Die vorliegende Arbeit befasst sich im Rahmen des Seminars „Arndt, Spener, Francke: Gestalten des Pietismus“ mit dem Sündenverständnis August Hermann Franckes anhand ausgewählter Predigten. Dabei handelt es sich um die am 19. April 1696 von August Hermann Francke gehaltene Predigt, mit dem Titel „Die Erlassung und Behaltung der Sünde“. Diese wurde im Zusammenhang mit dem Beichtstuhlstreit aus demselben Jahr gehalten und hat den biblischen Text aus Johannes 20,19-23 als Grundlage.
Zunächst wird die Person August Hermann Francke vorgestellt, um später dessen Predigt im Zusammenhang mit seinem Lebenslauf betrachten zu können. Darauf folgt eine Darstellung des Pietismus mit seinen Anfängen, Beweggründen sowie Auswirkungen auf das christliche Leben der damaligen Zeit und dessen theologischen Hintergründe zur Glaubenslehre. Diese Darstellung bezieht sich auf den Pietismus in Deutschland mit dessen Anfängen bis zu der Zeit in der auch Francke selbst wirkte. Mit den Hintergründen aus den Kapiteln zwei und drei wird im vierten Kapitel die Predigt von der Erlassung und Behaltung der Sünde eingehend interpretiert. Daran lehnt sich die Aufschlüsselung des Sündenverständnisses August Hermann Franckes in Kapitel fünf an. Die Arbeit schließt mit einem Fazit indem die zentralen Aspekte noch einmal zusammengefasst dargestellt werden.
Wie der Titel der Arbeit erschließen lässt, sollen dabei mehrere Predigten behandelt werden. Sie wird sich jedoch auf eine Predigt konzentrieren, um diese dafür umso eingehender bearbeiten zu können. Die Predigt vom 19. April 1696 eignet sich aufgrund der Thematisierung des Umgangs mit der Beichtstuhlpraxis besonders für die Herausarbeitung des Sündenbegriffs, da das Beichten im direkten Zusammenhang mit der Sünde steht.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 August Hermann Francke
3 Der Pietismus
4 Interpretation der Predigt „Die Erlassung und Behaltung der Sünde“
5 August Hermann Franckes Sündenverständnis
6 Fazit
Quellenverzeichnis
Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Wer war August Hermann Francke?
August Hermann Francke (1663–1727) war ein bedeutender deutscher Theologe und Pädagoge sowie eine der zentralen Gestalten des Halleschen Pietismus.
Was ist Pietismus?
Der Pietismus ist eine Reformbewegung innerhalb des Protestantismus, die ab dem 17. Jahrhundert die persönliche Frömmigkeit, das Bibelstudium und ein aktives christliches Leben in den Vordergrund stellte.
Wie verstand Francke den Begriff der Sünde?
Franckes Sündenverständnis ist eng mit der Beichtpraxis und der Notwendigkeit der Buße verknüpft. In seinen Predigten betont er die Erlassung und Behaltung der Sünde basierend auf biblischen Texten.
Was war der Beichtstuhlstreit von 1696?
Der Beichtstuhlstreit war eine theologische Auseinandersetzung über die Form und Bedeutung der Beichte, in deren Kontext Francke seine berühmte Predigt über die Erlassung der Sünden hielt.
Welche Predigt steht im Zentrum der Untersuchung?
Die Arbeit konzentriert sich auf die Predigt vom 19. April 1696 mit dem Titel „Die Erlassung und Behaltung der Sünde“, die auf dem Text Johannes 20,19-23 basiert.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2012, Franckes Verständnis der Sünde anhand ausgewählter Predigten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196256