Im Jahr 1995 entwickelte Clayton Christensen eine Theorie über die sogenannten disruptiven Innovationen, in der er beschreibt, warum etablierte Unternehmen oft an disruptiven Innovationen scheitern und manch andere Innovationen, die sustaining Innovationen, etablierten Unternehmen keine existenzbedrohenden Probleme bereiten. Demnach entsteht eine problematische Situation, wenn es sich andeutet, dass neue Innovationen einen neuen Absatzmarkt schaffen. Unternehmen stehen dann vor der Entscheidung, entweder Ressourcen in die neue Technologie zu investieren oder abzuwarten, ob sich die neue Technologie auch am Hauptabsatzmarkt durchsetzen kann. Beides kann zu Marktanteilsverlusten führen. Falls sich die neue Technologie durchsetzt, könnte das Unternehmen in technologischen Rückstand geraten. Wenn sich die neue Technologie jedoch nicht durchsetzt, werden dadurch Ressourcen verschwendet, die für etablierte Technologien hätten verwendet werden können. Diese Tatsache bezeichnet Christensen in seiner Theorie als innovator’s dilemma für etablierte Unternehmen.
In dieser Arbeit wird Christensens Innovationstheorie beschrieben. Zuerst werden die Grundlagen dargestellt, auf die sich seine Theorie stützt. Dann wird auf die unterschiedlichsten Merkmale von Innovationen, speziell den disruptiven Innovationen, eingegangen. In der Folge werden die Probleme etablierter Unternehmen erläutert. Zuletzt erfolgt eine kritische Würdigung und Zusammenfassung der Theorie.
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
1. Einführung
2. Die Theorie Christensens
2.1 Value-Network und Entwicklungspfade
2.2 Konzept disruptiver Innovationen
2.2.1 Merkmale von Sustaining Technologies
2.2.2 Merkmale von Disruptive Technologies
2.2.3 Modell der disruptiven Innovation
2.3 Arten von disruptiven Innovationen
2.3.1 Low-End Disruption
2.3.2 New-Market Disruption
2.3.3 Mischformen der Disruption
2.4 Die Probleme etablierter Unternehmen
2.4.1 Gesetzmäßigkeiten der disruptiven Technologie
2.4.2 Reaktionsmöglichkeiten auf disruptive Innovationen
2.5 Die mechanische Baggerindustrie - ein Fallbeispiel
3. Kritische Würdigung und Zusammenfassung
Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine disruptive Innovation laut Clayton Christensen?
Eine disruptive Innovation ist eine Technologie oder ein Geschäftsmodell, das zunächst am unteren Ende des Marktes ansetzt und schließlich etablierte Unternehmen verdrängt.
Was versteht man unter dem „Innovator’s Dilemma“?
Es beschreibt die Schwierigkeit etablierter Firmen, in neue, weniger profitable Technologien zu investieren, während sie gleichzeitig ihre bestehenden, profitablen Kunden bedienen müssen.
Was ist der Unterschied zwischen Sustaining und Disruptive Technologies?
Sustaining Technologies verbessern bestehende Produkte für aktuelle Kunden, während Disruptive Technologies oft einfacher und günstiger sind und neue Märkte erschließen.
Was ist eine „Low-End Disruption“?
Diese Form der Disruption findet statt, wenn ein Neueinsteiger ein „gut genug“ Produkt für überversorgte Kunden zu einem deutlich niedrigeren Preis anbietet.
Warum scheitern etablierte Unternehmen oft an Disruption?
Ihre Prozesse und Werte sind auf die Maximierung des Gewinns mit bestehenden Kunden ausgelegt, was sie blind für die Potenziale kleiner, aufstrebender Nischenmärkte macht.
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- B.A. Thorsten Frierk (Author), 2012, Disruptive Innovation , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194522