Mythendestruktion einer Bekleidungswerbung nach Roland Barthes:
Was wird auf der lexikalischen Ebene gesagt?
Was ist die nahe gelegte Denotation?
Was ist der nahe Referenzrahmen?
Was ist die nahe gelegte Konnotation?
Was ist der erweiterte Referenzrahmen?
Wie werden Konnotation und erweiterter Referenzrahmen gestiftet?
Inhaltsangabe
1. Was wird auf der lexikalischen Ebene gesagt?
2. Was ist die nahe gelegte Denotation?
3. Was ist der nahe Referenzrahmen?
4. Was ist die nahe gelegte Konnotation?
5. Was ist der erweiterte Referenzrahmen?
6. Wie werden Konnotation und erweiterter Referenzrahmen gestiftet?
Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[1]
1. Was wird auf der lexikalischen Ebene gesagt?
Auf weißem Hintergrund sehen wir drei Organe – Herzen. Sie scheinen biologischen Ursprungs zu sein, da sie naturgetreu aussehen. Die Aorta ist abgeklemmt, Fett ist am oberen Muskelansatz zu sehen, ein leichter, feuchter Glanz zeugt davon, erst kürzlich einem Organismus entnommen worden zu sein.
Außerdem zu sehen sind die in schwarzen Majuskeln gedruckten Wörter „WHITE“, „BLACK“ und „YELLOW“. Die Wörter sind genau in dieser Reihenfolge auf den Organen angeordnet. Zusätzlich ist in der unteren Hälfte mittig am rechten Rand das Markenzeichen eines Labels auf grünem Grund abgebildet: United Colors of Benetton.
2. Was ist die nahe gelegte Denotation?
Unmittelbar mit den Objekten verbunden ist die Bedeutung des Herzens als überlebensnotwendiges Organ eines jeden Lebewesens. Das Herz ist ein Hohlorgan bestehend aus Muskeln. Es schlägt beständig und pumpt Blut durch den Körper, um die einzelnen Muskeln, Organe etc. mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen.
3. Was ist der nahe Referenzrahmen?
Es handelt sich um ein Werbeplakat der Firma United Colors of Benetton, veröffentlicht im März 1996[2], aufgenommen von Oliverio Toscani[3], der bekannt ist für seine provokante Art. United Colors of Benetton ist ein Global Player, der in der Bekleidungsindustrie tätig ist.[4]
4. Was ist die nahe gelegte Konnotation?
Das Herz steht in seiner Metaphorik für Liebe, Zuneigung und andauernde, positive Gefühle. Alles, was mit unserem Herz zu tun hat, betrifft uns direkt, da es existenziell und unersetzlich ist. In einem leichtfertigen Zusammenhang benutzt man diesen Begriff folglich also nicht. Deutlich machen das z.B. Aussagen wie: „Du hast mein Herz erobert.“, „Mein Herz ist gebrochen.“, „Ich habe ein Herz für Tiere.“ oder „Mein Herz gehört dir.“.
[...]
[1] http://brainwash.webguerillas.de/wp-content/uploads/2006/06/benetton_herzen_rs.jpg 20.03.2010.
[2] http://press.benettongroup.com/ben_en/about/campaigns/list/hearts/?t=print 20.03.2010.
[3] http://www.moveyourmind.es/2008/11/moda-provocadora-cuando-la-publicidad-vende-polemica/comment-page-1/ 20.03.2010.
[4] http://www.benettongroup.com/en/whoweare/overview.htm 20.03.2010.
Häufig gestellte Fragen
Was wird auf der lexikalischen Ebene der Benetton-Werbung dargestellt?
Auf einem weißen Hintergrund sind drei biologisch echt wirkende Herzen (Organe) zu sehen. Über den Herzen stehen in schwarzen Großbuchstaben die Wörter „WHITE“, „BLACK“ und „YELLOW“.
Welche Denotation hat das Herz in dieser Analyse?
Die nahegelegte Denotation beschreibt das Herz als ein überlebensnotwendiges Hohlorgan aus Muskeln, das Blut durch den Körper pumpt, um Organe mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen.
Wer ist der Fotograf der analysierten Benetton-Kampagne?
Die Aufnahme stammt von Oliviero Toscani, der für seine provokante Art in den Kampagnen für United Colors of Benetton bekannt ist.
Welche metaphorische Bedeutung (Konnotation) hat das Herz?
Das Herz steht metaphorisch für Liebe, Zuneigung und existenzielle Gefühle. Es wird in Zusammenhängen wie „ein Herz erobern“ oder „ein gebrochenes Herz“ verwendet.
Was ist der „nahe Referenzrahmen“ dieser Werbung?
Es handelt sich um ein im März 1996 veröffentlichtes Werbeplakat der Firma United Colors of Benetton, einem globalen Akteur in der Bekleidungsindustrie.
- Arbeit zitieren
- Bernadette Greiten (Autor:in), 2010, Benetton-Werbung - Mythendestruktion nach Roland Barthes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/195648