Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Hexenverfolgungen und –prozessen in der nachmaligen Schweiz, wobei erst ein historisch-chronologischer Überblick gegeben wird und zeitliche sowie regionale Schwerpunkte aufgezeigt werden. Anschließend findet die Quellenarbeit statt, bei der einzelne Lebensschicksale und regionale Prozesse analysiert werden. Hierbei wird auch auf die Vorstellung des Hexenwesens, sowie auf mögliche Gründe und Ursachen der Verfolgungen eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Anfänge der Hexenprozesse
- Hohes und spätes Mittelalter
- Frühe Neuzeit
- Prozesswellen und regionale Schwerpunkte der Hexenverfolgung
- 1447-1456
- 1457-1466
- 1477-1486
- 1487-1496
- 1497-1506
- Die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts bis zum 18. Jahrhundert
- Weitere Beispiele für Hexenprozesse anhand von Quellenarbeit
- Der Prozess gegen Perrissone Gappit 1464
- Der Prozess gegen Jean Poesiouz 1480
- Zusammenfassung und Abschluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Hexenverfolgungen und -prozesse in der heutigen Schweiz im Mittelalter und der frühen Neuzeit. Der Fokus liegt auf der Darstellung eines historischen-chronologischen Überblicks, der zeitliche und regionale Schwerpunkte beleuchtet. Des Weiteren werden anhand von Einzelbeispielen und regionalen Prozessen die Lebensgeschichten und die Vorstellung des Hexenwesens analysiert. Die Arbeit geht auch auf die möglichen Gründe und Ursachen der Verfolgungen ein.
- Die Anfänge der Hexenverfolgung in der Schweiz
- Die Rolle von Ketzersekten im 11. Jahrhundert
- Die Entwicklung des Hexenwesens im Spätmittelalter und der frühen Neuzeit
- Regionale Schwerpunkte und Prozesswellen
- Individuelle Schicksale und regionale Prozesse
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt das Thema der Hexenverfolgung in der Schweiz im Kontext der europäischen Entwicklung vor und erläutert die Relevanz des Schweizer Quellenmaterials. Das zweite Kapitel widmet sich den Anfängen der Hexenverfolgung, indem es zunächst häretische Sekten im hohen Mittelalter präsentiert und anschließend auf die Entwicklung des frühen Hexenwesens im Spätmittelalter und der frühen Neuzeit eingeht. Im dritten Kapitel werden die regionalen Schwerpunkte der Hexenverfolgung in der Schweiz anhand von Prozesswellen und einzelnen Beispielen untersucht. Das vierte Kapitel präsentiert detaillierte Fallstudien von Hexenprozessen, wobei der Fokus auf den Prozessen gegen Perrissone Gappit (1464) und Jean Poesiouz (1480) liegt.
Schlüsselwörter
Die Arbeit behandelt die Themen Hexenverfolgung, Hexenwesen, Mittelalter, Frühe Neuzeit, Schweiz, Prozesswellen, regionale Schwerpunkte, Quellenarbeit, Ketzersekten, Waldenser, Katharer, Inquisition, Teufelspakt, Sabbat, Zauberei, Häresie, Krisensituationen, individuelle Schicksale, Fallstudien, Perrissone Gappit, Jean Poesiouz.
Häufig gestellte Fragen
Wann fanden die ersten Hexenprozesse in der Schweiz statt?
Erste Verfolgungen begannen bereits im 15. Jahrhundert (ca. 1430er Jahre) im Raum Wallis und im französischen Teil der Schweiz, oft im Zusammenhang mit der Bekämpfung von Ketzersekten wie den Waldensern.
Warum war die Schweiz ein Schwerpunkt der Hexenverfolgung?
Die Schweiz war durch eine starke regionale Zersplitterung und lokale Gerichtsbarkeit geprägt. In Krisenzeiten (Pest, Missernten) konnten lokale Behörden oft ohne Kontrolle durch eine Zentralmacht Prozesse führen.
Was war das „Hexen-Stereotyp“ dieser Zeit?
Es beinhaltete den Teufelspakt, den Hexensabbat (Versammlungen), den Schadenzauber (z. B. Viehsterben) und die Fähigkeit zum Fliegen. Dieses Bild wurde durch die Inquisition und theologische Schriften verbreitet.
Wer war Perrissone Gappit?
Perrissone Gappit war eine Frau, die 1464 in einem der frühen Schweizer Hexenprozesse angeklagt wurde. Ihr Fall ist ein wichtiges Beispiel für die Dokumentation früher Verhörpraktiken und Anklagepunkte.
Wann endete die Hexenverfolgung in der Schweiz?
Die Prozesse ließen im 18. Jahrhundert nach. Der letzte offizielle Hexenprozess in Europa endete 1782 in der Schweiz mit der Hinrichtung von Anna Göldi in Glarus.
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- Anonym (Author), 2011, Hexenverfolgung in der Schweiz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194389