Die Sturm- und Drang-Zeit ist eine nach dem Schauspiel "Sturm und Drang" (1776, ursprünglicher Titel "Wirrwarr", von Chr. Kaufmann umbenannt) von F.M. Klinger bezeichnete geistige Strömung in Deutschland, die von der Mitte der 60er bis zur Mitte der 80er Jahre des 18. Jahrhunderts zu datieren ist. Der Sturm und Drang ist eine Bewegung junger Schriftsteller, die sich in Frankfurt, Straßburg sowie in Schwaben sammelten. Der Beginn der Epoche wurde mit dem Erscheinen der Herderschen Fragmente 1767 markiert. Der Sturm und Drang endet mit dem Wandel Goethes und Schillers zu Klassikern, ausgelöst durch Goethes Bildungsreise in Italien und Schillers Kant-Studien.
Inhaltsverzeichnis
- Begriff
- Grundcharakter und Historischer Hintergrund
- Literatur des Sturm und Drang
- Geniekult
- Das Drama im Sturm und Drang
- Das bürgerliche Drama
- Dramen von Lenz
- Der Roman im Sturm und Drang
- Die Lyrik des Sturm und Drang
- Die Anfänge der Balladendichtung
- Themen des Sturm und Drang (Zusammenfassung)
- Vertreter und Werke
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Epoche des Sturm und Drang, einer bedeutenden literarischen Strömung in Deutschland. Sie analysiert die Entstehung, den Charakter und die wichtigsten Werke dieser Bewegung und beleuchtet dabei die wichtigsten literarischen Gattungen und ihre Vertreter.
- Das Genie und seine Rolle in der Kunst
- Die Kritik an gesellschaftlichen Normen und Konventionen
- Die Bedeutung des Gefühls und der Individualität
- Das bürgerliche Drama und seine gesellschaftskritische Funktion
- Der Einfluss der Aufklärung auf die Strömung
Zusammenfassung der Kapitel
Begriff: Dieses Kapitel bietet eine Einführung in den Begriff "Sturm und Drang" und beschreibt die zeitlichen Grenzen der Epoche. Es wird die Entstehung des Namens und die wichtigsten Merkmale der Bewegung beleuchtet.
Grundcharakter und Historischer Hintergrund: Dieses Kapitel untersucht den sozialen und politischen Kontext, in dem der Sturm und Drang entstand. Es werden die wichtigsten gesellschaftlichen Strömungen und die zentralen Kritikpunkte der Bewegung gegenüber den bestehenden Verhältnissen dargelegt.
Literatur des Sturm und Drang: Dieses Kapitel widmet sich der Analyse der Literatur des Sturm und Drang. Es werden verschiedene Gattungen, wie das Drama, der Roman und die Lyrik, sowie die wichtigsten Vertreter dieser Epoche vorgestellt.
Geniekult: Dieses Kapitel beschäftigt sich mit der zentralen Rolle des Genies in der Literatur des Sturm und Drang. Es werden die ästhetischen Konzepte und die Bedeutung des Genies für die neue Literatur beleuchtet.
Das Drama im Sturm und Drang: Dieses Kapitel analysiert die Dramen des Sturm und Drang. Es werden die wichtigsten Merkmale dieser Gattung und ihre Unterschiede zu den Dramen anderer Epochen aufgezeigt.
Das bürgerliche Drama: Dieses Kapitel untersucht den Aufstieg des bürgerlichen Dramas im Sturm und Drang. Es werden die wichtigsten Merkmale, Vertreter und Werke dieser Gattung vorgestellt.
Dramen von Lenz: Dieses Kapitel fokussiert sich auf die Dramen des Autors Jakob Michael Reinhold Lenz. Es werden die Besonderheiten von Lenz' Werken und die Bedeutung seiner Figuren beleuchtet.
Schlüsselwörter
Sturm und Drang, Geniezeit, Geniekult, Gefühl, Individualität, gesellschaftliche Kritik, bürgerliches Drama, bürgerlicher Roman, Aufklärung, Shakespeare, Schiller, Goethe, Lenz, Herder, Lessing, Die Räuber, Kabale und Liebe, Die Soldaten, Die Leiden des jungen Werther, Standesunterschiede, Nationaltheater.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter der Epoche des Sturm und Drang?
Der Sturm und Drang war eine geistige Strömung junger Schriftsteller in Deutschland, die etwa von 1765 bis 1785 dauerte. Sie zeichnete sich durch eine starke Betonung von Gefühl, Individualität und der Kritik an gesellschaftlichen Normen aus.
Wer sind die wichtigsten Vertreter dieser literarischen Strömung?
Zu den bedeutendsten Vertretern zählen Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller, Jakob Michael Reinhold Lenz und Johann Gottfried Herder.
Was bedeutet der Begriff „Geniekult“ im Sturm und Drang?
Der Geniekult stellt das „Originalgenie“ in den Mittelpunkt. Das Genie folgt nicht starren Regeln, sondern erschafft aus seiner eigenen Schöpferkraft und seinen Emotionen heraus Kunstwerke.
Welche Rolle spielte das bürgerliche Drama in dieser Zeit?
Das bürgerliche Drama diente als Instrument der Gesellschaftskritik. Es thematisiert oft den Konflikt zwischen den Ständen und die Unterdrückung des Individuums durch konventionelle Moralvorstellungen.
Wodurch wurde das Ende der Epoche markiert?
Das Ende wird meist mit dem Wandel Goethes und Schillers hin zur Klassik datiert, ausgelöst durch Goethes Italienreise und Schillers philosophische Studien.
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- Celine Schlager (Author), 2010, Die Epoche des Sturm und Drangs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194012