierung entstammt dem Internet-Forum www.school-scout.de. Die Charakterisierung ist vor allem dadurch geeignet, da sie eine übersichtliche Länge hat (etwa eine DIN A4-Seite), in einer für die SuS verständlichen Sprache formuliert ist und zusätzlichen allen bisher erarbeiteten Kriterien entspricht, d.h. die Bereiche der Charakterisierung (Einleitung nach TATTZ-Regel, Hauptteil mit äußerer Erscheinung, Lebensumständen, Verhalten und Eigenschaften, sowie kommentierender Schluss) sind vorhanden. Eine didaktische Reduktion im Sinne von Verkürzung/Vereinfachung war insgesamt nicht notwendig, lediglich ein Verbessern einiger weniger schöner Formulierungen und das Einfügen der Textquellen.
Den Wünschen der Lerngruppe entsprechend, (die ich den Selbstevaluationsbögen entnommen habe), habe ich die Charakterisierung in fünf Teile zerstückelt und die Textteile zu Aufgaben aufbereitet. Dabei habe ich den SuS verhältnismäßig enge Aufgaben vorgegeben. Dies hat den Grund, dass die SuS, die die jeweilige Aufgabe bearbeiten werden, in dem jeweiligen Bereich vermutlich noch große Defizite haben. Sie bekommen deshalb die Chance noch einmal auf einem noch leichteren Niveau den Inhalt zu verstehen. Ich erhoffe mir dadurch den Effekt, dass bei einigen tatsächlich die Grundproblematik (z.B. des Schreibens im Präsens) verstanden wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Lerngruppe: Die Lerngruppe wird hinsichtlich ihrer Zusammensetzung, Lernatmosphäre und individuellen Voraussetzungen im Fach Deutsch beschrieben.
2. Didaktische Überlegungen: In diesem Kapitel erfolgt die fachliche und methodische Begründung der Unterrichtsreihe sowie der konkreten Stunde inklusive einer Analyse des verwendeten Lehrmaterials.
3. Lernziele: Dieses Kapitel definiert die angestrebten Lernfortschritte der Schülerinnen und Schüler, unterteilt in Haupt-, Minimal- und Maximallernziele sowie in verschiedene Kompetenzbereiche.
4. Methodische Überlegungen zur Stunde: Hier wird der methodische Aufbau der Unterrichtsstunde erläutert, wobei insbesondere das Stationenlernen und die Rolle der Lehrkraft als Lernberater im Vordergrund stehen.
Schlüsselwörter
Figurencharakterisierung, Wenzel Strapinski, Kleider machen Leute, Novelle, Stationenlernen, Binnendifferenzierung, Schreibdidaktik, Prozessorientierung, Lernziele, Selbstevaluation, Schülerorientierung, Präsens, Zitierregeln, Deutschunterricht.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und Durchführung einer Deutschstunde in einer 8. Klasse, in der die Schülerinnen und Schüler ihre Fähigkeiten beim Verfassen einer Figurencharakterisierung zu Gottfried Kellers Novelle „Kleider machen Leute“ verbessern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Arbeit mit formalen Kriterien (z. B. TATTZ-Regel, Tempus Präsens), das korrekte Zitieren sowie die Unterscheidung zwischen Verhalten und Eigenschaften einer literarischen Figur.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?
Das Hauptziel ist die individuelle Förderung der SuS in ihren jeweiligen Problembereichen, um eine qualitativ hochwertige und kriteriengerechte Charakterisierung der Hauptperson Wenzel Strapinski zu verfassen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Unterricht folgt den Prinzipien der Schüler-, Handlungs- und Problemorientierung und nutzt ein offenes Stationenlernen, um den individuellen Lernvoraussetzungen der Klasse gerecht zu werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die Lerngruppe beschrieben, die didaktische Begründung dargelegt, die Lernziele definiert und die methodischen Überlegungen zur Gestaltung des Stationenlernens detailliert ausgeführt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Figurencharakterisierung, Stationenlernen, Binnendifferenzierung und Prozessorientierung im Deutschunterricht.
Warum wurde gerade die Novelle „Kleider machen Leute“ gewählt?
Die Novelle ist laut Lehrplan für die 8. Klasse vorgesehen und thematisiert Identitätssuche und den Einfluss von Kleidung, was eine hohe Anschlussfähigkeit an die Lebenswelt der Jugendlichen bietet.
Wie gehen die SuS mit ihren individuellen Defiziten um?
Die SuS nutzen einen Selbstevaluationsbogen, um ihren eigenen Übungsbedarf zu identifizieren, und bearbeiten darauf basierend zielgerichtet die entsprechenden Stationen im Unterricht.
- Arbeit zitieren
- Mareike Hachemer (Autor:in), 2011, Unterrichtsstunde: Figuren charakterisieren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198651