Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Sociology - Social System and Social Structure

Warum werben Unternehmen mit Armut?

Das Beispiel 'Volvic'

Title: Warum werben Unternehmen mit Armut?

Elaboration , 2007 , 12 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Danielle Klußmann (Author)

Sociology - Social System and Social Structure
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Eine neue Studie des Kinderschutzbundes macht das Thema Kinderarmut aktueller denn je. Auch wenn Politiker eine Mehrklassengesellschaft abstreiten und überzeugt sind, dass es in Deutschland keine Unterschicht gibt, wird das Gegenteil immer deutlicher. Kinder aus armen Familien haben es um ein Vielfaches schwerer als Kinder wohlhabender Eltern. Obwohl Medien immer wieder über Armut in Deutschland oder anderen Industrienationen berichten, bringen dennoch die Meisten Armut nach wie vor zu allererst mit Afrika, Südamerika und Teilen Asiens in Verbindung. Dies könnte seinen Ursprung darin haben, dass in Deutschland überwiegend eine versteckte Armut herrscht, die auf den ersten Blick kaum sichtbar ist. Die Bilder aus Entwicklungsländern zeigen dagegen abgemagerte Menschen, fast verhungerte Säuglinge und Kinder, die von Hepatitis, Krätze und Malaria gezeichnet sind.
Auch die Werbung bedient sich bisher ausschließlich Bildern aus Afrika und Südamerika, wenn sie mit Armut werben möchte. Dies könnte daher kommen, dass den Menschen in Deutschland ihre Armut nach wie vor peinlich und unangenehm ist und sie sich gerne verstecken, während die Menschen in Entwicklungsländern dankbar für die Hilfe aus den Industrienationen sind.
Mit Armut als Teil der Werbestrategie werde ich mich in dieser Arbeit beschäftigen. Ich habe hierfür als Beispiel das Unternehmen Volvic gewählt, das bereits seit einigen Jahren mit Hilfsaktionen für Afrika seine Produkte bewirbt. Ich werde mich zu Beginn mit dem System und den Ziele der Werbung beschäftigen, im Folgenden wird dann die emotionale Wirkung von Werbung betrachtet. Die Gedächtnisverankerung schließt den Hauptteil ab. Ich werde mich in jedem Kapitel zuerst mit den Faktoren im Allgemeinen beschäftigen und anschließend die Umsetzung im Werbespot der Firma Volvic betrachten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 System und Ziele der Werbung

2.1.1 Das AIDA-Prinzip

2.1.2 Beeinflussungsziele der Werbung

2.1.3 Die Umsetzung im ‚Volvic’-Werbespot

2.2 Emotionen in der Werbung

2.2.1 Die emotionale Wirkung von Werbung

2.2.2 Die emotionale Informationsverarbeitung

2.2.3 Emotionale Wirkung im ‚Volvic’-Werbespot

2.3 Die Gedächtnisverankerung

2.3.1 Gestaltung und Wiederholung

2.3.2 Gedächtnisverankerung des ‚Volvic’-Werbespots

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die werbestrategische Nutzung von Armutsthematiken am Beispiel des Unternehmens Volvic. Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch spezifische Werbemethoden – insbesondere durch die Anwendung des AIDA-Prinzips, emotionale Ansprache und Gedächtnisverankerung – karitative Projekte in der Werbung zur Imagepflege und Kundenbindung eingesetzt werden.

  • Analyse von Werbestrategien nach dem AIDA-Prinzip
  • Einsatz von Emotionen in der modernen Werbepsychologie
  • Bedeutung der Gedächtnisverankerung und Wiederholung im Fernsehen
  • Fallbeispiel Volvic: Verbindung von Wohltätigkeit und Verkaufsförderung
  • Kritische Betrachtung wirtschaftlicher Interessen hinter karitativen Werbebotschaften

