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Umgang mit der Sexualität von Bewohnern im Pflegeheim

Wie gehe ich als Pflegeperson mit der Sexualität von Bewohnern im Pflegeheim um?

Titel: Umgang mit der Sexualität von Bewohnern im Pflegeheim

Hausarbeit , 2010 , 22 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Marius Wittmann (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ich habe mich für das Thema Sexualität im Alter entschieden, da ich der Auffassung bin, dass die Enttabuisierung zwar begonnen hat, aber noch nicht Einzug in die tägliche Praxis gefunden hat und noch viele Vorbehalte, Ängste und Unsicherheiten existieren, leider auch in unserer Einrichtung.
Wir haben in unserer Einrichtung einige Bewohner, die gerne noch sexuell aktiv wären. Da muss die Pflege unterstützen und Rat geben sowie Hilfen anbieten. Das trauen sich aber nur die Wenigsten und nach Möglichkeit wird das Thema auch nicht angesprochen. Ich möchte mit dieser Arbeit dazu beitragen, dass das Thema Sexualität im Alter in unserer Einrichtung offener angegangen und ein Verständnis für die Bedürfnisse der Bewohner im Hinblick auf Sexualität entwickelt wird.
In meiner Ausbildung wurde dieses Thema nur kurz behandelt und somit wurden auch keine ausreichenden Kenntnisse vermittelt. Ich habe von einigen Schülern gehört, dass das Thema noch immer nicht ausführlich genug in der Schule behandelt wird und dadurch der Einzug des Themas in die Praxis nach wie vor erschwert ist, deshalb möchte ich diese Arbeit auch dazu nutzen um Schüler für das Thema Sexualität im Alter zu sensibilisieren, damit der Einzug des Themas in die tägliche Praxis erleichtert wird. Darum werde ich nicht nur auf die Möglichkeiten Sexualität im Heim zu leben, sowie die Auswirkungen auf die Pflege und Mitarbeiter eingehen, sondern auch die Begrifflichkeiten definieren und die Entwicklung der Sexualität erläutern.
Des Weiteren möchte ich kurz auf die Dokumentation in Bezug auf Sexualität eingehen mittels des AEDL`s (Aktivitäten und existentielle Erfahrungen des Lebens, Krohwinkel) “sich als Mann oder Frau fühlen und verhalten“.
Dieses AEDL wird meist nur lückenhaft ausgefüllt und mit standardisierten Sätzen geschrieben. Dort möchte ich ansetzen um die Bedürfnisse festzuhalten und gegebenenfalls auch zu planen.
Das Ziel dieser Arbeit soll eine Handlungshilfe für Pflegekräfte und Schüler zur Integration des Themas in die tägliche Praxis sein. Damit können im besten Falle Ängste abgebaut, Unsicherheiten und Vorbehalte ausgeräumt und Professionalität im Umgang mit der Sexualität der Bewohner aufgebaut werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definitionen

2.1 Sex

2.2 Sexualität

2.3 Liebe

2.4 Libido

2.5 Masturbation

2.6 Geschlechterrollen

3 Sexualität von klein bis groß - Entwicklung

4 Veränderungen der Sexualität mit zunehmendem Alter

4.1 Alter – wann ist das?

4.2 Sexualität in unserer Gesellschaft

4.3 Altersbedingte Veränderungen

4.4 Krankheitsbedingte Veränderungen

4.5 Allgemeine Veränderungen

5 Veränderte Sexualität in neuen Lebenssituationen

6 Auswirkungen auf die Pflege und die Mitarbeiter

7 Dokumentation

8 Sexualität im Pflegeheim – Was ist möglich

9 Nachwort

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, eine Handlungshilfe für Pflegekräfte und Schüler zu schaffen, um das Thema Sexualität im Alter erfolgreich in die tägliche Praxis zu integrieren. Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Wie gehe ich als Pflegeperson mit der Sexualität von Bewohnern im Pflegeheim um?“ Dabei soll Unsicherheit abgebaut und ein respektvoller Umgang mit den Bedürfnissen der Bewohner gefördert werden.

  • Grundlagen und Definitionen zu Sexualität, Liebe und Libido im Alter
  • Die Entwicklung der Sexualität über die Lebensspanne
  • Einflussfaktoren durch Alterungsprozesse und krankheitsbedingte Veränderungen
  • Strategien für den professionellen Umgang im Pflegealltag
  • Dokumentation sexueller Bedürfnisse im Rahmen der Pflegedokumentation

Auszug aus dem Buch

6 Auswirkungen auf die Pflege und die Mitarbeiter

„Untersuchungen zeigen, dass viele alte Menschen ihr eigenes Sexualleben negativ bewerten, begründet und verursacht durch den Partnermangel als auch durch die Situation in Altenheimen und Pflegeeinrichtungen, die fast alle Aussichten zur sexuellen Aktivität vorenthalten. Jedoch ist Sexualität auch noch im hohen Alter wichtig, denn Bindung, Geborgenheit und Zärtlichkeit stimulieren die Lebensaktivität und den Lebenswillen und darf daher älteren Menschen nicht verweigert werden.“4

Dies versucht die Pflege auch umzusetzen beziehungsweise darauf Rücksicht zu nehmen, nur ist es auch nicht einfach das in die tägliche Arbeit zu integrieren. Bei der Körperpflege beispielsweise wird die Intimität der Bewohner verletzt, wobei dies natürlich unabdingbar ist, aber nach Möglichkeit sollte die Pflege gleichgeschlechtlich durchgeführt werden. Das stellt schon ein Problem dar, aufgrund der Tatsache, dass wesentlich mehr Frauen in der Pflege arbeiten und auch wesentlich mehr weibliche Bewohner anzutreffen sind. Ist also ein Pfleger für die Grundpflege auf einem Wohnbereich mitverantwortlich in dem noch zwei weitere Schwestern arbeiten, wo aber nur 4 Männer und 27 Frauen wohnen, wird aufgrund der gerechten Arbeitsverteilung die Pflege von weiblichen Bewohnern notwendig sein. Natürlich wird auch auf Wüsche seitens der Bewohner Rücksicht genommen, wenn sie gleichgeschlechtliche Pflege wünschen, dennoch werden einige Bewohner nicht gleichgeschlechtlich versorgt werden können. Es gibt natürlich auch Bewohner denen es lieber ist vom anderen Geschlecht gepflegt zu werden, doch ist dies nicht die Regel.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung legt den Grundstein für die Arbeit, indem sie die Notwendigkeit der Enttabuisierung von Sexualität in Pflegeeinrichtungen begründet und das Ziel einer praxisnahen Handlungshilfe definiert.

2 Definitionen: In diesem Kapitel werden zentrale Fachbegriffe wie Sex, Sexualität, Liebe, Libido und Masturbation definiert, um ein gemeinsames Verständnis als Basis für die weiteren Ausführungen zu schaffen.

3 Sexualität von klein bis groß - Entwicklung: Dieses Kapitel beleuchtet die sexuelle Entwicklung des Menschen von der Kindheit über die Pubertät bis hin zum Erwachsenenalter und betont die Bedeutung von Bindung und Aufklärung.

4 Veränderungen der Sexualität mit zunehmendem Alter: Es wird analysiert, wie sich das Alter, gesellschaftliche Bilder, physische Einschränkungen und chronische Erkrankungen auf das sexuelle Interesse und die Ausübung von Sexualität auswirken.

5 Veränderte Sexualität in neuen Lebenssituationen: Der Fokus liegt auf den spezifischen Herausforderungen im Pflegeheim, insbesondere bei Pflegebedürftigkeit, Inkontinenz oder Demenz, und wie sich diese auf die Privatsphäre auswirken.

6 Auswirkungen auf die Pflege und die Mitarbeiter: Dieses Kapitel diskutiert die praktische Integration von Sexualität in den Pflegealltag, einschließlich Nähe-Distanz-Regeln und dem Umgang mit speziellen Situationen wie unerwünschter Erregung.

7 Dokumentation: Es wird die Wichtigkeit einer bedarfsgerechten Pflegedokumentation hervorgehoben, um die individuellen sexuellen Bedürfnisse der Bewohner besser in den Pflegeprozess einzubinden.

8 Sexualität im Pflegeheim – Was ist möglich: Das Kapitel bietet konkrete Lösungsvorschläge an, wie Sexualität im Rahmen der Institution ermöglicht werden kann, etwa durch Beratung oder Hilfsmittel.

9 Nachwort: Das Nachwort reflektiert den Lernprozess des Autors und resümiert die gewonnenen Erkenntnisse sowie die Bedeutung der Arbeit für die tägliche Praxis.

Schlüsselwörter

Sexualität im Alter, Pflegeheim, Enttabuisierung, Pflegedokumentation, Intimität, Pflegebedürftigkeit, Libido, sexuelle Entwicklung, Selbstbestimmung, Bedürfnisorientierte Pflege, Nähe und Distanz, Sexualberatung, Alterssexualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Abschlussarbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Enttabuisierung und Integration des Themas Sexualität bei älteren Menschen in stationären Pflegeeinrichtungen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten gehören die Definition grundlegender Begriffe, die Entwicklung der Sexualität im Lebensverlauf sowie die Auswirkungen des Alterns und von Krankheiten auf das Sexualleben.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Pflegenden und Schülern eine Handlungshilfe an die Hand zu geben, um professionell und einfühlsam mit den sexuellen Bedürfnissen von Heimbewohnern umzugehen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Der Autor führt eine Literaturrecherche und theoretische Analyse durch, um den aktuellen Forschungsstand zu bündeln und für die praktische Pflege anwendbar zu machen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Der Hauptteil behandelt die physiologischen und krankheitsbedingten Veränderungen im Alter, die Herausforderungen durch den Umzug in ein Heim sowie konkrete Handlungsempfehlungen für den Alltag.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Sexualität im Alter, Pflegeheim, Intimität, Bedürfnisorientierung und Pflegedokumentation aus.

Wie sollte das Pflegepersonal bei unangemessenem Verhalten umgehen?

Der Autor empfiehlt eine gelassene, diskrete Reaktion, bei der die Pflegekraft die Situation sensibel analysiert und bei Grenzüberschreitungen klare, aber respektvolle Grenzen setzt.

Welche Rolle spielt die Biografie des Bewohners für dieses Thema?

Die Biografie ist essenziell, um zu verstehen, warum ein Bewohner bestimmte Verhaltensweisen zeigt, insbesondere im Kontext von Demenz, und um individuelle Bedürfnisse besser einplanen zu können.

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Details

Titel
Umgang mit der Sexualität von Bewohnern im Pflegeheim
Untertitel
Wie gehe ich als Pflegeperson mit der Sexualität von Bewohnern im Pflegeheim um?
Veranstaltung
Weiterbildung zur verantwortlichen Pflegefachkraft
Note
1,0
Autor
Marius Wittmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
22
Katalognummer
V193760
ISBN (eBook)
9783656195993
ISBN (Buch)
9783656196891
Sprache
Deutsch
Schlagworte
umgang sexualität bewohnern pflegeheim pflegeperson
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marius Wittmann (Autor:in), 2010, Umgang mit der Sexualität von Bewohnern im Pflegeheim , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193760
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Leseprobe aus  22  Seiten
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