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Das AIDA-Prinzip

Die Entwickler von Werbestrategien arbeiten gemeinhin nach dem sogenannten ‚AIDA-Prinzip’. A steht für Attention, d.h. zuallererst muss die Aufmerksamkeit des Betrachters erregt werden, dies geschieht heute meist durch nackte Haut, grelle Farben, große Sprüche, aber auch durch Tiere oder kleine Kinder. Wurde die Aufmerksamkeit des Betrachters erregt, so muss sie gehalten werden (Interest) z.B. mit einer Geschichte, einer unerwarteten Pointe oder einer Andeutung, die aufgelöst werden muss. Nun wird dem Betrachter erklärt, warum er genau dieses Produkt kaufen soll, um bei ihm den Wunsch, das Produkt zu besitzen auszulösen (Desire). Dies kann auf rationaler Ebene geschehen, indem der günstige Preis, die besondere Leistung oder andere Vorteile des Artikels hervorgehoben werden. Immer häufiger wird auch die emotionale Ebene angesprochen. So ist das Produkt ‚cool’ und dieses Image färbt dann auf den Käufer ab oder es wird zum Statussymbol erhoben, das man unbedingt besitzen muss, um ‚in’ zu sein. Ist erst einmal der Besitzwunsch des Käufers ausgelöst, soll das Produkt natürlich möglichst schnell und möglichst in großer Menge gekauft werden (Action). Somit endet Werbung häufig mit dem Hinweis auf limitierte Sondereditionen, befristete Sonderangebote oder der Abbildung des Produkts im Großformat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die Diskrepanz zwischen realer Armut und deren medialer Darstellung sowie die Motivation des Unternehmens Volvic, soziale Hilfsprojekte für Werbezwecke zu nutzen.

2. Hauptteil: Der Hauptteil erläutert theoretische Grundlagen der Werbepsychologie wie das AIDA-Prinzip und emotionale Wirkungsweisen, um diese anschließend gezielt auf die Werbestrategie von Volvic zu übertragen.

3. Fazit: Das Fazit resümiert die Wirksamkeit der Volvic-Werbung und kritisiert die Vermischung von karitativen Hilfsprojekten mit rein wirtschaftlichen Verkaufsinteressen.

Schlüsselwörter

Werbepsychologie, AIDA-Prinzip, Volvic, Kinderarmut, Emotionen, Gedächtnisverankerung, Markenbildung, karitative Werbung, Marketing, Absatzförderung, Medienpsychologie, Konsumverhalten, Imagepflege, Hilfsprojekte, Werbestrategie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Unternehmen das sensible Thema Armut als zentrales Element ihrer Werbestrategie nutzen, um Produkte zu vermarkten und das Markenimage zu stärken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Werbepsychologie, emotionale Wirkung von Werbung, Techniken zur Gedächtnisverankerung und die ethische Problematik karitativen Marketings.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es wird untersucht, mit welchen psychologischen Mechanismen die Firma Volvic ihre Werbespots gestaltet, um Konsumenten durch karitative Hilfsaktionen für Afrika zu einem Produktkauf zu bewegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung gängiger Werbemodelle, die auf den konkreten Fallbeispielen der Volvic-Werbespots angewendet wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden das AIDA-Prinzip, die emotionale Informationsverarbeitung sowie verschiedene Techniken der Gedächtnisverankerung und Wiederholung erläutert und jeweils direkt auf die Praxisbeispiele der Volvic-Spots bezogen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Werbepsychologie, AIDA-Prinzip, emotionale Wirkung, Gedächtnisverankerung und karitative Werbung.

Warum ist das "AIDA-Prinzip" für die Analyse von Volvic relevant?

Das AIDA-Prinzip bietet das Raster, um zu verstehen, wie Volvic durch die Abbildung afrikanischer Kinder Aufmerksamkeit generiert, durch die Erzählung von Markus Lanz Interesse weckt und durch das Versprechen auf Hilfe den Wunsch zum Kauf auslöst.

Welche kritische Schlussfolgerung zieht der Autor im Fazit?

Der Autor stellt fest, dass bei aller sozialen Wohltätigkeit die ökonomische Gewinnabsicht der Marke Volvic als treibendes Motiv für die Werbekampagnen nicht abzustreiten ist.

Excerpt out of 12 pages  - scroll top

Details

Title
Warum werben Unternehmen mit Armut?
Subtitle
Das Beispiel 'Volvic'
College
University of Heidelberg
Grade
1,5
Author
Danielle Klußmann (Author)
Publication Year
2007
Pages
12
Catalog Number
V198051
ISBN (eBook)
9783656240877
Language
German
Tags
Werbung AIDA Armut
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Danielle Klußmann (Author), 2007, Warum werben Unternehmen mit Armut?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198051
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  12  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint